Der 1. FC Bocholt hat den Aufstieg fest im Blick.
Der 1. FC Bocholt hat den Aufstieg fest im Blick. – Foto: Marian Ograjensek

Der 1. FC Bocholt auf dem Weg zum großen Ziel

Der Oberligist will am Sonntag, 15.30 Uhr, einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg machen. Coach Jan Winking setzt auf „viel Training, viel Video“. Allerdings wird ein wichtiger Spieler der „Schwatten“ ausfallen.

In den vergangenen Wochen schien es, als könne der Oberligist 1. FC Bocholt auf dem Weg in die Regionalliga kaum mehr aufgehalten werden. Zu stark trat das Team von Trainer Jan Winking gegen die Sportfreunde Baumberg und die Spielvereinigung Essen-Schonnebeck auf. Nun wartet eine weitere Hürde auf den Tabellenführer. Am Sonntag, 15.30 Uhr, empfängt der 1. FC Bocholt vor heimischem Publikum den ETB Schwarz-Weiß Essen, der auf Tabellenplatz zehn steht.

FC Bocholt
3:1
ETB SW Essen
„Wir setzen auf dem Weg zum großen Ziel weiterhin auf viel Training, viel Video. Wir werden auf keinen Fall den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen, auch wenn sie sich bislang in der Aufstiegsrunde etwas schwertun“, so Coach Winking. Tatsächlich haben die Essener in der Aufstiegsrunde erst zwei Zähler geholt, ein Sieg gelang dem Team von Trainer Suat Tokat noch gar nicht. In der vergangenen Woche hatte ETB Schwarz-Weiß Essen 2:3 gegen die Spielvereinigung Essen-Schonnebeck verloren. Die Favoritenrolle liegt also ohne jede Zweifel beim 1. FC Bocholt, und das weiß Cheftrainer Jan Winking.

„Im besten Fall wollen wir 90 Minuten dominieren, unser Spiel durchziehen und dann den Sieg auch mitnehmen. Ich erkenne kein Anzeichen, dass meine Jungs irgendwie nachlassen oder weniger konzentriert sind. Wir wissen um die Qualität des Gegners, aber auch um unsere“, so der Coach. Der Vorsprung vor dem VfB Hilden sowie vor der Sport- und Spielvereinigung Velbert beträgt aktuell vier Zähler, allerdings hat zumindest die SSVg. Velbert auch noch eine Partie weniger absolviert.

Allerdings müssen die Bocholter am Wochenende auf einen extrem wichtigen Akteur verzichten: Mittelfeldspieler Marvin Lorch fällt verletzt aus, der in den vergangenen beiden Partien jeweils ein Mal getroffen hat. „Das ist für uns ein ganz bitterer, ärgerlicher Ausfall. Marvin Lorch lieferte zuletzt alle Laufwege, die du als Trainer bei einem Außenstürmer sehen willst. Außerdem war er vor dem gegnerischen Tor sehr gefährlich. Aber wir haben auf der Position immer noch gute Alternativen“, sagt der 26-Jährige. Alexander Lipinski kann genauso auf den Flügeln agieren wie etwa Takumi Yanagisawa, und zwar beide auf hohem Oberliga-Niveau.

Sechstes Heimspiel der Bocholter

Der 1. FC Bocholt absolviert am Sonntagnachmittag übrigens bereits das sechste Heimspiel in der Aufstiegsrunde. Dem stand bislang erst eine Auswärtspartie beim 1. FC Kleve gegenüber, zudem werden die Westmünsterländer in den kommenden Wochen noch beim 1. FC Monheim sowie bei der SSVg. Velbert gefordert sein. Ob die vielen Partien vor heimischem Publikum ein Vorteil sind?

„Jetzt ist das sicherlich ein wichtiger Faktor. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir in der Hinserie dafür sehr viele Auswärtsspiele bei starken Mannschaften gehabt haben, weshalb wir da auch den ein oder anderen Punkt haben liegengelassen. Die Zuschauer geben uns eine Menge“, so Bocholts Trainer Winking. Ganz anders ist die Lage bei der starken Konkurrenz aus Velbert: Die Blau-Weißen mussten zuletzt häufig in der Fremde antreten – und strauchelten gleich mehrfach.

Aufrufe: 014.5.2022, 12:45 Uhr
Maarten OversteegenAutor