
Der FC Sturm Hauzenberg ist mit großer Euphorie ins Abenteuer Bayernliga gestartet. Nach drei ausgetragenen Partien ist die Ernüchterung unterm Staffelberg allerdings deutlich zu spüren. Drei Spiele, drei Niederlagen - zudem wollte dem Sturm noch kein einziger eigener Treffer gelingen. Das hatten sich die Granitstädter anders vorgestellt. Damit scheint sich auch abzuzeichnen, was der Aufsteiger tunlichst vermeiden wollte: Von Anfang an tief im Tabellenkeller festzuhängen.
Groß einen Vorwurf konnte man der Mannschaft zuletzt im Derby beim SV Schalding nicht machen. Einsatz und Einstellung passten, keine Frage. Was aber offensichtlich ist: Die Hauzenberger tun sich sehr schwer mit dem Toreschießen. Fehlt es schlicht an Qualität in der Offensive? "Wir haben in drei Spielen keinen Treffer erzielt. Das spricht schon eine deutliche Sprache. Die Qualität fehlt uns nicht, allerdings können wir im Moment nicht die nötige Durchschlagskraft nach vorne entwickeln, das kann man durchaus so sagen", sucht Trainer Dominik Schwarz nicht nach Ausflüchten.
Das bislang ausbleibende Erfolgserlebnis nagt natürlich auch am Selbstverständnis der Hauzenberger Kicker, doch die stecken nicht den Kopf in den Sand, wie Schwarz berichtet: "Die Trainingsbeteiligung ist nach wie vor top. Die Jungs hauen sich in jeder Einheit voll rein und arbeiten an sich. Im Fokus in dieser Woche steht vermehrt der Torabschluss und Zweikampfschulung. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich das Engagement bald auszahlen wird."
Dass die Hauzenberger als Neulinge mit den Anforderungen in der zweithöchsten Amateurklasse noch fremdeln, kommt allerdings auch nicht überraschend. Schwarz zeigt Verständnis, macht aber auch deutlich: "Im Vergleich zur Landesliga ist das mehr als ein Klassenunterschied. Wir haben im Moment in allen Mannschaftsteilen noch zu kämpfen und müssen in allen Bereichen merklich zulegen."