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Allgemeines

Erst Siegtor, dann Krankenwagen: DJK Südwest feiert spät

„Eine Reifeprüfung für beide Teams“ – Deutz und Jan Wellem auf Augenhöhe

von Andreas Santner · 13.10.2025, 14:09 Uhr · 0 Leser
Ford Niehl feierte den zweiten Sieg in Serie.
Ford Niehl feierte den zweiten Sieg in Serie. – Foto: Vanessa Bering

Spannung, Dramatik und starke Emotionen prägten den siebten Spieltag der Bezirksliga 1 Mittelrhein. Im Spitzenspiel zwischen Deutz 05 und Jan Wellem lieferten sich beide Mannschaften ein intensives Duell mit offenem Visier, das beim 1:1 keinen Sieger fand. Für den Moment des Wochenendes sorgte jedoch Südwest Köln: Philipp Graf erzielte trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung den Siegtreffer zum 4:3 gegen Frielingsdorf, bevor er nach Schlusspfiff verletzt abtransportiert wurde.

Heiligenhaus erkämpft Remis – SW Köln hadert mit Chancenwucher

In einem emotionalen Bezirksliga-Duell zwischen Schwarz-Weiß Köln und dem Heiligenhauser SV trennten sich beide Teams 1:1. Während die Gastgeber über ausgelassene Chancen klagten, freute sich Heiligenhaus über einen glücklichen Punktgewinn.

Köln vergibt Elfmeter und Chancen – Heiligenhaus hält stark dagegen

Bereits nach 20 Minuten traf Mahrio Haneishi zur Führung für Schwarz-Weiß, doch die Kölner verpassten es, früh nachzulegen. Nur fünf Minuten später vergab Antonino Castro per Foulelfmeter die Riesenchance zum 2:0, Heiligenhaus-Keeper Nikolas Link parierte spektakulär.

„Wir hätten das Ding auf jeden Fall ziehen müssen“, ärgerte sich SW-Trainer Sven Müller. „Wir verschießen in der ersten Halbzeit den Elfmeter, und in der zweiten Halbzeit war das eigentlich Einbahnstraßenfußball. Wir vergeben drei Großchancen, und dann hält der Torwart einen Ball im Manuel-Neuer-Prime-Style – der war eigentlich im Knick.“ Sein Team habe „echt gut gespielt“, betonte Müller, „aber wir belohnen uns nicht für unseren Aufwand. Irgendwann platzt der Knoten.“

Heiligenhaus gleicht in Unterzahl aus

Nach einer Gelb-Roten Karte für Suad Dibra (66.) gerieten die Gäste in Unterzahl, doch der eingewechselte Kai Fischer-Höfer traf per Seitfallzieher nach Vorarbeit von Moritz Haubrich zum 1:1 (79.). Fast hätte der HSV die Partie sogar komplett gedreht.

„Ein eher glückliches Remis für uns, aber wir nehmen den Punkt gerne mit“, meinte Trainer Andy Esins. „Schwarz-Weiß startet besser und vergibt zwei gute Chancen. Direkt danach hält Nicolas Link den Elfmeter – das war eine Schlüsselszene.“

Nach dem Platzverweis habe sein Team „überraschend mutig gespielt“. „Die Einwechslungen zündeten wieder, Lucas Musculus vergibt aus 14 Metern, bevor Kai Fischer-Höfer per Seitfallzieher das 1:1 macht. Direkt danach haben wir sogar die dicke Chance zum 2:1“, so Esins.

