
Im FuPa-Teamcheck zieht der TSV Oberreitnau nach dem Aufstieg in die Kreisliga A Bodensee eine überaus positive Bilanz. Trainer Thomas Wilczek äußert sich über die ungeschlagene Meisterschaft, den gereiften Kader und die Zielsetzungen für die kommende Saison.
Der ungeschlagene Weg zur perfekten Meisterschaft
Der historische Erfolg sorgt im gesamten Verein für Emotionen. Die makellose Bilanz hat die Mannschaft von Beginn an zusammengeschweißt und ein unumstößliches Fundament für den Titelgewinn geschaffen. „Es war eine nahezu perfekte Saison, die wir mit der ungeschlagenen Meisterschaft gekrönt haben. Daher sind wir mehr als zufrieden mit der Saison. Besonders positiv war das Auftreten der ganzen Mannschaft. Wir waren ab der 1. Sekunde eine Einheit“, sagt Trainer Thomas Wilczek gegenüber FuPa.
Mit gewachsenem Selbstbewusstsein in das neue Abenteuer
Die intensiven Erlebnisse des vergangenen Jahres haben spürbare Spuren hinterlassen und die Spieler sportlich wie menschlich enorm vorangebracht. Für die anstehenden Aufgaben in der höheren Spielklasse sieht der Coach seine Mannschaft bestens gewappnet. Thomas Wilczek betont: „Die ganze Mannschaft ist durch die letzte Saison gereift und startet mit entsprechendem Selbstbewusstsein in die neue Saison. Dies wird uns in der neuen Liga gut tun.“
Der Klassenerhalt und der Traum von lokalen Triumphen
Trotz der großen Euphorie bleibt der Blick des Aufsteigers strikt auf die Realität gerichtet. In der Kreisliga A warten schwere Aufgaben auf das Team, weshalb die Erwartungen bewusst bodenständig formuliert werden. „Nicht absteigen und den einen oder anderen Derbysieg einfahren“, erklärt Thomas Wilczek im Hinblick auf die sportliche Zielsetzung für die anstehende Spielzeit.
Zwei etablierte Kräfte als Favoriten im Titelkampf
Die Einschätzung der Konkurrenz fällt dem Trainer derweil leicht, da zwei Mannschaften aufgrund ihrer Qualität und Historie besonders herausstechen und die Liga mutmaßlich prägen werden. Thomas Wilczek führt aus: „Ganz klar Schlachters und Leutkirch. Schlachters hat eine Top-Saison gespielt und konnte sich jetzt noch mal verstärken. Leutkirch ist als Absteiger aus der Bezirksliga immer ein Favorit auf die vorderen Plätze.“
Große Kontinuität und gezielte Verstärkungen für den Kader
Damit die schwierige Mission in der neuen Spielklasse gelingt, setzt der Trainer vor allem auf die bewährten Kräfte der Aufstiegsmannschaft, plant jedoch im Hintergrund bereits den nächsten Schritt. „Die Mannschaft bleibt im Wesentlichen zusammen. Des Weiteren wollen wir durch einzelne Neuzugänge die Qualität und Tiefe des Kaders ausweiten. Konkrete Namen folgen, wenn alles geklärt ist“, beschreibt Thomas Wilczek die aktuelle personelle Situation.
Optimale Testbedingungen beim traditionellen Derbyturnier
Die Vorbereitungsphase hält auch diesmal wieder einen ganz besonderen Höhepunkt bereit, der für den spielerischen Feinschliff und das Einstudieren taktischer Varianten von enormer Bedeutung ist. Thomas Wilczek erläutert: „Wie jedes Jahr freuen wir uns auf das Derbyturnier. Durch die verschiedenen Spiele kann man unterschiedliche Aufstellungen und Abläufe auf sehr hohem Niveau testen. Durch die Pokalspiele hat man nur begrenzte Möglichkeiten an Testspielen. Da ist so ein Turnier optimal.“
Skepsis gegenüber Profiliga-Regeln im Amateurbereich
Abschließend wirft der Trainer einen Blick auf die internationalen Regeländerungen bei der Fußball-WM, die das Zeitspiel eindämmen sollen, sieht jedoch erhebliche Probleme bei der praktischen Umsetzung an der Basis. Thomas Wilczek äußert sich differenziert: „Ich finde die Zeitbegrenzung bei Einwürfen und Auswechslungen sehr sinnvoll. Manche Spieler machen daraus eine Show, die nichts mit Fußball zu tun hat. Ich denke allein an die Aktion von Vinícius Júnior gegen Joshua Kimmich im Champions-League-Halbfinale. Allerdings sehe ich es als sehr schwer an, dies im Amateurbereich umzusetzen, da es schwierig ist, den Startpunkt zu finden.“