2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Eschelbronner Doppelpack für angeschlagene Dührener

Kreisklasse A Sinsheim +++ Das Sonntagspiel findet in Sinsheim auf Kunstrasen statt

von red. · Gestern, 14:00 Uhr · 0 Leser
Rico Unser wechselt im Sommer als Trainer von Dühren nach Weiler.
Rico Unser wechselt im Sommer als Trainer von Dühren nach Weiler. – Foto: Siegfried Lörz

Seit Sonntag steht der TSV Dühren auf dem letzten Tabellenplatz. "Wie schon in der Vorrunde schaffen wir es nicht, genügend Leute ins Training zu bekommen", sagt Rico Unser und hält fest, "das zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison." Beim zurückliegenden 1:4 gegen die SG Stebbach/Richen hat es für elf fitte Kicker gereicht, auf der Bank saßen vier Leute, die laut dem Spielertrainer, "eigentlich nie im Training sind."

Die Stimmung könnte fraglos besser sein. Der Coach setzt jedenfalls alle Hebel in Bewegung, damit er sich im Sommer nicht mit einem Abstieg nach dann sechs grundsätzlich sehr erfolgreichen Jahren aus Dühren verabschieden muss. Deshalb nimmt er kein Blatt vor den Mund und sagt: "Es kling schon hart, aber bei uns schaffen es einige nicht, ihren eigenen Charakter in der Gruppe unterzuordnen."

Mit anderthalb Jahrzehnten Erfahrung im Kreisfußball weiß der schussgewaltige Innenverteidiger, auf was es zu achten gilt, wenn man als Gemeinschaft Erfolg haben möchte. Zwei Landesliga-Aufstiege mit dem SV Rohrbach/S. sowie das Double aus Pokalsieg und B-Klassen-Meisterschaft mit dem TSV Dühren sind Nachweis genug.

Deshalb ist die Zuversicht nach wie vor da. "So schnell wie bei uns die Köpfe nach unten gehen, wie gerade gegen Stebbach/Richen (1:4-Niederlage) zu sehen war, kann es ebenso schnell in die andere Richtung gehen", weiß Unser und bekräftigt seine Hoffnung mit der Feststellung, "wir haben dafür richtig gute Kicker in unseren Reihen."

Die angespannte Personallage verspricht ebenfalls zeitnahe Besserung. Er selbst ist nach überstandener Krankheit wieder auf dem Feld einsatzbereit, zwei weitere Stammkräfte kommen hinzu. Dieser Zuwachs ist dringend nötig, schließlich wartet eine ungewohnt frühe Englische Woche auf den TSV und das mit einem Kuriosum. Die beiden kommenden Gegner heißen nämlich FC Eschelbronn. Am Sonntag steigt das turnusgemäße Rückrundenduell mit den Grün-Weißen und dafür weichen die Dührener auf den Kunstrasenplatz in Sinsheim (3er) aus.

"Ich glaube, dass uns das sogar eher entgegenkommt", so Unser. Ein vielleicht noch größerer Vorteil könnte sein, dass mit Paul Reischl Eschelbronns unbestritten bester Fußball rotgesperrt fehlen wird. Der Angreifer steht bei 15 Saisontoren, der zweitbeste FCler Luis Lintner hat zwölf Treffer weniger auf dem Konto. Am Mittwoch folgt dann die Nachholpartie in Eschelbronn, ehe eine intensive Woche mit dem Gastspiel beim TSV Zaisenhausen seinen Abschluss findet.

Währenddessen steht Unsers sportliche Zukunft fest. Der 33-Jährige coacht kommende Runde zusammen mit Alexander Martaler den FC Weiler und dann vermutlich in der Kreisliga. Zu seinem Abschied aus Dühren sagt Unser: "Der Zeitpunkt für eine beidseitige Veränderung nach dann sechs Jahren passt jetzt einfach und ist absolut in Ordnung so."