Am Ende rettete Torwart Link mit mehreren starken Paraden das Remis. „Was der starke Nicolas Link nicht hielt, klärte Moritz Haubrich auf der Linie“, lobte der Coach. „Im Endeffekt ein glücklicher, aber aufgrund der Moral in Unterzahl nicht ganz unverdienter Punkt.“

Schwarz-Weiß Köln verpasst trotz Überlegenheit und zahlreicher Chancen den zweiten Sieg in Folge, während Heiligenhaus mit großem Kampfgeist und Torwartglanz einen Punkt entführt. Für SW-Coach Müller bleibt die Erkenntnis: „Wir spielen echt gut – aber die Ergebnisse spiegeln das leider noch nicht wider.“

Südwest gewinnt turbulentes Spiel gegen Frielingsdorf

In einer packenden Bezirksliga-Partie setzte sich DJK Südwest Köln mit 4:3 gegen den SV Frielingsdorf durch. Südwest ist damit seit fünf Spielen ungeschlagen und sprang auf Rang vier. Frielingsdorf hingegen wartet nun seit drei Spielen auf einen Punktgewinn.

Traumstart für Südwest, Frielingsdorf kämpft sich zurück

„Die Partie gegen Frielingsdorf war spektakulär“, fasste DJK-Trainer Daniel Errens treffend zusammen. Und tatsächlich: Seine Mannschaft erwischte einen Start nach Maß. Bereits nach zwei Minuten traf Lenard Stephen nach einer starken Balleroberung und Vorlage von Jona Steinbach zum 1:0. Nur elf Minuten später erhöhte Nikolai Piorkowski nach einem sehenswerten Angriff auf 2:0.

Errens lobte den frühen Auftritt seiner Elf: „Besser hätten wir uns den Start nicht wünschen können.“ Doch der Gast fand ins Spiel zurück: Mit dem ersten zielstrebigen Angriff erzielte Philipp Schmidt den Anschlusstreffer (23.). Danach wurde es ein Duell auf Augenhöhe, das Frielingsdorf nach der Pause durch Niklas Yegin zum 2:2 ausglich.

Emotionen, Elfmeter, Platzverweise – und ein Held mit kaputter Schulter

Der Spannungsbogen blieb hoch: Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Kapitän Martin Ganser einen Elfmeter zur erneuten Führung (72.). Dabei flog Frielingsdorfs Frederik Orbach wegen einer Notbremse vom Platz. Doch selbst in Unterzahl gab sich der Aufsteiger nicht geschlagen – Marvin Bieg traf zum 3:3 (82.).

Als alles auf ein Remis hinauslief, wurde es dramatisch. „Trotz der kleinen Rückschläge hat die Mannschaft unglaublichen Willen gezeigt“, lobte Errens. Kurz vor Schluss legte Ganser per Kopf auf Philipp Graf ab, der trotz einer Schulterverletzung zum 4:3 traf (87.). „Philipp wollte unbedingt auf dem Feld bleiben und der Mannschaft helfen – und erzielt dann den Siegtreffer. Danach musste er allerdings mit dem Krankenwagen abgeholt werden“, berichtete Errens. Glück im Unglück: Die Verletzung erwies sich als nicht schwerwiegend.

Dreiner: „Wir bezahlen aktuell viel Lehrgeld“

Frielingsdorfs Trainer Andreas Dreiner sprach nach dem Spiel von „einem hochemotionalen Auswärtsspiel“. Seine Mannschaft habe die ersten 15 Minuten „total verpennt“, sich dann aber stark zurückgekämpft. „Vor der Halbzeit hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen, leider ist der Pfiff ausgeblieben“, ärgerte sich Dreiner.

Der Elfmeter zum 3:2 und die damit verbundene Rote Karte seien die Schlüsselszene gewesen. „Unser Keeper pariert den ersten Strafstoß, aber der Schiri lässt ihn wiederholen – für mich unerklärlich“, so Dreiner weiter. Trotz Unterzahl habe seine Elf Moral bewiesen: „Wir konnten noch den Ausgleich erzielen, da muss ich meiner Truppe ein riesiges Kompliment machen. Dass wir in der 88. Minute wieder das 3:4 kassieren, ist wahnsinnig bitter. Wir bezahlen aktuell für unsere Fehler viel Lehrgeld.“

Remis im Top-Spiel: Deutz und Jan Wellem trennen sich 1:1

Ein Punkt, der vor allem Alex Voigt und dem SSV Jan Wellem zu wenig ist. In einem intensiven Duell zweier ambitionierter Teams ging Jan Wellem in Führung, ehe Deutz postwendend ausglich. Durch das Remis rutschen die Deutzer auf Rang drei ab, während Jan Wellem nun Fünfter ist.

