2026-05-15T09:36:57.455Z

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"Es ist traurig, jetzt darf jeder kurz enttäuscht sein"

Bittere Gewissheit in Neckarsulm: Der FSV Hollenbach steigt nach der 0:2-Niederlage aus der Oberliga ab.

von red · Heute, 16:27 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Eine bittere 0:2-Auswärtsniederlage besiegelt das Schicksal des FSV Hollenbach in der Oberliga Baden-Württemberg. Nach einem frühen Gegentor und einer kräftezehrenden Hitzeschlacht steht der Abstieg in die Verbandsliga vorzeitig fest. Trainer Reinhard Schenker blickt trotz der tiefen Trauer bereits auf den Neuanfang.

Der bittere Abstieg am vorletzten Spieltag

Es ist ein rabenschwarzer Samstag für den FSV Hollenbach in der Oberliga Baden-Württemberg. Am 33. und vorletzten Spieltag ist das Unvermeidbare eingetreten und der Abstieg für die Mannschaft von Trainer Reinhard Schenker besiegelt. Vor 324 Zuschauern verloren die Hollenbacher bei Türkspor Neckarsulm mit 0:2 und müssen nun den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten, da bei vier oder fünf Absteigern am Saisonende der Klassenerhalt rechnerisch nicht mehr zu erreichen ist. „Die Enttäuschung ist natürlich groß nach der Niederlage und nach dem besiegelten Abstieg“, gab Reinhard Schenker gegenüber FuPa nach dem Abpfiff unumwunden zu Protokoll.

Ein Schock direkt nach dem Anpfiff

Das wegweisende Kellerduell im Kampf um den Klassenerhalt begann für die Gäste denkbar ungünstig. Bereits in der 1. Spielminute geriet der FSV Hollenbach durch einen Treffer von Cristian Gilés Sanchez mit 0:1 in Rückstand. Es war ein Nackenschlag, von dem sich die Mannschaft spielerisch nur schwer erholen sollte. „Das Spiel ist natürlich denkbar schlecht gestartet, da wir in der ersten Minute 1:0 in den Rückstand geraten durch einen individuellen Fehler“, analysierte der Hollenbacher Coach den frühen Rückschlag.

Spielkontrolle ohne die nötige Durchschlagskraft

Trotz des frühen Schocks steckte die Schenker-Elf nicht auf und versuchte, Struktur in die eigenen Aktionen zu bringen. Die Defensive fing sich nach dem Fehler schnell und ließ in der Folge kaum nennenswerte Aktionen der Gastgeber zu. „In der Folge hatten wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle, ohne uns Torchancen erspielen zu können, aber wir haben auch dann in der Folge wenig zugelassen. Ich glaube, noch eine Torchance in der ersten Halbzeit“, beschrieb Reinhard Schenker die Phase vor dem Seitenwechsel, in der das Bemühen zwar spürbar war, der finale Punch im letzten Drittel jedoch ausblieb.

Kräfteverschleiß in der unbarmherzigen Hitze

Der zweite Durchgang entwickelte sich unter extremen äußeren Bedingungen zu einer physischen Herkulesaufgabe. Es schwanden den Hollenbachern zunehmend die Kräfte, um gegen den Rückstand anzukämpfen. „Dann hat man natürlich in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass auch bei den 35 Grad auf dem großen Platz und der Hitze die Kräfte langsam geschwunden sind und wir einfach keine Durchschlagskraft nach vorne bekommen haben“, schilderte der Trainer die dramatischen Bedingungen. Hollenbach fand kein Mittel mehr, um gefährlich vor das gegnerische Gehäuse zu gelangen: „Wir haben es auch nicht geschafft, den Gegner dann so unter Druck zu setzen, dass wir gefährliche Situationen kreieren konnten.“

Die Entscheidung und ein verdienter Sieg

In der 76. Minute machte Neckarsulm schließlich alles klar, als Fabio Lettieri zum 2:0-Endstand und damit zum Sieg der Gastgeber traf. Damit war der Widerstand der Hollenbacher endgültig gebrochen. Reinhard Schenker suchte nach dem Spiel keine Ausreden und erkannte den Erfolg des Gegners neidlos an: „Dementsprechend war die Niederlage verdient. Es ist traurig, jetzt darf jeder kurz enttäuscht sein, traurig sein.“ Mit 32 Punkten steht der FSV Hollenbach auf dem 16. Tabellenplatz.

Blick nach vorn und das Ziel Wiederaufbau

Trotz des Schmerzes über den Absturz richtet sich der Blick im Lager der Hollenbacher bereits wieder auf die Zukunft. Bevor das Kapitel Oberliga schließt, will sich der Verein am kommenden Samstag, 30.05.2026, um 15:30 Uhr im letzten Heimspiel gegen den 1. CfR Pforzheim anständig von den eigenen Fans verabschieden. „Wir müssen jetzt einfach die Köpfe hochbekommen, den Blick nach vorne richten, schauen, dass wir uns gut aus der Liga verabschieden nächste Woche. Und dann nächstes Jahr einen neuen Anlauf starten, um dann wieder zurückzukehren“, gab Reinhard Schenker die kämpferische Marschroute für den Verein aus. Die Enttäuschung soll schnell in neue Energie umgewandelt werden: „Dann wollen wir nochmal ein gutes Spiel machen nächste Woche und dann in der nächsten Saison in der Verbandsliga dann wieder voll angreifen.“