
Ersatzgeschwächte Wolfratshausen erwarten Landesliga-Absteiger Olching
Welch eine Wohltat war der erste Punktgewinn der noch jungen Saison für den BCF Wolfratshausen. Noch dazu auswärts und in Denklingen, wo sich Florian Ächters Beobachtungen zufolge „noch einige Teams“ schwertun werden. Vor allem, aber weil im Umfeld – halb Spaß, halb Ernst – geunkt wurde, dass der BCF ob seiner Personalstruktur möglicherweise komplett ohne (Teil-) Erfolg in der Bezirksliga würde auskommen müssen. Eine Woche später ist der Raum für jedwede Art von Humor aber auf ein unsichtbares Minimum geschrumpft: Im Heimspiel gegen den SC Olching (Sa., 14 Uhr) muss der Trainer die halbe Stammformation ersetzen.
Zum Teil waren die Absagen vorhersehbar. Denn die Hochzeit von Argjent Veliqi geht vor, und sie war im Terminkalender eingetragen. „Das wussten wir, es ist mit dem Verein abgestimmt“, erklärt Ächter das Fehlen von Albin Veliqi und den mit dem Bräutigam befreundeten Brüdern Armin und Beni Kuqi. Dass aber Metehan Altay und Erblin Deskaj plötzlich auf die Idee eines Besuchs bei ihren Eltern kommen, nimmt der Coach zum Anlass, die beiden Kicker nach ihrer Rückkehr ins Gebet zu nehmen. „Wir haben noch weniger Spieler als letzte Woche“, bedauert Ächter. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mit Kapitän Dominik König und Fabian Adldinger immerhin zwei Akteure die zuletzt komplett verwaiste Defensive stärken.
Unterm Strich könnte man mit eine Prise Ironie zusammenfassen, dass es besser ist, der Kader ist gegen Olching ausgedünnt, als gegen einen ebenbürtigen Konkurrenten. Denn eine Niederlage gegen die Amperstädter wäre gewiss kein Beinbruch für die Farcheter. Ächter hält dem Landesligaabsteiger, der zuletzt Geiselbullach mit 5:0 besiegte, die Plätze eins bis fünf in der Tabelle offen: „Es ist mir bewusst, dass Olching ein erheblich dickeres Pfund ist.“ Auch wenn er zugleich darauf hinweist, „dass auch dieses Spiel bei Null beginnt“. Nicht ganz von ungefähr deckt sich die Ausrichtung des BCF-Teams mit der der Vorwoche. Ächter schickt neuerlich „zwei richtig tiefe Ketten“ auf den Platz: „Wir wollen die Null halten, mit dem was wir haben.“ Viel ist es nicht. Denn Ächter stellt fest, dass auch unter Zuhilfenahme von Akteuren aus der BCF-Reserve nicht mehr als 14 Mann zur Verfügung stehen werden.