Taktisch diszipliniert, dann Schlagabtausch mit offenem Visier

Beide Mannschaften lieferten in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe, ohne große Tormöglichkeiten. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen sehr, sehr starken Gegner“, beschrieb Deutz-Sportchef Yilmaz Ardic die Partie. „Die erste Halbzeit war umkämpft mit wenig Torraumaktionen. In der zweiten Halbzeit gehen beide Teams höheres Risiko und es wird zeitweise ein Spiel mit offenem Visier.“

Nach einer knappen Stunde brachte Maximilian Maier die Gäste in Front (67.), doch nur fünf Minuten später glich Volkan-Hüseyin Sevinc für Deutz aus. Als Jan Wellems Milo McCormick in der 81. Minute die Rote Karte sah, witterten die Hausherren ihre Chance, doch die Überzahl brachte keine Wende. „Das hat uns im Nachhinein weniger geholfen“, meinte Ardic. „Wir waren in der Phase näher am 2:1 und haben durch die rote Karte eher die Klarheit verloren, anstatt von der Überzahl zu profitieren. Das müssen wir besser ausspielen.“

Voigt hadert: „Aus null Torchancen einen Punkt geholt“

Ganz anders sah das Gäste-Coach Alexander Voigt: „Ein gerechtes Remis würde ich nicht sagen. Es war schon glücklich für Deutz, aus dem Nichts, bzw. aus null Torchancen einen Punkt geholt zu haben.“ In der ersten Hälfte habe sein Team das Spiel „im Griff“ gehabt, auch wenn es „recht langweilig“ gewesen sei.

Nach der Pause habe Jan Wellem das Geschehen bestimmt: „Wir haben richtig gut dagegen gehalten und auch nach wie vor keine Möglichkeiten des Gegners zugelassen. Wir gehen verdient in Führung – und dann ist es halt manchmal so, dass eine Standardsituation durchrutscht.“ Trotz Unterzahl hätten seine Spieler „noch zwei richtig dicke Chancen, das Spiel zu gewinnen“, so Voigt weiter. „Der Gegner hat selbst in Überzahl nichts mehr gemacht, war mit dem Punkt wohl zufrieden. Wir sind es nicht.“

Reifeprüfung für beide Teams

Am Ende konnten beide Teams aus dem Spitzenspiel Positives mitnehmen. Für Ardic war das Remis „eine Reifeprüfung und der nächste Schritt in unserer Entwicklung“, während Voigt den Fokus schon auf die kommenden Partien richtete: „Das sind schwierige Spiele im Oktober – für uns alles Spitzenspiele.“

Rheindörfer trotzen Unterzahl und rücken auf Platz zwei vor

Trotz 85 Minuten in Unterzahl hat die SpVg Rheindörfer im Heimspiel gegen den SC Brühl Moral und Klasse bewiesen. Mit dem späten 2:1-Erfolg feierte die Mannschaft von Trainer Sebastian Tillmann bereits den fünften Saisonsieg und kletterte in der Tabelle auf den zweiten Platz. Für Brühl war es das erste Spiel unter dem neuen Coach Michael Hofmann, der nach dem Rücktritt von Arif Cinar kurzfristig übernommen hatte.

Rheindörfer mit Traumstart und frühem Schock

Das Spiel begann turbulent: Bereits in der dritten Minute verwandelte Tom-Luca Klein einen Foulelfmeter zur frühen 1:0-Führung. Nur zwei Minuten später allerdings der Rückschlag – der Torschütze sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Fortan spielte Rheindörfer in Unterzahl, ließ sich davon aber kaum beeindrucken. Trotz numerischer Unterlegenheit blieb die Mannschaft dominant, kontrollierte das Geschehen und ließ Brühl nur selten zur Entfaltung kommen.

