
Wir haben uns wieder getraut. Ab sofort erscheinen in regelmäßigen Abständen Saisonvorschauen im FuPa Baden Gebiet, in denen wir unsere (subjektive) Meinung zur kommenden Runde samt Platzierungstipps der einzelnen Teams abgeben.
Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, schließlich heißt das auch, dass wir einige Klubs auf Abstiegsplätze tippen. Seht es einfach als zusätzliche Motivation und gebt euer Bestes, unsere Einschätzungen ins Gegenteil zu kehren.
Heute steht die Heidelberger Kreisliga im Fokus.
VfB Rauenberg
Nur wenige Minuten haben gefehlt, um den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen. Dennoch gibt der VfB nicht auf und die „Macht vom Mannaberg“ hat sich mit vier Neuzugängen verstärkt. Zusätzlich hat der Auftaktsieg im Badischen Pokal gegen den Landesligisten VfB Leimen gezeigt, dass man sicher alles dafür tun wird, um am Ende wieder zu den Top-Teams der Kreisliga zu zählen.
SG Dielheim
Einen größeren Kaderumbruch gibt es bei der SG Dielheim. Sieben Neuzugänge, darunter drei vom letztjährigen Ligakonkurrenten aus Baiertal, werden künftig das rot-weiße Trikot tragen. Den ein oder anderen Leistungsträger aus der Vorsaison wird man zwar nicht mehr auf dem Platz sehen, die Kaderqualität hat jedoch nicht abgebaut, sodass auch die SGD erneut ein Kandidat für die Meisterschaft sein wird.
SpG Dilsberg/Bammental
Als bester Aufsteiger der Liga schloss die SpG Dilsberg/Bammental II die Kreisliga auf dem 6. Tabellenplatz ab. In der kommenden Saison bleibt Ex-Nationalspieler Sebastian Rudy erhalten und es gibt auch Bewegung im Kader. Wenn an die Erfolge aus der Hinrunde angeknüpft werden kann, steht einer erneuten Platzierung im oberen Drittel der Tabelle nichts im Wege.
SG Horrenberg
Wie in Dielheim gibt es auch im Ortsteil Horrenberg Bewegung im Kader. Acht Neuzugänge stehen Trainer Michael Glaser zur Verfügung, darunter zwei Spieler vom Landesligisten SG-SV Lobbach. Im Gegenzug laufen drei SGH-Urgesteine künftig in Eschelbach auf und Ex-Verbandsligastürmer Muharrem Iseni wechselte in die Landesliga zum VfB St. Leon. Wenn die Qualität des Kaders in Punkte umgewandelt wird, könnte die Saison 2026/27 positiv verlaufen.
Künftig wird die 2. Mannschaft des 1. FC Mühlhausen als „Oberligareserve“ an den Start gehen. Der Kader hat sich punktuell verändert, einige Stammspieler sind dem 1. FCM erhalten geblieben. Mit dieser Basis kann eine erfolgreiche zweite Spielzeit in der Kreisliga anpeilt werden.
Eberbacher SC
Bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren konnte der Eberbacher SC den Heidelberger Kreispokal gewinnen. Ebenso hat man mit dem 5. Platz in der Kreisliga die beste Platzierung in der Tabelle seit dem Aufstieg im Jahr 2019 erreicht. Zudem bleiben einige Stammspieler erhalten, sodass erneut eine Platzierung im oberen Drittel drin ist.
Heidelberger SC
Innerhalb der drei Spielzeiten in der Kreisliga hat sich der HSC kontinuierlich um zwei Plätze verbessert. So konnte man nach dem Aufstieg den 8. Platz belegen, im zweiten Jahr den 6. Platz und die Saison 2025/26 mit dem 4. Platz krönen. Die Vize-Meisterschaft wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher unrealistisch, eine weitere Platzierung auf einem einstelligen Tabellenplatz ist hingegen wahrscheinlich.
