2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

Etzenricht und Weiherhammer sehen Kreisliga-Relegation

Am Sonntag setzt sich die Runde 1 des Kampfes um die Plätze in der höchsten Liga des Kreises mit zwei nacheinander angesetzten Matches fort

von Werner Schaupert · Heute, 11:15 Uhr · 0 Leser
Nach einer zuletzt stark nach oben zeigenden Leistungskurve geht der SC Eschenbach (in Grau) selbstbewusst ins Relegationsspiel gegen die Bezirksliga-Reserve aus Hahnbach.
Nach einer zuletzt stark nach oben zeigenden Leistungskurve geht der SC Eschenbach (in Grau) selbstbewusst ins Relegationsspiel gegen die Bezirksliga-Reserve aus Hahnbach. – Foto: Rainer Rosenau

Nur etwa acht Kilometer liegen zwischen den beiden Sportplätzen des SV Etzenricht und der TSG Weiherhammer, wo am morgigen Sonntag Spiel 2 und 3 der Kreisliga-Relegation im Kreis Amberg/Weiden stattfinden werden – zeitlich so angesetzt, dass der Anhänger von Entscheidungsspielen also beiden Matches beiwohnen kann. Um 15 Uhr kreuzen zunächst auf dem Siegfried-Merkel-Platz des Landesligisten SVE der ASV Haselmühl (13. der Kreisliga Süd) und der TSV Pleystein (2. der Kreisklasse Ost) die Klingen. Um 17.45 Uhr wird auf dem Spielfeld an der Hauptstraße in Weiherhammer die Partie SC Eschenbach (13. der Kreisliga Nord) gegen den SV Hahnbach II (bester Dritter der Kreisklassen aus der Weststaffel) angepfiffen. Die beiden Sieger kommen eine Runde weiter, die Verlierer bleiben Kreisklassist oder steigen dorthin ab.


Bis zum letzten Spieltag musste der ASV Haselmühl in einer nervenaufreibenden Endphase der Saison zittern, um den Direktabstieg zu verhindern. Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen war man vor dem letzten Spieltag auf Rang 14 zurückgefallen, die Schlinge schien sich unweigerlich zuzuziehen. Doch eine Köferinger Heimniederlage und ein eigener Punktgewinn beim Auswärtsspiel in Luhe-Wildenau sorgte dafür, dass zumindest noch der Relegationsplatz gesichert werden konnte. Wenig erbauliche Leistungen in der „Crunchtime“ der Spielzeit, hinzu kamen personelle Probleme, die nun auch die Vorbereitung auf das Relegationsspiel erschweren. Im Duell mit dem Kreisklassen-Vizemeister wird nun vor allem die Defensive gefordert sein, es wird wichtig werden, die Schlüsselspieler des TSV Pleystein in den Griff zu bekommen. Zudem muss der ASV unbedingt die in den Punktspielen der Kreisliga immer wieder vorkommenden leichten Fehler minimieren, denn die haben ihm mehrfach Punkte gekostet. Dass mit den sich in prächtiger Form befindlichen Rosenquarzstädtern aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab einiges auf die Mannen um Kapitän Michael Dotzler zukommt, weiß ein jeder im ASV-Trikot. Nur mit Vollgas wird man dagegenhalten und verhindern können, die Kreisliga nicht nach elf Jahren verlassen zu müssen.

ASV-Coach Dominik Schuster: „Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Die Jungs sind heiß, fokussiert und wollen sich am Ende dieser schwierigen Saison trotzdem nochmal belohnen. Entscheidend wird sein, dass wir kompakt stehen und unsere Chancen eiskalt nutzen. Wir sind bereit und freuen uns auf das Spiel.“

Selbstbewusst reisen die Männer vom Kreuzberg zum Relegations-Match, hat sich die Überraschungsmannschaft der Kreisklasse Ost doch mit einem beeindruckenden Saisonendspurt und fünf Siegen in Folge am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft vor der Konkurrenz aus Irchenrieth und Waldau sichern können. Auch wenn sich die positive Entwicklung nach der Winterpause abzeichnete, dass es am Ende gar in die Aufstiegsspiele gehen könnte, kam dennoch in gewisser Weise überraschend. Nun, die Chance, nach über zehn Jahren wieder einmal in der höchsten Liga des Kreises spielen zu können (in der Saison 2014/15 gehörte man der Kreisliga für eine Spielzeit an), möchte man natürlich beim Schopf packen. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Rele-Match bei Mannschaft, Verein und Fans. Die Kreuzbergelf wird wie immer alles, was sie im Tank hat, auf den Platz bringen, um den ersten Schritt zu tun, nach langer Zeit wieder einmal eine Etage höher antreten zu können.