Brühl kämpft sich zurück – Rheindörfer bleiben eiskalt

Nach der Pause erhöhte der SC Brühl den Druck und kam in der 70. Minute durch Berkan Gerboga zum Ausgleich. Die Gäste witterten ihre Chance, doch Rheindörfer zeigte große Moral, blieb geduldig und belohnte sich kurz vor dem Abpfiff: Joker Luca Struth traf in der 90. Minute zum umjubelten 2:1-Endstand.

Tillmann lobt „absolute Klasse“

Trainer Sebastian Tillmann zeigte sich nach dem Schlusspfiff begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft: „Wenn man knapp 85 Minuten in Unterzahl spielt, ist man natürlich froh, die drei Punkte mitzunehmen. Jeder, der dieses Spiel gesehen hat, konnte erkennen, dass wir trotz eines Mannes weniger das Spiel komplett dominiert haben. Das zeugt von absoluter Klasse, die wir als gesamte Mannschaft gestern gezeigt haben – und damit bin ich mehr als zufrieden.“

Gleichzeitig hob er die taktische Disziplin hervor: „Man kann deutlich erkennen, dass wir in dieser Saison viel kompakter, konzentrierter und insgesamt besser gegen den Ball arbeiten. Genau das ist derzeit unser Schlüssel zum Erfolg.“

Hofmann: „Super gekämpft – erst in der 90. Minute bestraft“

Brühls Interimstrainer Michael Hofmann zog trotz der späten Niederlage ein positives Fazit:
„Unsere Mannschaft hat super gekämpft, hat sich lange gewehrt und erst in der 90. Minute den Gegentreffer kassiert. Wir waren stark ersatzgeschwächt, aber wenn wir so weitermachen, werden wir auch gegen stärkere Mannschaften bestehen können. Ich war voll zufrieden.“

Ford Niehl siegt erneut – Hoffnungsthal 60 Minuten in Unterzahl

Der CfB Ford Köln-Niehl hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und beim TV Hoffnungsthal mit 1:0 gewonnen. Es war der zweite Sieg in Serie ohne Gegentor, die sich damit aus dem Tabellenkeller befreien. Hoffnungsthal hingegen kassierte nach dem bitteren 3:5 gegen Schwarz-Weiß Köln die nächste Niederlage – und das trotz einer kämpferisch starken Leistung in Unterzahl.

Früh entschieden – dann 60 Minuten in Unterzahl

Ford Niehl erwischte den besseren Start und ging bereits in der sechsten Minute durch Lennart Friederichs in Führung. Danach entwickelte sich ein intensives Spiel, das jedoch einen Knick bekam, als Hoffnungsthals Dominik Richartz nach 30 Minuten wegen einer Notbremse vom Platz musste. Trotz der frühen Unterzahl kämpften die Gastgeber aufopferungsvoll.

„Wir sind gestern wieder nach einem individuellen Fehler mit 0:1 in Rückstand geraten“, erklärte Hoffnungs­thals sportlicher Leiter Maciek Gawlik. „Ford Niehl hat in meinen Augen ein sehr gutes Spiel gemacht, nicht der Tabellensituation entsprechend. Das war schon sehr gut.“ Dennoch habe sein Team „sehr diszipliniert dagegengehalten“ und „ein anderes Gesicht gezeigt als letzte Woche“.

