2023-05-26T06:42:52.829Z

Allgemeines
– Foto: FC An der Fahner Höhe

Fahner Höhe nun in der Pole Position

Der FSV Wacker Nordhausen und der FC An der Fahner Höhe kämpfen ums sportliche Überleben in der Oberliga. Beim direkten Duell am Donnerstag hatte Fahner Höhe die Nase vorn und nun die bessere Ausgangslage im Saisonfinale.

Vor dem Match war klar: Der Druck ist riesig. Fahner Höhe darf nicht verlieren, das hätte den Abstieg bedeutet. Wacker Nordhausen ist durch die Niederlage nun zwar nicht abstiegen, hat aber die schlechtere Ausgangslage im Abstiegskampf.

"Da war schon Druck auf dem Kessel aber das macht ja auch Spaß. Jede Situation kann in solchen Spielen entscheidend sein, sowohl positiv als auch negativ", sagt Fahner Höhes Kapitän Artur Machts. Für ihn und seine Mannschaft war es ein echtes Endspiel, mit positivem Ausgang. So besteht weiterhin die Chance beim Showdown, dem letzten Spieltag, den Klassenerhalt klar zu machen. Gleichwohl hat es Fahner Höhe nicht komplett in der eigenen Hand. Der FC Grimma könnte aus eigener Kraft noch an den Thüringern vorbeiziehen. Wacker Nordhausen hingegen hat mit der Niederlage am Donnerstag die bessere Ausgangslage im Tabellenkeller verspielt.

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Die Marschroute für die Teams vor dem Thüringer Duell war klar. Schönheitspreise gibt es in dieser Situation keine zu vergeben. Für beide zählt: Punkte müssen her, egal wie. "Es ist in unserer Situation so, dass wir die einfachen Sachen machen müssen. Wir müssen das tun, was wir am besten können und das ist nunmal eher das Verteidigen, auch wenn das zuletzt nicht immer den Anschein gemacht hat. Aber dadurch bekommen wir eine gewisse Sicherheit in unser Spiel und über Umschaltsituationen kriegen wir trotzdem unsere Chancen. Wir können keinen Hokuspokus machen und es muss auch nicht immer jedem gefallen. Am Ende muss es erfolgreich sein", so Artur Machts. In der 28. Minute gelang den Gästen vom FC An der Fahner Höhe die Führung. Müller gab einen Pass in die Zentrale, in den Lauf von Kupke. Der hat das lange Eck anvisiert. Wacker Nordhausens Kohl versuchte den Ball noch zu klären und lenkt ihn ins eigene Netz. Nach gut einer Stunde legten die Gäste nach. Paul Hans Kirchner, der selbst eine Wacker-Vergangenheit hat, überspielte den weit vor seinem Tor postierten Keeper Treiber und traf zum 0:2. Als Baumgarten in der 81. Minute noch zum 0:3 traf, war der Deckel drauf. Dass Gorges für Wacker in der Nachspielzeit noch Ergebniskosmetik betrieb, änderte nichts mehr daran, dass seine Mannschaft an diesem Tag keine Punkte einsammeln konnte. So endete dieses enorm wichtige Spiel 1:3 und gibt beiden Thüringer Teams noch die Chance auf den Klassenerhalt. Die bessere Ausgangslage ist nun allerdings bei Fahner.

"Wir haben verdient gewonnen. Mich ärgert trotzdem brutal das 1:3, weil es so überflüssig war", meint Artur Machts, der bei aller Freude über den Sieg gerne ohne Gegentor ausgekommen wäre. Er und seine Mannschaft haben nun erstmal ein bisschen Pause, bis am 10.06 das Saisonfinale stattfindet. Dann erwartet die Mannschaft den FC Einheit Rudolstadt. "Wir müssen bei uns bleiben und unsere Hausaufgaben machen. Auch das Spiel müssen wir gewinnen", blickt Artur Machts voraus. Wacker Nordhausen muss am letzten Spieltag gegen Grimma ran. Erneut ein direktes Duell. Zuvor darf man im Nordhäuser Lager aber erstmal mit dem Thüringer Pokalfinale ein absolutes Highlight der Saison bestreiten.

Aufrufe: 026.5.2023, 09:41 Uhr
Felix BöhmAutor