Rapid stark, Lok ohne Dampf!

Lok Zwickau
0:3
BSC Rapid

Die Zwickauer traten am Sonntagnachmittag auf wie nette Partygäste, die den Rapidler ein unvergessliches und unbeschwertes Auswärtsfest ermöglichen wollten. Rapid knackte schon in der Anfangsphase eine abwartende Lok-Elf über beide Abwehrseiten. Frederik Hahn, Belmin Mesan oder auch Nick Röthling waren permanente Unruhestifter im gegnerischen Strafraum. Schon nach drei Minuten hätte der Schiedsrichter eigentlich schon auf den Punkt zeigen können, ein klares Handspiel der Gastgeber im eigenen Strafraum hatte er jedoch übersehen.

Dann die 12.Spielminute. Steve Grube tritt aus dem linken Mittelfeld heraus einen Freistoß auf die im Strafraum lauernden Kappler Spieler. Der Ball fliegt in Richtung kurzer Pfosten und Belmin Mesan macht eine Vorwärtsbewegenung am 5-Meter-Raum, sodass Lok-Keeper Kirchberger völlig irritiert davon den Ball gewähren ließ. Von allen Spielern unberührt landete der von Grube getretene Freistoß folglich im Netz der Zwickauer – 0:1.

Rapid spielte in der Folge wie aus einem Guss, vergab nach der schnellen Führung durch Grube sogar noch weitere Chancen. Zwickau war gedanklich zu langsam, hatte im Zentrum nichts, das Rapid`s Kombinationsfluss hätte stoppen können. Im Spiel gegen Zwickau war Gabor Vass wieder von Beginn an mit dabei und er machte nicht nur ein tolles Spiel, sondern in der 29.Spielminute auch ein tolles Tor. Aus 25 Metern in zentraler Position haute er den Ball einfach mal so ins rechte obere Dreiangel und erhöhte somit für seine Kappler zum 2:0. Bis zur Pause gab es keine weiteren Treffer, jedoch summierten sich die ungenutzten Kappler Tormöglichkeiten.

Im Ton freundlich, aber mit kritischen Worten nahm Lok-Trainer Sven Döhler in der Halbzeitpause seine Kicker ins Gebet. Rapid-Trainer Florian Butter hingegen hatte an der Spielweise seines Teams nichts auszusetzen, denn diese war am Sonntagnachmittag wirklich beeindruckend. Lediglich die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

Die Chemnitzer machten mit Beginn der 2.Halbzeit da weiter, wo sie nach 45 Minuten aufgehört hatten, nämlich mit Offensivfussball. In der 47.Spielminute ist Dominik Ney im Zwickauer Strafraum unterwegs und wird unsanft von den Beinen geholt, was zum fälligen Strafstoß führte. Nach einer fast fünfminütigen Unterbrechung nahm sich Nick Röthling den Ball und setzte ihn unten links flach in die Maschen – 0:3.

Aus Kappler Sicht war das Spiel gelaufen. Rapid-Trainer Butter nahm kurze Zeit später Grube und Ronny Weigel vom Feld und ersetzte diese durch Johannes Hopfe und Max Löbner, die sich nahtlos ins gute Spiel der Gäste einfügten. Bis zum Spielende passierte nichts mehr Zählbares, zwei Chemnitzer Pfosten- und Lattentreffer sollten jedoch an dieser Stelle noch Erwähnung finden.

Fazit: Ein hochverdienter Kappler Auswärtssieg!

Aufrufe: 026.10.2021, 20:14 Uhr
Carsten MolchAutor