2026-05-06T12:44:31.715Z

Ligavorschau

Es geht um Platz 2: »Zwischen gut und böse liegt oft nicht viel«

Topspiel als Verfolgerduell +++ Zweiter gegen Dritter +++ Beide Teams wollen nach Rückschlägen zurück in die Spur

von Marco Baumgartner · 12.03.2026, 11:20 Uhr · 0 Leser
Das Hinspiel zwischen dem FSV Erlangen-Bruck und der SpVgg Jahn Forchheim (in weiß) war eine klar Angelegenheit für den Jahn. Am Ende stand ein 5:0 für die Oberfranken  zu Buche.
Das Hinspiel zwischen dem FSV Erlangen-Bruck und der SpVgg Jahn Forchheim (in weiß) war eine klar Angelegenheit für den Jahn. Am Ende stand ein 5:0 für die Oberfranken zu Buche. – Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink

In der Landesliga Nordost steht ein echtes Spitzenspiel an: Die SpVgg Jahn Forchheim empfängt den FSV Erlangen-Bruck. Zweiter gegen Dritter – nur zwei Punkte trennen beide Teams. Während Forchheim Rang zwei verteidigen möchte, reist Bruck mit dem klaren Ziel an, erstmals im Jahr 2026 drei Punkte einzufahren.

Mit dem Duell zwischen der SpVgg Jahn Forchheim und dem FSV Erlangen-Bruck wartet am 25. Spieltag der Landesliga Nordost ein echtes Spitzenspiel. Der Tabellenzweite aus Forchheim (46 Punkte) trifft auf den direkten Verfolger aus Bruck (44 Punkte). Die Ausgangslage verspricht ein intensives Aufeinandertreffen – zumal beide Teams nach Niederlagen am vergangenen Spieltag eine Reaktion zeigen wollen.

Das Hinspiel war allerdings eine klare Angelegenheit für die Oberfranken. Vor 330 Zuschauern in Erlangen setzte Forchheim früh ein Zeichen: Fabian Männlein brachte die Gäste bereits in der dritten Minute in Führung. Patrick Hoffmann erhöhte nach gut einer halben Stunde (32.), ehe Fabian Hofmann nur zwei Minuten später auf 3:0 stellte. Auch nach der Pause blieb Forchheim konsequent: Männlein traf erneut (52.), Nico Geyer setzte mit dem 5:0 den Schlusspunkt (64.).

Forchheim: Heimstärke als Schlüssel

Im Rückspiel will Forchheim vor allem an die starken Heimauftritte anknüpfen. Trainer René Ebert weiß jedoch, dass seine Mannschaft zuletzt nicht immer die gewünschten Ergebnisse eingefahren hat. „Ab November haben wir nicht mehr so ordentlich gepunktet. Das gehört zur Wahrheit dazu. Wir hatten eine Riesenserie, weshalb wir jetzt eben noch oben in der Tabelle stehen.“

Nach der Niederlage in Mögeldorf, die bereits früh durch eine Rote Karte gegen Torhüter Tom Bezold beeinflusst wurde, richtet der Coach den Blick dennoch nach vorne. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft und gefightet. Das war mir wichtig.

Für das Topspiel gegen die Mittelfranken ist die Marschroute klar: „Für uns heißt es gegen Bruck weiter mutigen Fußball spielen, offensiv draufgehen und hinten die individuellen Fehler abstellen.“

Gleichzeitig warnt Ebert vor einem unangenehmen Gegner. „Wir wissen natürlich auch, wie wir das Hinspiel gewonnen haben. Da hatten wir einen Lauf, da hatten wir einen Flow.

Personell muss Forchheim einige Ausfälle verkraften. Torhüter Tom Bezold fehlt gesperrt, zudem hat sich Co-Spielertrainer Sebastian Lindner verletzt. Auch weitere angeschlagene Spieler sorgen für eine angespannte Kadersituation. „Zwischen gut und böse liegt oft nicht viel. Wir haben einen engen Kader und wenn der eine oder andere ausfällt, dann hast du Schmerzen. Wir müssen schauen, was wir dann am Ende am Wochenende auch aufbieten können. Leider kann ich das Stand heute noch nicht genau sagen. “

Erlangen-Bruck: Fokus auf die eigene Leistung

Der FSV Erlangen-Bruck reist ebenfalls mit dem Anspruch an, im Verfolgerduell zu punkten. Trainer Philip Messingschlager blickt mit gemischten Gefühlen auf die jüngste Niederlage gegen Neuendettelsau zurück. „Das Ergebnis zu Hause 0:2 klingt schon überraschend und hart. Aber wir haben wirklich eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt.“

Seine Mannschaft habe die Partie lange kontrolliert. „Der Gegner kam bis zur 43. Minute nicht einmal in unsere Hälfte.“ Dennoch geriet der FSV kurz vor der Pause durch ein Eigentor in Rückstand. „So ist der Gegner in Führung gegangen.“ Auch nach dem Seitenwechsel sei das Spielglück nicht auf Seiten der Erlanger gewesen. „Direkt nach der Pause bekommen wir durch einen individuellen Fehler und Konter das 2:0 – das war zu der Zeit extrem hart.

Der 33-Jährige richtet den Blick dennoch klar nach vorne und erwartet ein intensives Duell. „Wir freuen uns auf ein absolutes Topspiel“, sagt der Brucker Coach. Aus dem deutlichen 0:5 im Hinspiel habe seine Mannschaft ihre Lehren gezogen: „Wir haben damals einiges vermissen lassen und sind ein bisschen baden gegangen.“ Für das Rückspiel brauche es daher vor allem Konsequenz in den entscheidenden Momenten. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir brauchen das Quäntchen Glück vorne und in den entscheidenden Momenten die Durchsetzungskraft.“

Personell kann der FSV dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen: „Bis auf Brandon Lala, der weiterhin langzeitverletzt ist, sind alle an Bord.“

Topspiel mit Signalwirkung

Die Bedeutung der Partie liegt auf der Hand. Forchheim könnte mit einem Sieg Rang zwei festigen und den Abstand auf den Verfolger vergrößern. Der FSV hingegen hätte mit einem Auswärtserfolg die Chance, an den Oberfranken vorbeizuziehen.

Die restlichen Spiele des 25. Spieltags: