
Bei der TSG Balingen ist in sportlich schwieriger Lage eine Personalentscheidung gefallen, die für Verlässlichkeit und Identifikation steht. Simon Klostermann hat seinen Vertrag verlängert und wird auch in der kommenden Saison für den Regionalligisten auf Torejagd gehen. Es ist ein Bekenntnis zu einem vertrauten Gesicht in unruhiger Zeit.
Die Verlängerung gewinnt auch deshalb an Gewicht, weil sie in eine Phase fällt, in der die TSG Balingen in der Regionalliga Südwest um Halt und Perspektive ringt. Nach 27 Spielen steht die Mannschaft mit 20 Punkten auf Rang 16, zuletzt setzte es am 4. April 2026 eine knappe 2:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg II. In dieser sportlichen Lage wirkt die Zusage von Simon Klostermann wie ein Signal, dass der Verein über den engen Horizont des Abstiegskampfs hinausdenkt.
Der 25 Jahre alte Stürmer bringt längst jene Erfahrung mit, die in solchen Phasen nicht zu unterschätzen ist. Ausgebildet wurde er zunächst in der Jugend-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim, später spielte er in der U19-Oberliga in Freiberg. Seine ersten Schritte im Herrenbereich machte er beim SGV Freiberg in der Oberliga, ehe er 2020 erstmals zur TSG Balingen wechselte und dort Regionalliga-Erfahrung sammelte. Nach zwei Jahren zog es ihn innerhalb der Liga zum SSV Ulm, 2023 anschließend noch einmal für anderthalb Spielzeiten zum SGV Freiberg. Im Winter 2024 kehrte er schließlich nach Balingen zurück.
Diese Laufbahn erzählt von einem Spieler, der den Fußball im Südwesten kennt, die Anforderungen der Ober- und Regionalliga verinnerlicht hat und auf mehr als 150 Einsätze in diesen Spielklassen zurückblickt. Für Balingen ist das von Bedeutung, weil Simon Klostermann nicht nur Torgefahr verkörpert, sondern auch eine gewisse Vertrautheit mit dem Verein und seinem Umfeld mitbringt.
Dass die TSG den Angreifer hält, ist daher mehr als eine routinierte Kaderentscheidung. In einer Saison, in der Tabellenstand und Gegentorbilanz die Probleme offenlegen, setzt der Verein mit dieser Verlängerung auf Kontinuität im Offensivbereich. Simon Klostermann soll auch künftig einer sein, an dem sich Balingen in der Suche nach Stabilität und neuen Impulsen orientieren kann.