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Spielbericht

Erfahrung setzt sich durch - SG SE/BU Herren - FCE AJgd. 3:1

von Peer Millauer · 04.08.2025, 10:44 Uhr · 0 Leser

In der Testspielphase gibt es Spielpaarungen die es so sonst nicht gibt: In diesem Falle die 1. Mannschaft der SG Sexau/Buchholz gegen die A-Jugend des FCE . Kreisliga A gegen Verbandsliga. Der Unterschied im Altersdurchschnitt (und in der Erfahrung) betrug, zumindest in der zweiten Halbzeit, bestimmt ca. 10 Jahre. Es war hochinteressant zu beobachten, was sich wohl durchsetzen würde, die jahrelange Erfahrung und Routine, oder Talent und jugendliche Frische.

Es siegte die Erfahrung. Beim ersten Tor war es eine genau getaimte und platzierte Hereingabe von rechts von D. Gutjahr, bei der J. Faiß nur noch den Fuß hinhalten musste zum Versenken.

Beim zweiten Tor war es die Abgezocktheit des erfahrenen Sexauer Goalgetters Sascha Henin. Schon abgedrängt an die Auslinie im Fünfmeterraum bekam er noch den Fuß an den Ball und das Gerät landete im Netz am langen Pfosten vorbei an den verdutzten Emmendingern.

Das dritte Tor resultierte aus einer herausragenden Vorarbeit von Linksaußen Philipp Dickert, bei der er zwei Gegenspieler stehen ließ und vor der Torlinie quer legte, wo D. Reichenbach gar nicht anders konnte, als den Ball, wenn auch erst im zweiten Anlauf, über die Linie zu schieben.

Das Gegentor war ein wunderschöner Kopfball, der eine Flanke von links unhaltbar für Keeper B. Siebert ins lange Eck verlängerte. Nur, das der Kopfball nicht von einem Emmendinger kam, sondern vom eigenen Spieler. Shit happens.

Stellt man die Frage nach dem Sinn und Nutzen solcher Paarungen, so wird diese eindeutig beantwortet durch die Tatsache, dass es für die Emmendinger Jungstars darum ging, das zu sammeln, um was der Gegner ihnen voraus war: Erfahrung. Einmal Spielabläufe und Zweikämpfe zu erleben, die in ihrer Altersklasse sonst nicht so häufig vorkommen und daraus Lehren zu ziehen. Außerdem ihre Kommunikation auf dem Platz zu verbessern, ihre taktischen Vorgaben zu erfüllen, Routine zu entwickeln. Dafür war dieses Spiel bestimmt mehr als geeignet. Körperlich war gar kein so großer Unterschied zu erkennen, nur im Einsatz der Körperkraft kam dieser zum Vorschein: Die Youngsters setzten sich voll ein, aber ungezügelt, die älteren waren in ihren Aktionen gezielter, kontrollierter, abgeklärter. Man merkte , das sind Rohdiamanten bei den Emmendingern auf dem Platz, die noch den Feinschliff brauchen , um zu wirklichen Könnern zu werden. Noch fünf Jahre der Entwicklung, und die SG hätte bei gleicher Besetzung wohl keine Chance mehr (Hypothese des Verfassers). Dies kann man als Herausforderung und als Chance an den Emmendinger Trainer sehen. Was gibt es Schöneres, als jugendliche Spielfreude zur Reife entwickeln zu dürfen?

Die erste Maßnahme vom Trainer der Emmendinger nach dem Spiel waren kollektive Sprints über die Länge des Platzes. Auslaufen? Wohl eher Zusatzprogramm. Daraufhin angesprochen meinte er: "Wer Verbandsliga spielen will, muss dies durchhalten."

Der Trainer der SG, J. Klausmann, indes war zufrieden. " Wir haben einen weiteren, wenn auch kleinen Schritt in der Vorbereitung nach vorne machen können. Meine Mannschaft hat es als Kollektiv gut gemacht. Auch die Auswechselspieler haben ihre Sache ordentlich gemacht. Einzeln gibt es noch Luft nach oben. Aber dies ist normal. Darauf können wir aufbauen."