Die größte Enttäuschung: Trotz zweier guter Chancen in Halbzeit zwei blieb der Ausgleich verwehrt. „Leider haben wir es nicht geschafft, ein Tor zu machen“, so Gawlik. „Jetzt muss man der Realität ins Auge blicken – der Weg nach unten ist nur noch sehr kurz. Aber wir müssen an die Leistung von gestern anknüpfen, positiv bleiben und gemeinsam diesen Umschwung schaffen.“

Oymak: „Ein echter Arbeitssieg“

Auf der anderen Seite freute sich Ford-Niehl-Coach Dogan Oymak über den nächsten Schritt in die richtige Richtung: „Wie erwartet hatten wir einen sehr guten Gegner, der aggressiv gegen den Ball gearbeitet und in den Umschaltmomenten schnell nach vorne gespielt hat. Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben das 1:0 erzielt.“

Nach dem Platzverweis habe sein Team allerdings „den Zugriff etwas verloren“, lobte Oymak die Hausherren: „Sie haben es in Unterzahl wirklich stark gemacht.“ Erst im Schlussabschnitt brachte Ford Niehl den knappen Vorsprung über die Zeit. „Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber die Moral hat gestimmt und die Mannschaft hat den Kampf angenommen. Am Ende war es ein enges und intensives Duell – kurz gesagt: ein echter Arbeitssieg.“

Ford Niehl mit Rückenwind

Während die Gäste „ihren positiven Trend fortsetzen“ (Oymak) und mit wachsendem Selbstvertrauen in die kommenden Spiele gehen, wächst bei Hoffnungsthal der Druck. Der zweite Punktverlust in Folge und die rote Karte sorgen für Nachdenklichkeit, doch Gawlik zeigte sich kämpferisch: „Wir müssen das Beste draus machen und den Umschwung gemeinsam schaffen.“

Remis zwischen Hürth II und Zündorf – Werken sieht Fortschritte

Ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden gab es im Aufeinandertreffen zwischen der Landesliga-Reserve des FC Hürth und Germania Zündorf. Beide Mannschaften hatten die Gelegenheit, das Spiel für sich zu entscheiden, doch am Ende stand ein Punkt pro Seite – ein Resultat, das vor allem Zündorf-Coach Daniel Werken als „in Ordnung“ bezeichnete.

Nach einer weitgehend ausgeglichenen ersten Halbzeit nahm die Partie nach der Pause an Fahrt auf. In der 54. Minute nutzte Elyesa Kursunlu einen individuellen Fehler in der Zündorfer Hintermannschaft zur 1:0-Führung für Hürth. „Es war ein unnötiger Ballverlust“, erklärte Werken. „Der Platz war sehr schwierig zu bespielen, und dann springt der Ball unglücklich auf und unser Innenverteidiger gerät in Bedrängnis. Durch den Pressschlag geht er Richtung Torwart, und der Stürmer ist dazwischen und legt ihn am Ende rein. Das ist auf jeden Fall ein vermeidbares Tor gewesen.“

Zündorf zeigt Moral und gleicht spät aus

Die Gäste ließen sich vom Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer Drangphase der Hürther, in der das 2:0 mehrfach in der Luft lag, kämpfte sich Zündorf zurück in die Partie. In der 82. Minute sorgte Nick Peters per Foulelfmeter für den verdienten Ausgleich. Zuvor hatte Zündorf bereits Pech, als ein Schuss an die Latte klatschte.

„Wir haben uns am Ende nochmal berappelt und Druck entwickelt. Nach dem Ausgleich war es ein offenes Spiel“, so Werken weiter. „Beide Teams hatten Phasen im Spiel, wo sie das Spiel für sich hätten entscheiden können. Deswegen ist das Unentschieden dann aus meiner Sicht in Ordnung.“

„Das Positive rausziehen“

Trotz des verpassten Sieges blickte der Zündorfer Trainer zuversichtlich nach vorne:
„Es klingt blöd, aber wir sind jetzt zwei Spiele ungeschlagen und wir müssen das Positive rausziehen. Wir haben gestern nur ein Gegentor kassiert, und da gilt es jetzt, defensiv einfach stabil zu werden und individuelle Fehler zu vermeiden.“

Rheinsüd siegt klar – doch das Ergebnis täuscht

Der FC Rheinsüd Köln hat am siebten Spieltag einen deutlichen 4:0-Erfolg beim SV Bergfried Leverkusen gefeiert. Trotz des klaren Ergebnisses war die Partie ausgeglichener, als es der Endstand vermuten lässt. Rheinsüd klettert mit dem Sieg auf Rang sieben, während Bergfried mit fünf Punkten auf einem Abstiegsplatz bleibt.

