2026-10-08T12:39:33.203Z

Ligabericht

Erste Heimniederlage für die Eintracht

Bad Kreuznacher Verbandsligist unterliegt nach einer intensiven Partie Oberliga-Absteiger Arminia Ludwigshafen mit 1:2 (1:1)

von Mario Luge · 03.10.2026, 19:17 Uhr · 0 Leser
Abgehoben: Eintrachtler Sebastian Baumann (blaues Trikot) gewohnt intensiv im Zweikampf.
Abgehoben: Eintrachtler Sebastian Baumann (blaues Trikot) gewohnt intensiv im Zweikampf. – Foto: Mario Luge

BAD KREUZNACH. Im fünften Heimspiel hat es die SG Eintracht erwischt. Gegen die beste Auswärtsmannschaft der Fußball-Verbandsliga unterlagen die Bad Kreuznacher mit 1:2 (1:1). Erstmals in dieser Runde ging die Mannschaft von Baris Yakut damit geschlagen vom heimischen Rasen. Doch schämen musste sich die SGE gegen Arminia Ludwigshafen nicht.

„Das Spiel kannst du gewinnen, du kannst es aber auch verlieren – und das ist auch okay so“, analysierte der Trainer nach Abpfiff gewohnt sachlich. Einen großen Vorwurf konnte er seiner Mannschaft am Ende nicht machen. Schließlich sei es ein Gegner aus dem oberen Verbandsliga-Regal gewesen. „Und es hat sich ein Spiel entwickelt – genauso, wie ich es erwartet hatte.“

Beide Teams zeigten immer wieder ihre Klasse, gestatteten sich gegenseitig recht wenig, weswegen sich kein besonders ansehnliches Duell vor den etwa 150 Zuschauern im Nahestadion entwickelte. Torchancen waren auf beiden Seiten eher rar gesät. Nachdem Deniz Darcan schon früh eine gute Gelegenheit ausgelassen hatte, brauchte es einen Elfmeter zur Bad Kreuznacher Führung. Nach einem Kopfballduell zeigte Schiedsrichter Tillann Zielke wegen zu heftigen Armeinsatzes von Jhon Mosquera Carabali gegen den SGE-Torjäger auf den Punkt – besonders für die Gäste überraschend, da kurz zuvor bei einem Schubser von Fabien Spreitzer auf der Gegenseite die Pfeife stumm geblieben war. Darcan war’s egal, er verwandelte sicher (23.).

Die Eintracht-Führung: Deniz Darcan trifft per Elfmeter zum 1:0.
Die Eintracht-Führung: Deniz Darcan trifft per Elfmeter zum 1:0. – Foto: Mario Luge

Spätestens jetzt hatten sich die Ludwigshafener auf den Unparteiischen vom SV Alemannia Waldalgesheim eingeschossen, kommentierten auf und neben dem Platz so ziemlich jede Aktion und sorgten damit für mehr Hektik als nötig. Über die Emotionen kamen die Pfälzer aber auch spielerisch besser in die Partie und durch Mosquera Carabali zum Ausgleich (27.).

Emotional ging es durch die erste Hälfte, und auch nach der Pause blieb es intensiv. Erst recht, als die Gäste durch Luca Krämers Kopfball sogar in Führung gingen (54.). Zweimal hatte die Eintracht hiernach den Ausgleich auf dem Fuß, doch Deniz Cinars Heber landete auf der Latte (64.), und der Schuss von Darcan aus kurzer Distanz ging drüber (89.).

Dank nach oben: Jhon Mosquera Carabali kniet nach seinem Treffer zum 1:1.
Dank nach oben: Jhon Mosquera Carabali kniet nach seinem Treffer zum 1:1.

„Es war für uns ein Härtetest gegen einen Gegner mit Qualitäten. Wichtig war zu sehen, dass wir mithalten können“, fand Baris Yakut. „Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber kein Grund für schlechte Laune. Jetzt bereiten wir uns auf Idar-Oberstein vor.“ Der Nahe-Nachbar hat gerade mit 5:0 gegen Büchelberg seine gute Form untermauert, nachdem vor Wochenfrist schon Arminia Ludwigshafen gegen das Team von Christian Henn 1:5 unter die Räder gekommen war. Dazwischen lag ein 4:3 gegen Schmittweiler-Callbach – also 14 Treffer in drei Partien. Es wird Herbst und stürmisch für die Eintracht.