
Im Gebiet des Württembergischen Fußballverbands (WFV) gab es bei den Punktspielen einen Spielabbruch. Was war passiert?
Die Begegnung zwischen Croatia Stuttgart und dem SV Bonlanden in der Bezirksliga Stuttgart/Böblingen wurde heute abgebrochen.
Das Spiel begann für die Heimmannschaft von Croatia Stuttgart unter denkbar ungünstigen Vorzeichen. Bereits in der 19. Spielminute sah sich das Team durch eine Entscheidung des Schiedsrichters dezimiert. Eine Rote Karte gegen einen Spieler von Croatia Stuttgart zwang die Gastgeber dazu, die verbleibende Spielzeit in Unterzahl zu bestreiten. Dieser frühe Platzverweis beeinflusste die Statik des Spiels maßgeblich und verschaffte dem SV Bonlanden Räume, die dieser in der Folgezeit konsequent zu nutzen wusste, um den Vorsprung kontinuierlich auszubauen.
Die Überlegenheit der Gäste aus Bonlanden manifestierte sich in einer Reihe von Treffern. Den Auftakt machte Giancarlo Pinna in der 21. Minute mit dem 0:1. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Lukas Tschentscher in der 42. Minute auf 0:2. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit sorgte erneut Lukas Tschentscher in der 46. Minute für das 0:3, bevor Giancarlo Pinna nur eine Minute später (47. Minute) mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 0:4 stellte. Art Gashi markierte in der 56. Minute schließlich das 0:5, was eine sportliche Vorentscheidung bedeutete.
Trotz der deutlichen Unterlegenheit und des Rückstands gelang Croatia Stuttgart in der 81. Spielminute durch Lovro Kobasic noch der Ehrentreffer zum 1:5. Dieser Torerfolg sollte jedoch eine der letzten sportlichen Aktionen des Nachmittags bleiben. In der 85. Spielminute, also nur vier Minuten nach dem Tor von Kobasic, wurde das Spiel abgebrochen.
Über die Hintergründe der Entscheidung des Unparteiischen informierte der SV Bonlanden über die sozialen Medien. Der SV Bonlanden schreibt dazu in einer Instagram-Story: "Das Spiel wurde leider in der 85. Minute vom Schiedsrichter abgebrochen. Auslöser waren wohl Beleidigungen/Bedrohungen von den heimischen Zuschauern …" Beide Clubs und auch der Schiedsrichter werden ihre Statements gegenüber dem Sportgericht abgeben. Das Sportgericht wird anschließend eine Entscheidung treffen.