Rheinsüd nutzt Chancen eiskalt

Schon nach 20 Minuten brachte Constantin Steden die Gäste in Führung, ehe Jannik Rene Eßer nur vier Minuten später auf 2:0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel drängte Bergfried auf den Anschluss, hatte Pech bei einem Pfosten- und Lattentreffer – und musste stattdessen zusehen, wie erneut Eßer (62.) und Yann Nguemo (90.+2) für den Endstand sorgten.

Diekamp: „Und täglich grüßt das Murmeltier“

Bergfrieds Trainer Hannes Diekamp zeigte sich nach dem Spiel sichtlich frustriert:
„Es ist so ein bisschen wie in einem Film, 'täglich grüßt das Murmeltier'. Es ist das Gleiche wie in den letzten Wochen. Wir haben Phasen im Spiel, wo wir richtig, richtig gut sind und einfach das Tor nicht machen. Und dann haben wir Phasen im Spiel, wo wir im Kollektiv, aber auch jeder einzelne verteidigen wie eine Schülermannschaft.“

Besonders die fehlende Konstanz macht dem Coach zu schaffen: „Wir haben keinen Kontakt zum Gegenspieler, halten die Struktur und Ordnung nicht ein – und dann kommen individuelle Fehler noch dazu. Und dann verlierst du so ein Spiel 0:4, was für mich unerklärlich ist.“

Krämer: „Es war kein 4:0-Spiel“

Auch Rheinsüd-Trainer Stefan Krämer sprach von einem zu deutlichen Ergebnis: „Für uns war einzig und allein wichtig, dass wir drei Punkte einfahren. Ich finde nicht, dass es ein 4:0-Spiel war. Es war über weite Strecken eine relativ offene Partie mit Torschancen auf beiden Seiten.“

Vor allem in der Phase nach der Pause habe seine Mannschaft Glück gehabt: „Gerade nach der Halbzeit hat Bergfried nochmal richtig gedrückt. Da hatten wir mit einem Pfosten- und Lattentreffer Glück und mussten auch einmal auf der Linie klären. Wir haben dann umgestellt, wieder mehr Kontrolle bekommen und am Ende über Umschaltsituationen das Spiel entschieden.“

Schönenbach ringt Aufsteiger nieder – siebter Sieg in Serie

Der SV Schönenbach bleibt weiter das Maß der Dinge. Im Heimspiel gegen den Türkischen FC Köln feierte die Mannschaft von Trainer Matthias Siebertz den siebten Sieg im siebten Spiel – allerdings war der 1:0-Erfolg gegen den kämpferischen Aufsteiger ein hartes Stück Arbeit.

Frühe Führung per Elfmeter

Die Entscheidung in der Partie fiel früh: Bereits in der sechsten Minute verwandelte Berkan Durdu einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung für den Tabellenführer. Zuvor war der Offensivspieler im Strafraum zu Fall gebracht worden. Der TFC Köln zeigte sich davon unbeeindruckt, hielt gut dagegen und gestaltete die Partie ausgeglichen.

Schönenbach lange in Unterzahl

Für zusätzlichen Druck auf die Gastgeber sorgte der Platzverweis gegen Elham Isakoski in der 36. Minute. Der Schönenbacher Mittelfeldakteur sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte und stellte seine Mannschaft vor eine Herausforderung. Doch auch in Unterzahl blieb Schönenbach stabil – gestützt auf eine kompakte Defensive, die in dieser Saison weiterhin erst vier Gegentore zugelassen hat.

Der TFC versuchte in der Folge, aus der numerischen Überzahl Kapital zu schlagen, fand jedoch nur selten Lücken im Schönenbacher Abwehrverbund. In der Schlussphase musste auch ein Spieler der Gäste nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig vom Platz, was die Schlussoffensive des TFC bremste.