
Der Jubel im Friedensstadion war am Sonntagmittag groß. Nach dem gewonnenen Gipfeltreffen gegen die Altersgenossen des VfB Sangerhausen rollten die A-Junioren des VfB Germania Halberstadt ein Banner vor sich aus. Die Aufschrift darauf war unmissverständlich: "Verbandsliga-Meister 2026".
Ausgerechnet im Duell Erster gegen Zweiter hat sich der Germania-Nachwuchs am Sonntag vorzeitig den Titel geschnappt. Mit Treffern von Finn Luca Stemmler (2.), Cissé Lancine (15.) und Alfred Neumann (90.+3) ging der Spitzenreiter den entscheidenden letzten Schritt zur Meisterschaft. 18 Punkte Rückstand bei noch fünf ausstehenden Partien sind für die U19 des VfB Sangerhausen nicht mehr einzuholen.
"Die Saison war für uns etwas ganz Besonderes. Als Team sind wird eng zusammengerückt, haben hart gearbeitet und uns diesen Titel gemeinsam verdient", freut sich Germania-Coach Robin Gesell über das frühzeitige Meisterstück. In den bisherigen 20 Saisonspielen ging sein Team stolze 18 Mal als Sieger vom Platz - und musste sich kein einziges Mal geschlagen geben. "Der Zusammenhalt und unsere Entwicklung über die vergangenen Monate machen uns besonders stolz", unterstreicht Gesell.
Doch mit dem seit Sonntag sicheren Landestitel soll die Reise für die A-Junioren des VfB Germania Halberstadt in dieser Saison noch nicht enden. "Auch in den letzten Jahren haben wir eine starke Entwicklung genommen - im vergangenen Jahr mit dem Gewinn des Landespokals, jetzt mit der Meisterschaft. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", zeigt Gesell auf.
Vielleicht sogar auf dem Weg in Richtung A-Junioren-Regionalliga? Als Titelträger von Sachsen-Anhalt qualifizieren sich die Halberstädter für die Aufstiegsspiele des Nordostdeutschen Fußballverbandes. "Wir wollen die Herausforderung annehmen", kündigt Gesell zuversichtlich an. "Uns ist bewusst, wie anspruchsvoll die Duelle - gerade gegen Teams aus dem Berliner Raum - werden", erklärt der 32-Jährige, "aber wir sind hochmotiviert, glauben an unsere Chancen und wollen die Sensation schaffen."
Zuvor aber haben die Germanen in der Verbandsliga noch vier Aufgaben vor der Brust. Auch gegen die SG Union Sandersdorf (30. April), die SG Dessau/Kochstedt (3. Mai), den VfL Halle 96 (17. Mai) und Turbine Halle (7. Juni) soll die Weste des Landesmeisters weiß bleiben. Die Relegationsspiele gegen den - traditionell stark einzuschätzenden - Berliner Vertreter gehen dann erst am 21. und 28. Juni über die Bühne. Aktuell steht der langjährige Junioren-Regionalligist SC Staaken in der Berliner A-Junioren-Verbandsliga an der Spitze.