
Am heutigen Freitag kommt es zum Lokalduell zwischen dem FC Neufahrn und dem TSV Eching. Auch die Ex-Ingolstädterin Lucie Spielmann ist wieder mit von der Partie.
Sie sind Nachbarn, die sich gut kennen und trotzdem noch nicht oft begegnet sind. Der TSV Eching und der FC Neufahrn spielten über Jahrzehnte höherklassig, aber eben in unterschiedlichen Ligen. Es gab nur ganz wenige direkte Aufeinandertreffen – und die gingen meist an den Außenseiter Neufahrn. Diesen Freitag (19.30 Uhr) empfängt der FCN auf seinem Sportgelände den TSV Eching zum Kreisklassen-Südkracher.
Dann blicken wir mal zurück: Verbrieft und überliefert sind zwei Spiele aus der Bezirksliga-Saison 2007/08. Da gewannen die Neufahrner 3:2 in Eching, verloren dann aber das Rückspiel 0:1. Und dann wird es neblig. Viele Jahrzehnte davor soll es mal ein Pflichtspiel gegeben haben, das ebenfalls Neufahrn gewann (4:3). Und dann ist da noch das Pokalduell um die Jahrtausendwende herum, das sogar personelle Folgen hatte: Weil die Zebras im Cup gegen den FCN ausschieden, musste der damalige Echinger Trainer Max Springer gehen.
Nun treffen sich die beiden Vereine in der Kreisklasse auf einer ganze anderen Ebene. Aber eben auch auf Augenhöhe. Den Fünften Eching und den Elften Neufahrn trennen gerade einmal zwei Punkte. Der neue FCN-Trainer Maximilian Peschek ist ein Freisinger, aber er spürte das Derby-Flair unter der Woche: „Man merkt schon ganz deutlich, dass dies ein besonderes Spiel ist.“
Die Neufahrner haben zuletzt bei den Niederlagen gegen Marzling und in Vötting in ziemlich unnötiger Weise Punkte liegengelassen. „Uns fehlt leider der Killerinstinkt“, sagt Peschek. Man belohne sich nicht mit Toren für ansonsten ordentliche Leistungen – was ein Stück weit auch erklärbar ist. Denn: Die Stürmer Kevin Ogbebor (Kreuzbandriss) und Daniel Mößner (Bänderriss) fallen langfristig aus.
Immerhin bot sich so eine Chance für den aus Mintraching gekommenen Angreifer Hasan Sümer, der bei sieben Einsätzen auf drei Treffer kommt. Peschek ist mit seiner Entwicklung zufrieden. Bester Torschütze ist aber trotzdem ein anderer: Alexandru Dubinschi (acht Spiele, acht Tore), der auf der Außenbahn spielt.
Maximilian Peschek hat in Neufahrn schon in einigen Bereichen seine Trainer-Handschrift hinterlassen. So setzte er Lucie Spielmann nach vorne – von der Sechs auf die Zehn. In der offensiven Zentrale kommen, da ist der Coach überzeugt, ihre technischen und taktischen Fähigkeiten noch mehr zum Tragen. In Uttenhofen fehlte auch nicht viel zu Spielmanns erstem Kreisklassen-Tor. Aber wer weiß: Vielleicht hat sie sich das ja für das Lokalderby gegen den TSV Eching aufgespart.