Nicht in die Knie gegangen ist Spitzenreiter Grün-Weiß Gröbenzell gegen engagiert auftretende Ethnikos-Kicker. Eine gute Partie lieferte auch Schiedsrichter Niklas Hampel (l.) aus Mammendorf ab.
Nicht in die Knie gegangen ist Spitzenreiter Grün-Weiß Gröbenzell gegen engagiert auftretende Ethnikos-Kicker. Eine gute Partie lieferte auch Schiedsrichter Niklas Hampel (l.) aus Mammendorf ab. – Foto: Peter Weber

Grün-Weiß Gröbenzell: Mühsam die weiße Weste behalten - Fünfter Sieg zum Start

Ethnikos fordert Spitzenreiter Grün-Weiß, kann ihn aber nicht bremsen

Auch Ethnikos Puchheim konnte B-Klassenspitzenreiter Grün-Weiß Gröbenzell nicht stürzen. Die Grün-Weißen feierten den fünften Erfolg im fünften Spiel.

Puchheim – Fast ein Dutzend Urlauber hatte Ethnikos-Spielertrainer Christian Muth auf seiner Liste stehen, „Kein Grund zu Jammern, ich habe einen großen Kader.“ Und schon gar kein Grund, von vornherein gegen Spitzenreiter Grün-Weiß-Gröbenzell klein beizugeben. Der durchaus mutige Auftritt der Puchheimer Gastgeber wurde aber nicht belohnt.

Et. Puchheim
0:1
GWGröbenzell

Denn der Treffer von Stefan Leitenstorfer, bereits in der 17. Minute dank gutem Durchsetzungsvermögen erzielt, brachte den Gröbenzellern den fünften Sieg im fünften Spiel ein. Zudem behielt auch Grün-Weiß-Keeper Benedikt Stumpe seine weiße Weste. „Das ist doch eine Ansage“, freute sich Gröbenzells Trainer Florian König über die rein sportliche Bilanz.

Grün-Weiß Gröbenzell: Fünfter SIeg im fünften Spiel trotz nicht perfekter Leistung

In den Alles-ist-gut-Modus wollte König aber trotzdem nicht schalten. „Prickelnd und souverän war’s nicht“, sagte er. Aber selbst bei einem Spitzenreiter müsse nicht immer alles Glanz und Gloria sein. König deutete an, dass er den eher holprigen Verlauf geahnt habe. „Jeder Fußballer kann in Versuchung geraten, durch eine Siegesserie leichtsinnig zu werden. „Wir hätten höher gewinnen können“, monierte König angesichts einiger hochkarätiger Chancen. „Wenn’s knapp ist, hat man halt immer die Sorge, dass einer reinrutscht.“ Das hätte man sich durchaus ersparen können.

Genau deshalb hatte König seiner Mannschaft angesichts der Anstoßzeit von 12 Uhr mittags ein FrühaufsteherProgramm verordnet. Statt eine Stunde vor der Partie trafen sich die Grün-Weißen bereits 90 Minuten vorher. „So kann jeder ein bisschen seine Erlebnisse vom Samstag bequatschen und hat dann den Kopf für das Spiel frei“, erklärte König, warum er aus der üblichen Routine ausgebrochen war. Das schärfe die Konzentration. Als Trainer müsse man ein Gespür dafür bekommen, wann so etwas notwendig sei. „Eine Garantie, dass das klappt, hast Du aber trotzdem nicht“, fügte König noch an.

Ethnikos Puchheim: Probleme bei der Chancenvwertung

Vor allem dann nicht, wenn sich der Gegner von seiner eigenen, bisher bescheidenen Bilanz, nicht unterkriegen lässt. Nur ein Unentschieden aus vier Begegnungen hatte Ethnikos Puchheim bisher auf seine Habenseite bekommen.

Der Verlauf der 90 Minuten zeigte warum. Phasenweise hatten die Gastgeber zwar sogar ein Plus an Spielanteilen. Auch die Kombinationen ließen sich gut an. Nur mit der letzten Entschlossenheit zur Verwertung haperte es umso mehr je näher es dem gegnerischen Tor ging. Was Spielertrainer Muth so kommentierte: „Wir hatten da schon eine gute Dominanz. Wir haben uns dafür leider nicht belohnt.“ Dennoch sah Muth seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Spielerisch war das auf jeden Fall ein sehr guter Schritt nach vorne. So können wir weitermachen.“

Auch an der Zielsetzung will Muth festhalten, „Wir wollen schon eher vorne mitspielen.“ Natürlich sei das umso realistischer, je mehr und je schneller Urlauber wieder ins Team zurückkehren würden.

Aufrufe: 023.8.2021, 15:25 Uhr
Hans KürzlAutor