
56 Gegentore in 33 Spielen sind eindeutig zu viel, um am Saisonende ganz oben zu stehen. Diese Analyse war für die sportliche Leitung beim Landesligisten VfB Hallbergmoos nicht allzu kompliziert. Schon vor dem letzten Ligaheimspiel gegen die SpVgg Unterhaching II (Samstag, 14 Uhr; inklusive Saisonabschlussfeier) hat man deshalb die personellen Konsequenzen gezogen. Der neue Spieler-Co-Trainer und Abwehrchef Benedikt Orth (Buchbach) wurde bereits vorgestellt – und nun ist auch der neue Torwart fix: Vom Ligakonkurrenten Kirchheimer SC kommt Sebastian Kolbe (27). Und der war sogar schon Stammtorhüter in der 3. Liga.
Ausgebildet wurde Kolbe einst im Nachwuchs des 1. FC Nürnberg. Dort spielte er auch in den Bundesligen U 17 und U 19. Im Herrenbereich führte sein Weg dann zu den Regionalligisten Stuttgarter Kickers, SV Seligenporten, SpVgg Bayreuth und Türkgücü München. In seinen vier Jahren Bayreuth feierte Kolbe den größten Erfolg seiner Karriere: Die „Oldschdod“ stieg in die 3. Liga auf, wo Kolbe Torwart Nummer eins war.
Über die Landesliga-Stationen Pfaffenhofen und Kirchheim führt ihn der Weg nun nach Hallbergmoos. Sebastian Kolbe wohnt zwei Ortschaften weiter in Eching und ist deshalb prädestiniert für die Hallbergmooser. Kolbe gefallen neben der kurzen Anfahrt auch andere Dinge an seinem neuen Club: „Die Infrastruktur beim VfB ist Wahnsinn. Außerdem haben mir die Ambitionen des Vereins zugesagt. Wir verfügen in der kommenden Saison über eine geile Mannschaft.“ Der 27-Jährige ist im besten Torwartalter – und geht nun in sein drittes Landesliga-Jahr. Das Ziel: in die Bayernliga aufzusteigen.
„Wir freuen uns sehr über unseren neuen Torwart“, sagt Anselm Küchle, Sportlicher Leiter des VfB. Mit Sebastian Kolbe und Benedikt Orth hat er die beiden Spieler bekommen, mit denen die Mannschaft in der Defensive entscheidend verstärkt werden kann. Schafft es der VfB mithilfe dieser Personalien, die Anzahl der Gegentore massiv zu verringern, dann kann man sich tatsächlich über die ganz großen Ziele unterhalten.