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Ernüchterung in Hauzenberg: »Mehr als ein Klassenunterschied«

Drei Spiele, drei Niederlagen: Den Start in die Bayernliga hat sich der Sturm anders vorgestellt +++ Am Freitag kommt das Topteam aus Pipinsried ins Staffelbergstadion

von Mathias Willmerdinger · 06.08.2025, 16:15 Uhr · 0 Leser
Im Regen: Johannes Stingl und der FC Sturm Hauzenberg haben sich zweifelsohne vom Saisonstart mehr erhofft.
Im Regen: Johannes Stingl und der FC Sturm Hauzenberg haben sich zweifelsohne vom Saisonstart mehr erhofft. – Foto: Robert Geisler

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Der FC Sturm Hauzenberg ist mit großer Euphorie ins Abenteuer Bayernliga gestartet. Nach drei ausgetragenen Partien ist die Ernüchterung unterm Staffelberg allerdings deutlich zu spüren. Drei Spiele, drei Niederlagen - zudem wollte dem Sturm noch kein einziger eigener Treffer gelingen. Das hatten sich die Granitstädter anders vorgestellt. Damit scheint sich auch abzuzeichnen, was der Aufsteiger tunlichst vermeiden wollte: Von Anfang an tief im Tabellenkeller festzuhängen.

Groß einen Vorwurf konnte man der Mannschaft zuletzt im Derby beim SV Schalding nicht machen. Einsatz und Einstellung passten, keine Frage. Was aber offensichtlich ist: Die Hauzenberger tun sich sehr schwer mit dem Toreschießen. Fehlt es schlicht an Qualität in der Offensive? "Wir haben in drei Spielen keinen Treffer erzielt. Das spricht schon eine deutliche Sprache. Die Qualität fehlt uns nicht, allerdings können wir im Moment nicht die nötige Durchschlagskraft nach vorne entwickeln, das kann man durchaus so sagen", sucht Trainer Dominik Schwarz nicht nach Ausflüchten.

Das bislang ausbleibende Erfolgserlebnis nagt natürlich auch am Selbstverständnis der Hauzenberger Kicker, doch die stecken nicht den Kopf in den Sand, wie Schwarz berichtet: "Die Trainingsbeteiligung ist nach wie vor top. Die Jungs hauen sich in jeder Einheit voll rein und arbeiten an sich. Im Fokus in dieser Woche steht vermehrt der Torabschluss und Zweikampfschulung. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich das Engagement bald auszahlen wird."

Dass die Hauzenberger als Neulinge mit den Anforderungen in der zweithöchsten Amateurklasse noch fremdeln, kommt allerdings auch nicht überraschend. Schwarz zeigt Verständnis, macht aber auch deutlich: "Im Vergleich zur Landesliga ist das mehr als ein Klassenunterschied. Wir haben im Moment in allen Mannschaftsteilen noch zu kämpfen und müssen in allen Bereichen merklich zulegen."



Mit Blick auf den kommenden Gegner wird eine Leistungssteigerung unerlässlich sein. Am Freitag kommt Meisterschafts-Mitfavorit FC Pipinsried ins Staffelbergstadion. "Wir sind krasser Außenseiter. Man muss sich ja nur mal den Kader von Pipinsried anschauen: Fabian Benko, Nico Karger oder ein Tobias Schröck, da ist viel Erfahrung aus der 2. und 3. Liga vorhanden. Das wird ein richtig dickes Brett für uns", meint Schwarz.

Nicht mitarbeiten an der Überraschung kann dabei Hannes Hobelsberger, der in Schalding kurz vor Schluss für ein übermotiviertes wie rüdes Einsteigen die rote Karte gesehen hatte. Für satte vier Partien ist der 22-Jährige deshalb gesperrt worden - was für Unmut beim Sturm gesorgt hat. "Das Strafmaß ist für uns nicht nachvollziehbar", klagt Schwarz, der zusammen mit seinem Trainerkollegen Alex Geiger weiterhin auf die verletzten Moritz Gerhartinger und Anton Hobelsberger verzichten muss. Ob`s bei Manuel Mader nach einem erlittenen Pferdekuss für Freitag reicht, ist noch nicht sicher. So oder so können die Niederbayern eigentlich nur überraschen. "Man sagt doch immer, gegen solche Topmannschaften, das sind die einfachsten Spiele. Keiner erwartet etwas von uns", grinst Schwarz. Wer weiß, vielleicht hilft gerade diese Konstellation dem Sturm in der schwierigen Anfangsphase...