Lucky Punch in hitzigem Spiel

Teutonia M.
0:1
ESV München

Im zweiten Spiel im Ligapokal kam es zu einem erneuten Duell mit dem FC Teutonia, die man bereits aus der Vorbereitung kannte. Beide Trainer pflegen ein freundschaftliches Verhältnis, aber davon war auf dem Platz heute nicht viel zu sehen.

Die Eisenbahner hatten zu Beginn kaum Aktionen, da die Hausherren gut pressten. In der Defensive stand man jedoch sehr sicher. Vor allem Rossmanith und Reitberger machten ihren Gegenspielern das Leben schwer. Der ESV kam nur vereinzelt über lange Bälle nach vorne. Hierdurch ergab sich die einzig nennenswerte Großchance durch Fessler, der nach einem abgefangenen Ball schnell freigespielt wurde, dann aber frei vor dem Torwart verzog.
Die Partie hatte schon von Beginn an Temperament. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, was man in fast jedem Zweikampf merkte, wobei es nicht krass unfair zuging. Der Schiedsrichter wollte dennoch früh eingreifen und verwarnte Koch bereits bei seinem ersten Zweikampf, als er den agilen Jakob stoppte. Teutonia dezimierte sich durch übermotiviertes Einsteigen selber, da der zuvor gefoulte Jakob nach Meckern und einem gelb würdigen Foul bereits nach einer guten halben Stunde mit der Ampelkarte vom Platz musste. Dzheferov musste nach vielen robusten Zweikämpfen zur Pause verletzt ausgewechselt werden. Leo Diedl kam so zu seinem ersten Einsatz nach längerer Pause.

In der Folge ergaben sich für die nun in Überzahl spielenden Gäste aber keine klaren Feldvorteile. Das Offensivspiel stockte und man kam auf dem großen Platz in der Umschaltbewegung kaum hinterher. Die Heimmannschaft verlor in Unterzahl ein wenig ihre attraktive Spielidee aus den Augen und war in der zweiten Halbzeit meist durch lange Bälle gefährlich.

Das erlösende Tor für den ESV entstand dann nach einer Standardsituation. Einen langen Einwurf von Reitberger verlängerte der aufgerückte Fabian Heck und der als Mittelstürmer eingewechselte Jacob Rietberg kam vor dem Keeper mit dem Kopf an den Ball und erzielte so in der 69. Minute seinen zweiten Treffer im zweiten Ligapokalspiel - was für eine Quote. Nach einem langen Ball hatten die Teutonen durch den starken Grob noch die Chance zum Ausgleich, aber Tim Kromberg im Kasten der Eisenbahner verhinderte mit einer starken Fußabwehr Schlimmeres.

Die Schlussphase wurde hitzig. Brugger holte seinen Gegenspieler in der 79. Minute unschön von den Beinen und unterband so einen Konter. Hodzic trat drei Minuten später beherzt im Mittelfeld zu und wurde ebenfalls verwant. Den unschönen Höhepunkt bildete eine Rudelbildung unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Der zur letzten Ecke aufgerückte Kapitän der Teutonen hatte seinem Gegenspieler unschön ins Gesicht gepackt, was vom Schiedsrichter nicht bemerkt wurde. So endete das Spiel leider unnötig giftig, was beide Mannschaften überhaupt nicht nötig haben.

Der ESV brachte letztlich den glücklichen Sieg über die Zeit, was vor allem der guten Defensivleistung zu verdanken war. Drei Pflichtspielsiege in Folge hatte es zudem lange nicht gegeben. Hoffentlich kann man den guten Lauf in der Liga am kommenden Sonntag gegen TSV Solln fortsetzen.

Autor: dk

Aufrufe: 04.1.2021, 19:19 Uhr
Jacob RietbergAutor

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