
Wenn der SSV Vorsfelde II am Sonntag den WSV Wendschott empfängt, prallen zwei Mannschaften mit grundverschiedenen Saisonrealitäten aufeinander. Die Gastgeber stehen als Tabellenzweiter (29 Punkte) weiterhin in Schlagdistanz zum Spitzenreiter TSV Hillerse. Wendschott hingegen kämpft als Tabellenfünfzehnter (11 Punkte) gegen den Abstieg – zuletzt jedoch mit deutlich ansteigender Formkurve.
Trotz der klaren Tabellenlage warnt Vorsfelde-Trainer Patrick Klein vor einem einfachen Nachmittag. „Wir wollen gegen Wendschott natürlich drei Punkte einfahren, aber es wird auf jeden Fall kein einfaches Spiel“, betont der Coach. Besonders die jüngsten Auftritte des WSV sieht er als Warnsignal: „Wendschott ist im Aufwind, die letzten Spiele wirklich gute Ergebnisse eingefahren. Wir treffen da auf eine Mannschaft, die intakt ist und Bock hat, uns zu ärgern.“
Hinzu kommt die Erinnerung an die deutliche Vorsfelder Dominanz im letzten Rückrundenduell. Genau das, so Klein, dürfte den Gegner zusätzlich anstacheln: „Ich glaube, die haben noch etwas gutzumachen. Das macht sie sicher noch einmal extra motiviert.“
Auch Wendschotts Trainer Giuseppe Millemaci geht realistisch, aber nicht chancenlos in die Partie. „Gegen Vorsfelde ist natürlich ein sauschweres Spiel“, sagt er. Besonders der Kunstrasen und das technische Niveau des Gegners bereiten Respekt: „Vorsfelde ist spielstark, gerade zu Hause. Die sind technisch sehr versiert und als Mannschaft sehr intakt.“
Sein Plan? Klar strukturiert und pragmatisch. „Für uns geht es darum, dass wir so lange wie möglich die Null halten. Wir wollen defensiv gut stehen und Vorsfelde kaum Räume geben – und dann Nadelstiche setzen.“
Während Vorsfelde nach dem 2:2 im Mittwochsspiel gegen Reislingen/Neuhaus Wiedergutmachung betreiben möchte, könnte Wendschott mit einem Überraschungspunkt im Tabellenkeller einen wichtigen Impuls setzen.
Am Sonntag entscheidet sich, ob Vorsfelde weiter Druck auf die Tabellenspitze macht – oder ob Wendschott dem Favoriten tatsächlich „ein wenig Ärger“ bereiten kann.