
Der Vorrundenabschluss als Tabellenletzter lässt nur einen Schluss zu. "Wir haben gesehen, dass es so nicht reicht", sagt Christoph Dostal und verrät, "deshalb schauen wir danach, in der Winterpause den ein oder anderen Spieler dazuzubekommen." Der Sportchef der DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal hat keine Lust, dass das zweite Verbandsliga-Abenteuer nach 2011/12 der Ost-Heidelberger ebenfalls nach gerade einmal einer Saison wieder beendet sein wird.
Zum Jahresabschluss am Samstag, der gleichzeitig die Rückrunde einläutet, muss es jedoch der aktuelle Kader richten. Die Aufgabe ist in vielerlei Hinsicht interessant und anspruchsvoll zugleich. Das Gastspiel bei der SG Heidelberg-Kirchheim (Anpfiff, 14.15 Uhr) ist das einzige Heidelberger Stadtderby oberhalb des Kreisfußballs. Den inoffiziellen Titel des Stadtmeisters hat seit dem ersten Spieltag "Ziegele" inne, als es einen 2:1-Sieg gab.
"Ich habe aber damals schon gesagt, dass die Kirchheimer eine starke Truppe beisammenhaben", sagt Dostal, der mit dieser Aussage Recht behalten sollte. Die Elf von Cheftrainer Manuel Moser hat nach einem tristen Oktober die Kurve bekommen und aus ihren bisherigen drei November-Partien neun Punkte gesammelt. Als Achter haben sich die Kirchheimer zudem fünf Zähler Luft auf die Abstiegsrelegation verschafft.
Da der Rückstand von Ziegelhausen/Peterstal zu jener sechs Punkte beträgt, ist ein Sieg in Kirchheim beinahe schon Pflicht. Nicht zuletzt, um mit einem Erfolgserlebnis in die dreieinhalbmonatige Winterpause zu gehen. Um Punkte geht es erst wieder 106 Tage später am 8. März 2026 gegen den Herbstmeister aus Heddesheim. Bis dahin sollen die gewünschten Änderungen im Kader vollzogen sein.
Keinerlei Handlungsbedarf sehen die Verantwortlichen dagegen auf der Trainerbank. "Nobert Kirschner genießt unser absolutes Vertrauen", versichert Dostal und stärkt seinem Spielertrainer in dieser schwierigen Phase den Rücken. Der 35-Jährige, in der Abwehr seit Jahren die große Konstante, hatte in der Vorrunde mit Verletzungen zu kämpfen, ebenso wie Kapitän Timo Raab sowie Luigi Crisafulli und Sven Schwarz, die laut Dostal Garanten im vergangenen Aufstiegsjahr gewesen sind: „Damals haben sie fast alle Spiele absolviert und ihr aktuelles Fehlen ist einfach nicht zu kompensieren.“
Einen besonderen Wunsch für Sonntag hat der Sportchef außerdem. "Ich möchte den gleichen Biss unserer Jungs sehen, wie ihn zuletzt unsere direkten Konkurrenten an den Tag gelegt haben", sagt Dostal, der bei aller Kritik auch Positives erwähnen kann: "Gerade unsere jungen Spieler wie Noah Geis oder Robin Dittmer haben in dieser Phase ihre Chance genutzt und viel dazugelernt."