2026-04-16T10:11:10.190Z

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Europa-Abenteuer von Mainz 05 fordert TSG Bretzenheim heraus

Die TSG Bretzenheim kämpft in der Verbandsliga gegen den Abstieg +++ Warum das Mainz-05-Spiel in Straßburg da zum Problem wurde, wieso die TuS Marienborn im Aufschwung ist

von Torben Schröder · Heute, 16:30 Uhr · 0 Leser
Die TSG Bretzenheim (beim Schuss: Nick Zimmermann) will weitere Punkte gegen den Abstieg sammeln.
Die TSG Bretzenheim (beim Schuss: Nick Zimmermann) will weitere Punkte gegen den Abstieg sammeln. – Foto: Kristina Schäfer - Archiv

Mainz. Am vorletzten Spieltag der Verbandsliga Mitte Mai wird Ali Cakici sein letztes Heimspiel als Trainer der TuS Marienborn bestreiten – gegen die TSG Bretzenheim. Existenzkampf oder Freundschaftsspiel – welche Bedeutung wird das Derby haben?

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Die TuS kann gegen den FK Pirmasens II (Sonntag, 15.30 Uhr) den Ligaverbleib fast schon eintüten. Als Rückrunden-Vierter spielen die Marienborner so stark auf wie seit der Vizemeisterschaft 2022/23 nicht mehr. Sieben Punkte Vorsprung auf die Gefahrenzone, die beim FKP beginnt, sind der Lohn. „Wir können einen Riesen-Schritt machen“, sagt Abwehrchef Marc Beck.

Hinten sicher stehen und vorne auf die Chancen lauern, ist das Rezept. Wobei die TuS sich eine so breite Brust erarbeitet hat, dass sie mittlerweile auch in der gegnerischen Hälfte ballsicher die Gegner bespielt. „Die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch“, freut sich Beck, „wir haben im Moment keine Verletzten, können starke Spieler einwechseln, sind fit.“ Den Ligaverbleib fix machen und dann die ausstehenden Spiele, darunter gegen Spitzenreiter Mechtersheim oder bei Basara Mainz, zu genießen, ist die Idealvorstellung.

Verschobenes Training wegen Mainzer Europa-Reise

Ungleich brenzliger ist die Lage für die TSG, die Samstag (14 Uhr) bei Alemannia Waldalgesheim ihren Platz knapp über dem Strich verteidigen will. Bis zum Saisonfinale gegen Tabellennachbar Steinwenden könnte die Zitterpartie dauern. Und das unter erschwerten Bedingungen. Erneut wurde das Donnerstagstraining gestrichen, weil zu viele 46er die Europapokal-Reise von Mainz 05 aktiv verfolgen. Stattdessen ging es tags zuvor nach Laubenheim.

„Wir haben uns für die 05er gefreut, aber es birgt organisatorische Herausforderungen für den Amateurfußball“, spricht TSG-Trainer Timo Schmidt so manchem Kollegen aus der Seele. Auch die Personalplanung bietet Komplikationen. Die Abgänge erfahrener Kräfte wie Serdal Günes, Lukas Fischer (beide Basara) oder Nick Zimmermann (Klein-Winternheim) schmerzen, genauso wie der Kreuzbandriss von Florian Maaß. Und auf dem heiß gelaufenen Transfermarkt ist mit der Bretzenheimer Null-Euro-Politik Glück und Geschick gefragt. Immerhin: „Die Jungs sind total locker, haben Spaß“, sieht Schmidt keine Klassenkampf-Verkrampfung. „Diese Mischung half uns in den letzten Jahren auch sehr.“