
Der frühere U23-Keeper Maduka Okoye spielt mittlerweile als Stammkeeper in der Serie A. Er ist aber auch ein waschechter Düsseldorfer, der in seiner Heimatstadt durch gefährliche Versuchungen geprägt wurde. Im „Kicker meets DAZN“-Podcast spricht Okoye über...
...die Anfänge als Torwart: „Es war im Winter bei Flingern 08, meinem ersten Verein in Düsseldorf. Unserem Torwart wurde kalt und jeder Torwart weiß, dass wenn im Winter die Handschuhe nass sind, die Hände einfrieren. Er konnte nicht weitermachen – und das waren meine letzten Sekunden als Stürmer, seitdem bin ich nicht mehr aus dem Tor raus.“
...seine Kindheit: „Der richtige und falsche Weg waren nah beieinander. Ich habe nicht nur bei Freunden, sondern auch bei Familienmitgliedern gesehen, dass es in die andere Richtung gehen kann. Glücklicherweise hatte ich einen Vater, der mir und meinem Bruder klar gemacht hat, was im Leben wichtig ist. Ohne meinen Vater wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“
...ein Junge von der Straße zu sein: „Ich gehe raus und habe 50 Meter weiter einen Puff um die Ecke. Mit neun oder zehn Jahren sehe ich die Prostituierten erstmals in unseren Straßen herumlaufen. Um die Ecke werden Drogen verkauft. Das ist auch das, was viele Jungs kaputtgemacht hat. Meine Mutter sagte immer: ‚Pass auf, dass du beim Rausgehen auf keine Spritze trittst.’“
...den Abschied aus Düsseldorf: „Es gab einen Wechsel bei Fortuna, Sportdirektor Lutz Pfannenstiel war weg, damit auch mein Profivertrag. Der Vertrag lag quasi schon vor mir. Das war ein Schock für mich, ich war mental schon darauf vorbereitet, Profi in meiner Stadt zu werden. Ich saß bei den Profis auf der Bank und habe bei der ‚Zwoten’ gespielt. Ich musste etwas machen. Liebend gerne hätte ich für immer bei der Fortuna gespielt, doch ich musste eine andere Entscheidung treffen. Bei Sparta Rotterdam hat meine Profikarriere wirklich begonnen.“