RWE-Fans zündelten im zweiten Durchgang.
RWE-Fans zündelten im zweiten Durchgang. – Foto: Marcel Eichholz

Essen schafft Comeback: MSV verspielt Derbysieg in vier Minuten

3. Liga: Das Derby zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen endet 2:2 (1:0).

Groß war die Vorfreude auf das Derby zwischen dem MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen. 15 Jahre mussten sich die Anhänger beider Vereine auf ein Wiedersehen in der Liga gedulden. Letztlich wurden Spiel und Atmosphäre den hohen Erwartungen gerecht. Einen Sieger gab es aber nicht. Am 2. Spieltag der 3. Liga trennten sich beide Mannschaften 2:2-Unentschieden.

MSV Duisburg
2:2
RW Essen


Mit einem Blitzstart gingen die Zebras bereits nach sieben Minuten in Führung. Nach einer Ecke stieg Marvin Bakalorz im Strafraum in die Höhe und nickte mit einem wuchtigen Kopfball zur 1:0-Führung ein. Wie schon am ersten Spieltag lag Essen erneut früh in Rückstand und hatte in der Folge mit selbigem zu kämpfen. So richtig in die Partie kamen die Gäste in der Anfangsphase nicht. Erst durch eine Einzelaktion von Kapitän Daniel Heber, der es aus der zweiten Reihe probierte und prompt den Querbalken einer Belastungsprobe unterzog, kamen die Essener zur ersten Torchance (17.).

Hektisch wurde es nur drei Zeigerumdrehungen später. Alaa Bakir lief direkt auf Jakob Golz im RWE-Tor zu, als er kurz vor der Strafraumkante gestoppt wurde. Bakir plädierte auf Freistoß, doch Schiedsrichter Patrick Ittrich war da anderer Meinung. Wiederum nur wenige Minuten später schickte Joshua Bitter Flügelflitzer Marvin Ajani in die Tiefe, doch so schnell war selbst Ajani nicht (24.). Kurz vor der Pause verpassten die Zebras das möglicherweise vorentscheidende 2:0. Marvin Senger konnte aus kürzester Distanz das Spielgerät nicht über die Linie drücken (41.). Auf der Gegenseite vergab Lawrence Ennali die Großchance zum Ausgleich. Frei stürmte er auf Vincent Müller zu, doch mit großen Schritten konnte Marlon Frey aufschließen und den Abschluss verhindern (44.).


Engelmann lässt RWE hoffen, Ennali jubeln


Den zweiten Durchgang leiteten die Gästefans mit einer großen Pyro-Show ein. Zahlreiche bengalische Fackeln erleuchteten den Block. Motiviert hat das vor allem die Duisburger Spieler, denn es war Moritz Stoppelkamp der den nächsten Angriff anführte. Seinen Gegenspieler ließ er einfach stehen und zirkelte das Spielgerät gefühlvoll in den Winkel. Golz konnte nur staunend hinterherschauen (52.). Das war ein Schlag, den die Rot-Weissen erst einmal verdauen mussten, während das Stadion einem Tollhaus glich.

In der Folge war Essen gezwungen, mehr in der Offensive zu versuchen, doch gegen eine gut sortierte MSV-Defensive fanden sie zunächst kein Durchkommen. Dann aber betrat Simon Engelmann den Platz, der die Essener in der vergangenen Saison in die 3. Liga schoss. Acht Minuten dauerte sein Arbeitstag, als er aus rund 18 Metern eiskalt vollstreckte und die Gäste wieder heranbrachte (67.). Kurz darauf war es dann passiert: ein erneuter Essener Angriff wurde unglücklich vor die Füße von Ennali abgefältscht, der sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen ließ (71.).


Offener Schlagabtausch im Finale


In die Schlussphase der Begegnung gingen beide Teams mit offenem Visier. Beide wollten den Sieg. Torsten Ziegner brachte mit Niklas Stierlin, Aziz Bouhaddouz und Caspar Jander frischen Wind, Christoph Dabrowksi wechselte Oguzhan Kefkir ein. Zwingend wurde es aber nicht mehr. Ein Freistoß von Stoppelkamp verfehlte das Tor doch mehr als deutlich (82.). Vier Minuten betrug die offizielle Nachspielzeit, in der Ron Berlinski die große Chance für Essen aus kurzer Distanz vergab. Müller im MSV-Kasten zeigte einen unglaublichen Reflex.

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So spielten die Mannschaften

MSV Duisburg – Rot-Weiss Essen 2:2
MSV Duisburg: Vincent Müller, Marvin Ajani, Niklas Kölle, Sebastian Mai, Marvin Senger, Joshua Bitter (77. Caspar Jander), Marvin Bakalorz (75. Aziz Bouhaddouz), Alaa Bakir (75. Niclas Stierlin), Moritz Stoppelkamp (88. Gordon Wild), Marlon Frey, Chinedu Ekene - Trainer: Torsten Ziegner
Rot-Weiss Essen: Jakob Golz, Felix Herzenbruch (59. Moritz Römling), Sandro Plechaty (46. Meiko Sponsel), Felix Bastians, Daniel Heber, Niklas Tarnat (59. Simon Engelmann), Cedric Harenbrock (46. Thomas Eisfeld), Björn Rother, Lawrence Ennali (80. Oguzhan Kefkir), Isaiah Young, Ron Berlinski - Trainer: Christoph Dabrowski
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg) - Zuschauer: 28200
Tore: 1:0 Marvin Bakalorz (7.), 2:0 Moritz Stoppelkamp (52.), 2:1 Simon Engelmann (67.), 2:2 Lawrence Ennali (71.)

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Aufrufe: 05.8.2022, 20:52 Uhr
Marcel EichholzAutor