TSV-Chefanweiser Alexanders Schön: „Wir haben eine sehr gute Saison gespielt, dass wir in die Relegation gehen, ist schon der Wahnsinn für uns. Ich bin mit meiner Mannschaft mehr als zufrieden und auch ein wenig stolz. Die Relegation ist für uns nun ein Bonus, den wir natürlich mit dem nötigen Ernst, aber auch mit Spaß angehen wollen. Wir haben diese Woche sehr gut trainiert und uns konzentriert auf Haselmühl vorbereitet. Dass das Spiel extrem schwer wird und auch kampfbetont, ist klar, denn wir haben ja einen Gegner aus der Kreisliga vor der Brust. Aber mit der Einstellung der letzten Wochen wollen wir ein gutes Spiel machen und dann werden wir sehen, was rauskommt. Verein und unsere Zuschauer freuen sich auf dieses Spiel, weil in einer Aufstiegsrelegation haben wir noch nicht gespielt. Was zudem schön ist, dass wir in Etzenricht auf einer sehr schönen Anlage mit einem schönen Fußballplatz spielen. Wir brennen auf das Spiel und werden wie immer alles geben!“




Nach drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage in den finalen fünf Partien der zu Ende gegangen Spielzeit schnupperte der SCE nach einer schwierigen Saison sogar an der direkten Rettung. Grundtugenden wie Wille oder Einstellung waren wieder da, letztlich sollte ein Unentschieden in der heimischen Rogers Arena gegen den Meister aus Auerbach aber nicht mehr reichen, um in letzter Sekunde noch ans rettende Ufer zu gelangen. Die letzten Erfolgserlebnisse haben allerdings die Brust der Männer um Kapitän Julius Richter breiter werden lassen, ein jeder weiß, um was es geht in den Entscheidungsspielen und wie wichtig es wäre, dass man in der Liga bleibt.

SCE-Spielertrainer Benny Scheidler: „Im Relegationsspiel gegen den SV Hahnbach II geht es um alles, ein echtes Do-or-Die-Spiel! Wir sind gut auf den Gegner eingestellt, wollen aber trotzdem mutig auftreten und unser Spiel durchziehen. Die Jungs sollen mit Spaß und Freude auf den Platz gehen, denn genau das hat uns in den letzten Wochen stark gemacht. Hahnbach II ist eine sehr gefährliche und spielstarke Mannschaft, das wissen wir. Aber auch wir haben in den vergangenen Wochen viel Selbstbewusstsein getankt und gehen mit voller Überzeugung in dieses Spiel. Am Ende wird die Tagesform den Ausschlag geben und wir sind bereit, alles reinzuwerfen, um das Spiel für uns zu entscheiden.“

In der Kreisklasse West lieferte sich der SVH II mit Kemnath ein spannendes Duell um Platz 3 (am Ende entschied der direkte Vergleich zugunsten der Gelb-Schwarzen), zudem ging der Blick wegen einer möglichen Teilnahme an der Relegation immer auch auf die beiden anderen Kreisklassen-Dritten. Und die patzten in der Endphase, was dem SVH II schließlich schon am vorletzten Spieltag tatsächlich die Möglichkeit eröffnete, doch noch den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga zu schaffen. Nachdem Spielertrainer Christian Gäck nach Abschluss der Relegation seine Tätigkeit beendet und auch Co-Trainer Andreas Lindner, sowie drei Spieler ebenfalls ausscheiden, könnte die Teilnahme an den Entscheidungsspielen für die Genannten kein besserer Abschluss sein. Ein Wiederaufstieg wäre natürlich das passende Abschiedsgeschenk für alle. Dass Christian Gäck den Gegner aus gemeinsamen Zeiten in der Kreisklasse gut kennt, dürfte dabei kein Nachteil sein.

SVH-Spielercoach Christian Gäck: „Wir freuen uns natürlich riesig auf das Relespiel und wissen, was uns erwartet. Die Jungs haben in den letzten Wochen hart gearbeitet und sich diese Chance verdient. Eschenbach wird uns sicherlich alles abverlangen, aber wir fahren mit voller Überzeugung nach Weiherhammer. Entscheidend wird sein, dass wir als Team auftreten, kämpferisch dagegenhalten und unsere Chancen konsequent nutzen.“