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Erich Sautner setzt den „Lucky Punch“ für Biengen

Nullnummer in Ihringen +++ Waltershofen baut Vorsprung weiter aus

von Jürg Schmidt (BZ) · 11.11.2024, 18:30 Uhr · 0 Leser
Der SV Biengen (in den gelben Trikots) behielt letzten Endes im Bad Krozinger Erlenmattenstadion mit 3:2 die Oberhand und wittert Morgenluft im Abstiegskampf.
Der SV Biengen (in den gelben Trikots) behielt letzten Endes im Bad Krozinger Erlenmattenstadion mit 3:2 die Oberhand und wittert Morgenluft im Abstiegskampf. – Foto: Tanja Bacher

Der SV Biengen hat den Abstiegskampf in der Bezirksliga angenommen und gewann die Partie beim FC Bad Krozingen mit 3:2. Den Siegtreffer erzielte Erich Sautner in der Nachspielzeit, bis dato war der FCK überlegen gewesen. Ihringen/Wasenweiler stoppt mit dem 0:0 gegen Wittnau den Negativtrend der letzten Spieltage. Wie gemalt war der Spieltag für Tabellenführer Waltershofen.

Biengen trotzt überlegenem FC Bad Krozingen drei Punkte ab

Für die größte Überraschung des zwölften Spieltags sorgte der SV Biengen mit dem 3:2-Derbysieg beim FC Bad Krozingen. Trainer Angelo Saggiomo nannte die „Basics“ als Grundstein für den Erfolg: „Wir haben als Mannschaft auf dem Platz gestanden, einer war für den anderen da und ist für den anderen gelaufen.“ Was bitter nötig war, denn der Gastgeber war die spieltechnisch überlegene Mannschaft, wie Saggiomo bestätigte: „Bad Krozingen hat in der zweiten Halbzeit extrem gedrückt. Wir haben uns mit allem gewehrt, was wir haben. Mit der letzten – und eigentlich unserer einzigen – Aktion haben wird noch das 3:2 erzielt.“ Mit dem Erfolg konnte Biengen den Anschluss an die sicheren Plätze herstellen. „Wir sind nun in Lauerstellung“, sagte Saggiomo. „Wir wissen aber, dass wir nun gegen Freiamt-Ottoschwanden nachlegen müssen.“

Saisonpremiere von Kasten und Rombach geglückt

Der FC Emmendingen landete beim Aufsteiger Oberried einen 3:1-Auswärtssieg. Ob dieser nach der Trennung von Trainer Pascal Spöri bereits die Trendwende markierte, ist freilich nicht zu sagen – schließlich waren es eher die Leistungen auf dem eigenen Platz, die die Verantwortlichen zu dem Schritt veranlasst hatten. Marius Kasten, der Sportliche Leiter des Vereins, und Spöris Vorgänger Mario Rombach haben interimsweise die Übungsleitung übernommen. In Oberried hatten die Emmendinger etwas Abstand vom Hurrafußball genommen. „Wir haben etwas tiefer gestanden und die Räume enger gemacht“, sagte Kasten. Zu einem günstigen Zeitpunkt, direkt vor dem Pausenpfiff, gingen die Gäste in Führung (45.+4). Im zweiten Durchgang blieb Emmendingen zunächst dominant und profitierte davon, dass die Dreisamtäler nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Torwart Janik Zähringer und Spielertrainer Kerem Okay kurzfristig ungeordnet waren. Nachdem Oberried durch einen Handelfmeter den Anschluss hergestellt hatte, sei es laut Kasten noch brenzlig geworden, aber mit dem Konter zum 3:1 war die Begegnung entschieden. Kastens Fazit: „Die Mannschaft, die mehr Leidenschaft an den Tag gelegt hat, hat gewonnen. Der Sieg tut ihr gut.“

1:1 im Aufsteigerduell zwischen Königschaffhausen und Denzlingen II

Dominik Ruth, der Trainer des TuS Königschaffhausen, war nach dem 1:1 gegen Mitaufsteiger Denzlingen II sehr zufrieden mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft. Vor allem Michael Erb und Philipp Alfter hätten ihre Defensivaufgaben erfüllt. Der TuS ging in der 21. Minute durch Nicolas Koch in Führung. Die Gäste hatten ebenfalls Chancen, insbesondere ihr Goalgetter Tim Lettgen war ein stetiger Unruheherd. Den Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff beschrieb Ruth als „Traumtor“ – nach einem Eckstoß hämmerte Yan Slipchenko den Ball volley aus fünf Metern unter die Latte. „Das 1:1 ist zu einem ungünstigen Zeitpunkt gefallen“, führte Ruth aus. „Hätte es noch länger 1:0 gestanden, hätte Denzlingen mehr riskieren müssen – dann hätten sich uns noch mehr Umschaltmöglichkeiten geboten.“ Das 1:1 sei jedoch leistungsgerecht.

Alex Fuhr bewährt sich als Elfmeterkiller

„Wir haben den Negativlauf gestoppt!“ Zu diesem Schluss kam Marcel Kobus, der Trainer der SG Ihringen/Wasenweiler, nach dem torlosen Remis gegen seinen Ex-Verein Au-Wittnau. Kobus hatte eine „rassige, muntere Partie“ gesehen, die „in jede Richtung offen“ war. Beide Seiten bemühten sich um kontrollierten Spielaufbau, die ungünstigen Bodenverhältnisse durchkreuzten indes die Absicht. Die Kaiserstühler hatten ihre größte Chance in der ersten Halbzeit: David Schaeffer hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und den Ball auf Valdrit Asllani zurückgelegt – dessen Schuss ging an die Latte. Nach der Pause hatten die Wittnauer mehr vom Spiel; vergeblich versuchte die SG, aussichtsreiche Umschaltsituationen zu kreieren. Am Ende hatten die Gäste den Siegtreffer auf dem Fuß, aber SG-Torwart Alex Fuhr parierte bravourös einen Handelfmeter gegen Matthias Brengartner (84.) und hielt den einen Punkt fest.

Waltershofen zeigt sich effektiv und hart im Nehmen

Auch beim Spitzenreiter SV Blau-Weiß Waltershofen rückte der Torwart in den Mittelpunkt: In den ersten 45 Minuten gegen Glottertal hielt Keeper Mario Rombach die Tuniberger im Spiel. „Glottertal war in der ersten Halbzeit klar stärker als wir“, gab der Waltershofener Spielertrainer Giuseppe Paletta unumwunden zu. Die 1:0-Pausenführung sei glücklich gewesen. „In der zweiten Halbzeit haben wir den Schalter umgelegt, waren spielbestimmend und hätten das 2:0 erzielen müssen.“ Stattdessen fiel das 1:1 – „aus der ungefährlichsten Situation heraus“, präzisierte Paletta. „Aber es war wie so oft in der Saison: Die Gegentore hauen uns nicht um.“ Der entscheidende Vorteil war, dass Waltershofen erneut Raul Sick zur Verfügung stand. Von dessen Vorlage profitierte David Stählin, der in der 82. Minute den 2:1-Siegtreffer setzte. Paletta: „Letztlich waren wir einfach effektiver.“ Da die Verfolger Prechtal/Oberprechtal (1:2 gegen St. Georgen), Oberried (1:3 gegen Emmendingen) und Simonswald/Obersimonswald (4:4 in Köndringen) allesamt „patzten“, baute Waltershofen den Vorsprung zu Platz zwei auf sechs Punkte aus.