Noch mehr U21-Teams für die Promotion League

Ligenreform des SFV

Ab der Saison 2022/23 werden die Meisterschaften der Promotion League sowie die der 1. Liga mit mehr Mannschaften als bisher ausgetragen. In der 2. Liga interregional wird die Zahl der Teams ebenso angepasst - allerdings nach unten.

Einschneidende Veränderungen in den obersten Amateurligen des Schweizer Fussballs: Schon ab der neuen Saison werden 18 statt 16 Teams in der drittklassigen Promotion League auflaufen.

Besonders daran: Die bisherige Beschränkung auf maximal vier U21-Teams von Klubs der Super League und der Challenge League in der Promotion League wird vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) aufgehoben, das heisst, U21-Teams können unbeschränkt in die Promotion League aufsteigen.

Ob dadurch die Promotion League attraktiver wird, darüber scheiden sich die Geister. Brühls Sportchef Roger Jäger äusserte sich unlängst auf "dieostschweiz.ch" relativ dezidiert über die Präsenz der U21-Mannschaften in der Promotion League. "Attraktiv sind diese Teams definitiv nicht. Ich würde lieber Derbys gegen Tuggen oder Gossau spielen als gegen Sion II. Ich denke, ein Gewinn sind diese Teams nicht für diese Liga. Aus diesem Grund könnte ich persönlich gut darauf verzichten."

Aufstiegsgeschenke für U21-Teams

Nun geht der Trend aber noch mehr in diese Richtung. Am Ende der laufenden Saison werden nämlich je zwei Wild-Cards an U21-Teams der 1. Liga und der 2. Liga interregional vergeben, die zum Aufstieg in die Promotion League bzw. die 1. Liga berechtigen.

Die 1. Liga wird damit ab 2022 weiterhin drei Gruppen haben. Allerdings neu mit je 16 statt wie bisher 14 Mannschaften.

2. Liga interregional: Innert zweier Jahre von 84 auf 64 Teams

Bemerkenswert ist zudem der Umbau in der 2. Liga interregional. Statt wie bisher 6 Gruppen à 14 Teams gibt es bereits ab der kommenden Meisterschaft nur noch 5 Gruppen. Drei davon mit 16, zwei wie bisher mit 14 Teams (total 76 Mannschaften).

Ab der Saison 2023/24 wird die 2. Liga interregional weiter verkleinert - mit nur noch 4 Gruppen à 16 Mannschaften (total 64 Mannschaften).

Das sagt der Amateurliga-Präsident

Der Verbandsrat des SFV hat dieser Strukturreform mit einer sehr deutlichen Mehrheit zugestimmt. Die Reform wurde unter der Leitung von Amateurliga-Präsident Sandro Stroppa ausgearbeitet: "Die diversen Ligen als auch deren Gruppengrössen werden so an die geänderten Bedürfnisse der Profis und der ambitionierten Amateure angepasst. Besonders der Nachwuchsförderung wird ein spezielles Augenmerk gegeben. Durch diese Reform sollen noch mehr Talente möglichst viel Spielpraxis auf möglichst hoher Stufe sammeln können und gleichzeitig gewinnen auch die Regionen an Stärke. Nach einer über 10-jährigen Blockade kann dies nun als erster Schritt verstanden werden", lässt sich Stroppa in einer Mitteilung zitieren.

Aufrufe: 029.11.2021, 17:53 Uhr
Redaktion regional-fussball.chAutor

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