
Von dieser Karriere träumen wohl viele Amateurfußballer. Über den "zweiten Bildungsweg" in den Profifußball zu gelangen. Der Wiesbadener Jan Urbich hat vorgemacht, dass es gehen kann. Und geht nun in der zweiten Liga bei Eintracht Braunschweig den nächsten Schritt in seiner Karriere.
Dieser Bericht wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.
Rückblick: Vor vier Jahren ging es für Urbich im NLZ des SV Wehen Wiesbaden nicht weiter, es folgte der Wechsel zum FV Biebrich. Bei den 02ern nahm Urbich eine Schlüsselrolle in der A-Jugend-Hessenliga ein, machte erste Einsätze in der Verbandsliga. Dann folgte der Wechsel zu Kickers Offenbach, wo Urbich zunächst für die "Zweite" vorgesehen war. Doch schnell etablierte sich der Stürmer bei den Profis und wurde innerhalb von zwei Jahren zu einem Schlüsselspieler beim OFC. Das blieb auch "größeren" Clubs nicht verborgen, Urbich ging im vergangenen Sommer zu Borussia Mönchengladbach.
Weiterhin starke Torquote in der Regionalliga
Dort setzte Urbich seine starke Form fort, avancierte in der erste Saisonphase zum besten Torjäger der Regionalliga und wurde - auch begünstigt durch Ausfälle einiger Offensivspieler - in den Bundesliga-Kader gehievt und kam im Oberhaus des deutschen Fußballs auf drei Teileinsätze. Mit 14 Treffern aus 20 Partien kommt Urbich auf eine beachtliche Quote in der Regionalliga.
Bei der Borussia weiß man das offenbar zu schätzen und hat Urbich nun mit einem Profivertrag ausgestattet, der bis 2029 läuft. Gleichzeitig wird der 21-Jährige in der kommenden Saison zu Zweitligist Eintracht Braunschweig verliehen, um mehr Spielpraxis zu bekommen. "Jan hat sich seine Beförderung zu den Profis mit starken Leistungen und einer beeindruckenden Torquote in der ersten Saisonhälfte der Regionalliga absolut verdient. Leider konnte er aufgrund von Krankheit und Verletzung den guten Eindruck der ersten Wochen in der Rückrunde nicht bestätigen. Seinen Vertrag nun zu verlängern und ihn in die zweite Liga zu verleihen ist angesichts der großen Konkurrenzsituation in unserem Kader der logische nächste Schritt für ihn", wird Mönchengladbachs Head of Sport, Rouven Schröder, in einer Mitteilung der Borussia zitiert.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Der damalige OFC-Geschäftsführer Christian Hock hatte Mitte September in einem Gespräch zu unserer Redaktion gesagt: "Er hat viele Fähigkeiten, um ein Spieler der Bundesliga oder 2. Bundesliga zu werden. Er hat den Charakter, sich da durchzubeißen, ist ein klarer Junge, der sich das alles erarbeitet hat. Er muss diese Chance nutzen, genauso wie er sie bei uns genutzt hat."
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an