2026-02-09T08:36:21.830Z

Allgemeines

Fans des KFC Uerdingen sorgen für Frust bei St. Tönis

Vor dem Anpfiff hatte eine kleine Gruppe Krefelder Anhänger das Stadion gestürmt. Dabei sollen auch ein paar Fäuste geflogen sein. So bewerten die beiden Trainer den 2:1-Auswärtssieg des KFC.

von RP / Uwe Worringer · 15.09.2025, 23:00 Uhr · 0 Leser
Fans des KFC Uerdingen haben sich in St. Tönis daneben benommen.
Fans des KFC Uerdingen haben sich in St. Tönis daneben benommen. – Foto: Ralph Görtz

Während die Führung des KFC Uerdingen darum bemüht ist, den Verein wieder in ein besseres Licht zu rücken, sorgten einige KFC-Fans vor dem Spiel, das der KFC mit 2:1 gewann, wieder für negative Schlagzeilen. Eine gut 40-köpfige Meute bahnte sich in einer konzertierten Aktion ohne zu zahlen den Weg durch die Tageskasse und räumte kurzerhand die Ordner beiseite, um anschließend die Tribünenplätze in Beschlag zu nehmen. Fußball-Abteilungsleiter Markus Hagedorn griff couragiert ein, wurde dabei aber ebenfalls angegangen. Schließlich räumte der krawallbereite Trupp die Plätze. Zudem machten Gerüchte die Runde, dass weitere Aktionen geplant seien, was den Gastgebern möglicherweise durch den aus Uerdinger Sicht positiven Spielverlauf erspart blieb.

Hagedorn zeigte sich maßlos enttäuscht: „Schade, das haben wir in den zwei Jahren zuvor so nicht erlebt. So toll ich die Aktion mit der Schlufffahrt fand, bin ich jetzt der Überzeugung, dass die alkoholbedingt zu den Problemen geführt hat. Wir hatten auch gegen andere namhafte Gegner nie ein Problem mit unserem Sicherheitskonzept. Eventuell wird es jetzt aber andere Auflagen geben. Andere Fans haben sich für das Verhalten entschuldigt. Aber trotzdem konnte ich den Tag nicht mehr genießen und auf der Anlage herrschte irgendwie eine gedrückte Stimmung.“

Frust auch auf sportlicher Ebene

SC-Trainer Bekim Kastrati war aus sportlicher Sicht frustriert: „Wir haben heute viele Probleme gehabt und sind gar nicht ins Spiel gekommen. Nach dem 1:0 muss ich noch wacher sein und nach dem schnellen 2:0 war es klar, dass es für uns sehr, sehr schwer werden würde. Das 2:1 kam viel zu spät. Insgesamt eine sehr enttäuschende Leistung meiner Mannschaft. Das war heute einfach zu wenig. In einem Derby muss man ganz anders spielen. Aber es geht weiter. Wir werden aufstehen und weiter kämpfen.“ Angesichts der nächsten Aufgaben muss der Sportclub schnell die Kurve kriegen. Am Freitag geht es zur SpVg Schonnebeck, dann gastiert ETB SW Essen in der Apfelstadt.

Für Dominik Dohmen war die Partie bereits nach 32 Minuten beendet. Der Kapitän zog sich in einem Zweikampf einen Cut am Kopf zu, musste benommen vom Feld und die Niederlage von der Bank verfolgen: „Unser Saisonstart war nicht so gut und hat zu Verunsicherung geführt. Trotzdem mussten wir es besser machen. Jetzt heißt es weiter positiv nach vorne schauen und das Herz wieder auf den Platz legen.“

Schlechte Bilanz des KFC gegen St. Tönis

Ganz anders war natürlich die Gemütslage bei Gästetrainer Julian Stöhr: „Wir wussten um die Bedeutung des Spiels und wollten nach vier sieglosen Spielen gegen St. Tönis den Bann brechen. Das haben wir auch souverän geschafft. Wir waren von Anfang an gut im Spiel. Nach dem Spiel im Büderich mussten wir auch ein anderes Gesicht zeigen. Der Sieg geht in Ordnung und wir hätten den Sack früher zumachen müssen, damit es nicht nochmal brenzlig wird. Zu Null wäre schöner gewesen, aber die drei Punkte nehmen wir gerne mit. Nächste Woche geht es gegen meinen Ex-Klub. Auch dieses Spiel wollen wir gewinnen.“

Gelöste Stimmung herrschte auch beim Torschützen Mohammed Benslaiman Benktib: „Die drei Punkte waren unglaublich wichtig. Unabhängig davon, dass es ein Derby war. Unser Ziel war in erster Linie, kein Gegentor zu bekommen. Denn wir wissen um unsere Qualität, dass wir immer ein Tor schießen können. Im Gegensatz zur Niederlage in Büderich haben wir vor allem läuferisch eine bessere Leistung gezeigt.“