
Dass A-Ligist K.F. Sharri Dortmund gerne in die Bezirksliga aufsteigen würde, ist mittlerweile kein Geheimnis wäre. Mit William Valenti (SV Brackel) und Marcel Ramsey (FC Roj) wurden beispielsweise zwei Spieler mit Oberliga- und Westfalenliga-Erfahrung verpflichtet.
Nun hat der albanisch-stämmige Verein mit einem Transfer, der eher im Hintergrund agieren soll, ein weiteres Mal für Furore gesorgt.
Wie der Club am Sonntagmorgen (26. Januar) bekannt gab, wird ab sofort Ex-Oberliga-Trainer Axel Schmeing als Sportlicher Leiter bei K.F. Sharri einsteigen!
Der 50-Jährige war seit Februar 2024 ohne Engagement. Vor knapp einem Jahr war Schmeing nach einem verkorksten Start ins neue Kalenderjahr bei Westfalenligist Lüner SV entlassen worden, den er über dreieinhalb Jahre trainierte.
Seinen größten Erfolg seiner Trainerlaufbahn feierte der B-Lizenz-Inhaber 2018 gemeinsam mit dem Holzwickeder SC mit dem Aufstieg in die Oberliga. In Holzwickede arbeitete "Aki" Schmeing von 2016 bis 2021. Zuvor trainierte er den SV Brackel 06, mit dem er aus der Landes- in die Westfalenliga aufstieg, und den TuS Körne.
"Mit Axel Schmeing begrüßt KF Sharri einen erfahrenen und fachkundigen sportlichen Leiter, der gemeinsam mit Valbon Asani das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft legen wird und zudem eine starke Persönlichkeit auf und neben dem Platz darstellt. Der Verein freut sich über diese bedeutende Verstärkung, die den ambitionierten Weg von KF Sharri weiter vorantreiben soll", lässt der Verein auf Social Media verlauten.

"Sein tiefes Verständnis für den Fußball und seine strategische Denkweise sind eine Bereicherung für den Verein und seine Strukturen." Neben der sportlichen Planung liege der Fokus auch auf "der nachhaltigen Förderung des Nachwuchses und der Stärkung der Vereinsstrukturen, um auf allen Ebenen professioneller aufgestellt zu sein".
Man sei überzeugt, dass "diese Partnerschaft den Verein auf das nächste Level heben wird – Schritt für Schritt, aber immer mit Blick auf die langfristige Weiterentwicklung".
Das Amt des Sportlichen Leiters ist für den erfahrenen Schmeing hingegen absolutes Neuland. Auf Nachfrage der "Ruhr Nachrichten" hat der 50-Jährige am Dienstagmorgen (28. Januar) schließlich seine Entscheidung pro Sharri erklärt.
"Sharri hat mich immer mal wieder angefragt. Zuerst Valbon Asani, dann auch Valentin Rexhepi und Luigi Nicoletti (Vorsitzender und Hauptsponsor; Anm. d. Red.). Jetzt hat es bei mir gejuckt und ich bin davon überzeugt, dass dieses Team – gerade mit den Verstärkungen – am Ende der Saison eine Liga höher gehen wird", zeigt sich Schmeing optimistisch, der "keine zehn Minuten" vom Sportplatz entfernt wohnt.
"Der Verein hat in den letzten Jahren eine gute Außendarstellung gehabt und es sind ganz viele junge Leute tätig, die hier etwas bewegen wollen."
Der erste Kontakt mit dem Verein entstand im Sommer 2023, im Rahmen des Relegationsspiels zwischen Sharri und dem ETuS/DJK Schwerte (4:3). "Da hat Sharri in Scharnhorst ein Abstiegsspiel gehabt und ein Kumpel, der bei Sharri im Verein tätig ist, hatte mich damals eingeladen."
Der Aufstieg in die Bezirksliga wird angesichts der knappen Tabellensituation allerdings kein leichtes Unterfangen. "In der Liga sind noch mindestens drei andere Teams, die dasselbe Ziel haben und auch nicht viel schlechter sind. Das wird ein Fotofinish", ordnet Schmeing ein.
Für den zukünftigen Transfersommer, ob in Bezirks- oder Kreisliga, werde Schmeing seine "Kontakte spielen" lassen. Nichtsdestotrotz werde er die neue Rolle "mit dem nötigen Respekt angehen und mir auch aus meinem Bekanntenkreis, in dem viele als Sportliche Leiter von der Kreis- bis in die Oberliga tätig sind, Anstöße holen".
Für den Posten als Sportlicher Leiter habe Schmeing nach eigenen Angaben einige Trainerangebote ausgeschlagen haben: "Aber ich wollte nicht wieder direkt von null auf hundert gehen und vier, fünf Mal die Woche auf dem Platz stehen. Da hat der Zeitfaktor schon ganz klar für die Funktion als Sportlicher Leiter gesprochen."
Vorerst wird Axel Schmeing bis Saisonende bei Sharri Dortmund fungieren. "Es sind ja auch für mich viele neue Erfahrungen und ich muss erstmal schauen, wie ich mich da gewinnbringend einbringen kann."