
Zum Abschluss der Saison wartet auf den WSV Wendschott und die SSV Vorsfelde II noch einmal ein besonderes Duell. Auch wenn tabellarisch nichts mehr auf dem Spiel steht, erwarten beide Trainer ein umkämpftes Nachbarschaftsduell. Während Wendschott vor heimischem Publikum einen positiven Schlusspunkt setzen möchte, will der Tabellenzweite seine starke Saison mit einem weiteren Erfolg abrunden.
Trotz der fehlenden tabellarischen Brisanz erwarten beide Trainer ein intensives Duell. Für Giuseppe Millemaci ist allein die Qualität des Gegners Grund genug, sich auf eine anspruchsvolle Aufgabe einzustellen. „SSV Vorsfelde, letztes Heimspiel, letztes Spiel der Saison. Ich denke, das wird ein sehr offenes Spiel. Mit Vorsfelde kommt in meinen Augen auch eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Ich bin gespannt, wie es bei denen jetzt abläuft, wo alles entschieden ist, ob sie die Leistung konstant halten.“
Die Ausgangslage spricht klar für die Gäste. Erst vor wenigen Tagen fegte die SSV Vorsfelde II den FC Schwülper mit 7:3 vom Platz. Der WSV Wendschott musste dagegen eine 1:3-Niederlage beim TSV Ehmen hinnehmen.
Auch das Hinspiel dürfte bei vielen Beteiligten noch präsent sein. Damals setzte sich die SSV Vorsfelde II deutlich mit 8:0 durch. Kolbig, Istock mit einem Doppelpack, Mokry, Ismail, Sahr und Weih trafen für die Gastgeber, hinzu kam ein Eigentor von Spano.
Doch genau deshalb warnt Patrick Klein davor, das Rückspiel mit den Ergebnissen der Vergangenheit zu vergleichen. „Es geht für beide Mannschaften um nichts mehr. Nichtsdestotrotz ist es doch irgendwie ein Derby. Wendschott ist ja anliegend an Vorsfelde, dementsprechend ist die Anbindung nicht so weit. Für uns sind es fünf Minuten Fahrt, also gleich um die Ecke.“
Der Trainer der Gäste rechnet mit einer hochmotivierten Heimelf. „Ich denke, beide Mannschaften werden hochmotiviert sein. Beide Mannschaften werden noch einmal alles versuchen und unbedingt das Spiel gewinnen. Man kennt sich untereinander. Ich gehe von einem Spiel aus, das nicht einfach wird.“
Vor allem die Entwicklung des WSV im Saisonverlauf imponiert dem Vorsfelder Coach. „Wendschott war für mich diese Saison eine absolute Wundertüte. In der Hinrunde habe ich eigentlich lange gedacht, die gehen sicher in die Kreisliga, so wie sie sich präsentiert haben. Sie haben sich dann aber doch irgendwie gefangen. Ich kann mich erinnern, dass das letzte Hinrundenspiel gegen Hankensbüttel einfach gewonnen wurde. Hankensbüttel muss man ja auch erst einmal schlagen. Dann haben sie eine relativ passable Rückrunde gespielt, meiner Meinung nach. Sie haben echt gute Ergebnisse geliefert und jetzt völlig verdient die Klasse gehalten. Glückwunsch erst einmal dazu.“
Daher erwartet Patrick Klein diesmal einen ganz anderen Gegner. „Dementsprechend glaube ich, dass wir auch auf eine komplett anders eingestellte Mannschaft treffen als noch in der Hinrunde, wo wir 8:0 gewonnen haben.“
Auch auf Wendschotter Seite ist der Respekt groß. Giuseppe Millemaci geht davon aus, dass die Gäste das Spiel bestimmen werden. „Ich denke, es wird ein Spiel werden, in dem Vorsfelde das Kommando übernimmt. Wir werden schauen, dass wir unser Spiel aufziehen können und Vorsfelde vor kleine Schwierigkeiten bringen, damit wir das Spiel durchziehen können. Dann schauen wir weiter, wohin das führt. Das ist unsere Marschroute.“
Der Wunsch des WSV-Trainers für den Saisonabschluss ist klar formuliert. „Wir freuen uns darauf. Wir wollen versuchen, mit einem positiven Ergebnis die Saison ausklingen zu lassen.“
Für die Gäste steht neben dem Derbycharakter auch die Vorfreude auf die Sommerpause im Mittelpunkt. Nach einer langen Spielzeit blickt Patrick Klein bereits auf die Zeit nach dem Abpfiff. „Ich freue mich auf das Spiel, freue mich auch auf das Saisonende. Die Saison war lang, war hart, war anstrengend. Ich brauche jetzt erst einmal ein paar Tage Urlaub und dann hoffentlich wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.“
Der WSV will vor eigenem Publikum einen gelungenen Abschluss feiern, die SSV ihre starke Saison mit einem weiteren Erfolg krönen.