VfB Wiesloch
Eine beeindruckende Spielzeit kann der VfB Wiesloch vorweisen. Letzte Saison hat man auf dem eigenen Platz kein einziges Spiel in der Kreisklasse A verloren, ebenfalls konnte man am 28. Spieltag die Meisterschaft feiern, nachdem man einen Monat davor schon den Aufstieg perfekt gemacht hat. Vier neue Spieler werden den Kader von Trainer Yavuz Aktas bereichern, alle Neuzugänge sind in der Vergangenheit für (mindestens) einen Stadtkonkurrenten aufgelaufen. Wenn der Schwung aus der Vorsaison übernommen wird, ist ein einstelliger Tabellenplatz realistisch.
SG Heidelberg-Kirchheim II
Auf die Vize-Meisterschaft im Jahr 2025 folgte im vierten Jahr in der Kreisliga der 11. Platz. Für die Verbandsligareserve sicher ein kleiner Dämpfer, zumal der Kader viel Potenzial hat. Vielleicht gelingt unter dem neuen Trainer Maximilian Schmitt wieder eine Platzierung auf einem einstelligen Tabellenplatz.
TB Rohrbach/Boxberg
Auf sechs Neuzugänge vom Liga- und Stadtkonkurrenten FT Kirchheim kann der Turnerbund in dieser Saison setzen. Zudem hat man sich mit den Platzierungen auf den Plätzen 8 und 9 zwei Jahre nach dem Aufstieg in der Kreisliga etabliert, sodass Rohrbach/Boxberg höchstwahrscheinlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.
Aramäer Leimen
2024 gelang der Aufstieg aus der Kreisklasse B, zwei Jahre später feierte Aramäer Leimen die Vize-Meisterschaft in der Kreisklasse A und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga. Dem Aufsteiger bleiben die Säulen im Kader erhalten, sodass das ausgegebene Ziel Klassenerhalt durchaus erreicht werden kann.
FC Rot
Seit 2011 spielt der FC Rot ununterbrochen in der Kreisliga und hat in dieser Saison einen Umbruch vorgenommen. Künftig wird die Mannschaft vom bisherigen 1b-Trainer Dustin Hauk trainiert, ebenfalls wurde mit Benjamin Sailer ein Spieler mit Oberligaerfahrung verpflichtet. Wenn beim FC die Euphorie nach dem Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisklasse A mitgenommen wird, wird man in der Sepp-Herberger-Straße auch 2027 in der Kreisliga bleiben.
FT Kirchheim
Einen Trainerwechsel und zahlreiche Ab- und Zugänge haben die Freien Turnier Kirchheim vorzuweisen. Dass man nach Umbrüchen auch stärker werden kann, haben die Kirchheimer 2023 nach dem freiwilligen Abstieg aus der Landesliga bewiesen, wo man als Abstiegskandidat in die Saison gegangen war, man die Spielzeit aber auf dem 7. Platz beendet hat. In den vergangenen beiden Spielzeiten kämpfte man um den Klassenerhalt und das wird auch dieses Jahr das große Ziel sein.
FC Germania Meckesheim/Mönchzell
Auch bei der Germania kann man auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, da man den dritten Aufstieg innerhalb von sieben Jahren feiern konnte. Der FC peilt den Klassenerhalt an, was ein realistisches Ziel ist. Aufgrund der starken Besetzung in der Kreisliga wird es am Ende aber auf jeden Punkt ankommen.
SpG Waldhilsbach I/Lobbach II
Wie bei der 1. Mannschaft der SG-SV Lobbach kam es bei der Spielgemeinschaft aus Waldhilsbach und Lobbach zu mehreren Umbrüchen. Mit Steffen Dispan steht künftig ein neuer Trainer an der Seitenlinie, zusätzlich kommen drei neue Spieler von der SG Mauer. Im Kreispokal musste man zuletzt eine 1:5-Niederlage beim B-Ligisten TSV Handschuhsheim hinnehmen, auch in der Liga kann es im zweiten Jahr nach dem Aufstieg schwierig werden.