2026-01-15T09:41:53.693Z

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– Foto: N. Koranda / FuPa-Grafik

Ex-Torhüterin mit Dreierpack: Judith Eisenlauer treffsicher wie nie

FuPa-Spielerin der Woche: Die 28-jährige Judith Eisenlauer vom FC Blautal 2001 trifft dreifach beim 6:1 gegen den VfL Ulm/Neu-Ulm II

FuPa Württemberg präsentiert den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Lange war Judith Eisenlauer die sichere Rückendeckung ihres Teams. Nun sorgt sie vorn für Furore: Drei Tore, Platz zwei in der Tabelle und eine neue Leidenschaft – die ehemalige Torhüterin ist die FuPa-Spielerin der Woche in Württemberg.

„Ich war ehrlich gesagt total baff – drei Tore hätte ich mir echt nicht zugetraut!“, sagt Judith Eisenlauer mit einem Lachen. Beim 6:1-Erfolg des FC Blautal 2001 über den VfL Ulm/Neu-Ulm II wurde die 28-Jährige zur Matchwinnerin. Dabei lief es anfangs gar nicht so rund: „In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht so richtig drin, aber nach der Pause lief’s dann deutlich besser.“ Ihre Tore trugen maßgeblich dazu bei, dass das Spiel kippte. Gefeiert wurde der Triumph allerdings eher leise. „Das Spiel war ja unter der Woche, da ging’s für die meisten einfach ab unter die Dusche und heim ins Bett.“

Zweiter Platz – Aufstieg im Blick, aber kein Druck
Der FC Blautal 2001 steht derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz der Frauen-Bezirksliga Donau/Iller. Der Aufstieg ist greifbar, doch für Eisenlauer zählt vor allem die Freude am Spiel: „Klar, wieder die Meisterschaft zu holen und eventuell aufzusteigen wäre mega, keine Frage. Aber wir machen uns da jetzt keinen riesen Druck.“ Stattdessen setzt sie auf Kontinuität und Zusammenhalt: „Wir wollen einfach weiter unser Spiel durchziehen und Spaß am Fußball haben – der Rest kommt dann von allein. Wenn wir als Team so zusammenhalten wie bisher, ist auf jeden Fall was drin.“

Vom Tor in den Angriff – eine außergewöhnliche Wandlung
Noch vor wenigen Jahren war Judith Eisenlauer als Torhüterin bekannt – 18 Jahre lang stand sie zwischen den Pfosten. Nun sorgt sie als Feldspielerin regelmäßig für Treffer. „Ich war die letzten knapp 18 Jahre im Tor – da weiß man ganz gut, wie Stürmerinnen ticken und wohin ein Ball gehen könnte. Das hilft mir jetzt auf dem Feld echt weiter.“ Ihre Gelassenheit scheint dabei ein Schlüssel zum Erfolg zu sein: „Ich geh einfach ohne Druck in die Spiele – ich will Spaß haben und was fürs Team rausholen. Vielleicht klappt’s genau deswegen grad so gut.“

Pokalspiele als besondere Momente
Für Eisenlauer gibt es keine Gegner, auf die sie sich besonders freut – jedes Spiel zählt. Dennoch hebt sie eine Sache hervor: „So richtige Highlight-Spiele sind für mich die Pokalspiele – je nachdem, wie weit die Reise da geht. Da ist einfach immer ein bisschen extra Spannung drin.“ Der Reiz des Wettbewerbs, die Möglichkeit, sich mit neuen Teams zu messen, treibt sie an. „Aber ehrlich gesagt freu ich mich auf jedes einzelne Spiel. Für mich ist es einfach etwas Besonderes, jetzt in meiner neuen Rolle auf dem Feld zu stehen, und ich genieße das total – egal gegen wen’s geht.“

Vorbilder und Wegbegleiter
Eisenlauers Fußballweg wurde geprägt von großen Namen – und von Menschen im direkten Umfeld. „Im Tor waren für mich immer Nadine Angerer, Oliver Kahn und Ann-Katrin Berger große Vorbilder – jede auf ihre eigene Art. Ihre Ausstrahlung, Mentalität und Leidenschaft haben mich total geprägt.“

Seit ihrem Positionswechsel orientiert sie sich jedoch an anderen Typen: „Jetzt, wo ich auf dem Feld spiele, orientiere ich mich eher an Joshua Kimmich oder Lena Oberdorf – beide verkörpern genau den Einsatz und Teamgeist, den ich bewundere.“ Besonders dankbar ist sie aber ihren Mitspielerinnen und Trainerinnen: „Ohne die wär das alles gar nicht so gelaufen. Sie haben mich beim Positionswechsel total unterstützt.“

Aufrufe: 022.10.2025, 18:00 Uhr
Nicolas BläseAutor