
FC Amberg, SpVgg SV Weiden und DJK Ammerthal: Benjamin Burger hat in seiner Spielerlaufbahn für mehrere Traditionsklubs der Oberpfalz gespielt. Von der Bayernliga über die damalige Bezirksoberliga bis hinunter zur A-Klasse – Burger hat nahezu alle Amateurklassen gesehen. Mit Amberg und Ammerthal feierte er Aufstiege in die Bayernliga. Seit sieben Jahren läuft der verlässliche Mittelfeldspieler wieder für die Amberger auf, mit denen er zuletzt die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord errang. Wenn es „brannte“, rückte er beim FCA auch mal interimsmäßig ins Trainerteam. Auf und neben dem Platz war er immer da, wenn Verantwortung gefragt war. Unter anderem 144 Einsätze in der Bayernliga, 109 in der Landesliga und 65 in der Bezirksliga stehen in seiner vollgepackten Vita. Jetzt ist Schluss. Mit 34 Jahren hängt Burger am Ende dieser Saison seine Fußballschuhe an den Nagel.
Die längste Zeit seiner Karriere im Herrenbereich, insgesamt elf Jahre, verbrachte Benjamin Burger am Amberger Schanzl. „Liebe FC’ler, ich möchte mich bei allen bedanken, die ich über die vergangenen Jahre begleiten durfte – bei Fans, Trainern, Mitspielern, Verantwortlichen und Unterstützern. Der Fußball und das Vereinsleben waren für mich immer mehr als nur ein Hobby. Der FC Amberg ist mein Heimatverein und ich durfte hier viele besondere Menschen kennenlernen. Der Schritt aufzuhören fällt nicht leicht. Aber für mich steht vor allem die Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Kids an erster Stelle. Gleichzeitig war es mir wichtig, den richtigen Moment zu finden. Mit der sehr positiven Entwicklung im Verein, einem eingespielten Trainerteam, einer gefestigten Mannschaft und vielversprechenden Neuzugängen ist dieser Zeitpunkt für mich jetzt gekommen – auch wenn sich das bei so viel Verbundenheit nie ganz richtig anfühlt. Ich freue mich auf ein Wiedersehen – vielleicht nicht mehr auf dem Platz, aber bestimmt in anderer Funktion“, mit diesen Worten verabschiedet sich Burger in den sozialen Medien vom FC Amberg.
Die Verantwortlichen des FCA können nicht genug Hüte vor dem Routinier ziehen: „Dass Ben aufhört, ist für mich schwer. Er hat unseren Verein über Jahre geprägt – als Spieler, als Führungsspieler und vor allem als Mensch. Er hat immer wieder wichtige Rollen übernommen und den FC Amberg mit vollem Einsatz unterstützt. Solche Typen sind für einen Verein enorm wertvoll. Ben ist für mich ein echtes Gesicht des FCA und auch eine Legende dieses Vereins. Er hat sich einen würdigen Abschied absolut verdient. Ich wünsche ihm von Herzen nur das Beste und hoffe, dass wir ihn irgendwann wieder bei uns sehen – in welcher Funktion auch immer“, so der sportliche Leiter Roman Reinhardt.