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Ligabericht

Eppingens Zweite zurück in der Kreisliga

Kreisklasse A Sinsheim +++ Der Verbandsliga-Unterbau setzt sich souverän durch +++ Dichtes Gedränge auf den folgenden Rängen +++ Tiefenbach und Weiler steigen ebenfalls auf +++ Die SG Untergimpern zieht den Kopf aus der Schlinge

von red. · 24.06.2025, 11:52 Uhr · 0 Leser
– Foto: Siegfried Lörz

Am Ende einer Saison gibt es viele Geschichten zu erzählen. Für die Kreisklasse A haben wir uns ein paar herausgepickt und schließen die Spielzeit 2024/25, die in vielerlei Hinsicht als besonders in die Kreisgeschichte eingehen wird, ab.

Nach zwei Jahren den „Unfall“ Abstieg ausgebügelt

Zweifel gab es nicht wirklich. "Mein Favorit ist die Eppinger Zweite, weil sie spielerisch die Besten sind", diese Aussage hätte man nahezu unverändert jedem Konkurrenten in den Mund legen können. Immer wieder wurde der VfB Eppingen II genannt, wenn man nach dem Favoriten auf die Meisterschaft gefragt hat.

Die Mannschaft von Spielertrainer Muti Brim, der mit 38 Jahren gleichzeitig so etwas wie der „Papa“ gewesen ist, eilte von Sieg zu Sieg, meisterte kleinere Rückschläge und sicherte sich völlig verdient den Titel. In der Kreisliga wollen die Jungen Wilden direkte eine gute Rolle spielen und das ist ihnen durchaus zuzutrauen.

Eppingens Zweite um Spielertrainer Muti Brim (l.) wurde Meister. Weiler um Spielertrainer Nicolas Heinrich (r.) durfte als Dritter über die Relegation aufsteigen.
Eppingens Zweite um Spielertrainer Muti Brim (l.) wurde Meister. Weiler um Spielertrainer Nicolas Heinrich (r.) durfte als Dritter über die Relegation aufsteigen. – Foto: Siegfried Lörz

Dramatischer Dreikampf um Rang zwei

Dahinter hätte es spannende nicht zugehen können. Der SV Tiefenbach sicherte sich die Vizemeisterschaft vor den punktgleichen Teams des FC Weiler (Dritter) sowie des TSV Ittlingen (Vierter).

"Es war eine Wahnsinns-Achterbahnfahrt", fasste Jason Walzel den rückblickend entscheidenden 4:3-Sieg seiner Tiefenbacher in Weiler zusammen. Das Topspiel des vorletzten Spieltags bot allerhand Dramatik, Weiler führte gar mit 2:0, doch Tiefenbach hielt sich an die eigenen Stärken, die den SV in der Rückrunde auszeichneten. Ab April holten die Gelb-Schwarzen 32 von 36 möglichen Punkten und überholten die zeitweise weit enteilten Weilermer und Ittlinger quasi auf der Zielgeraden.

Weilermer "Happy End" vor über 1 000 Zuschauern

Die ganz große Sause durfte der FC Weiler in der Relegation veranstalten und das vor über 1 000 Zuschauern im Nachbardorf. In Hilsbach schlug die Martaler/Heinrich-Elf den SV Adelshofen mit 3:1 nach Verlängerung und stieg über die Relegation auf. Dem Aufstieg ging eine lange Leidensgeschichte voraus, seit 2018 scheiterte des FCW meist sehr knapp daran. Nun waren die Rot-Weißen einfach reif und schossen ihren Klub nach rund drei Jahrzehnten Abstinenz zurück in die höchste Klasse des Kreises.

Der TSV Ittlingen schaute dagegen in die Röhre. Als bester Absteiger kostete der da Cunha/Oliveira-Truppe lediglich das schlechtere Torverhältnis den Aufstieg. 2025/26 wird der TSV zweifellos einen neuen Anlauf Richtung Kreisliga unternehmen. Dann mit dem Trainer-Routinier Mike Keitel an der Seitenlinie.

"Big Three"

Nach seiner errungenen Torjägerkanone 2023 mit 29 Toren, trug sich Paul Reischl vom FC Eschelbronn dieses Mal als zweitbester A-Klassen-Torjäger in die Statistik ein. Getoppt wurde der 27-Jährige, der diese Runde sogar 31 Treffer erzielte, lediglich vom Tiefenbacher Coach. Jason Walzl schoss 33 Tore und legte 16 weitere auf. Das verdient den Titel „Ausnahmespieler“ des Jahres. Angelbachtals Pierre Fuentes folgt mit nicht minder erwähnswerten 30 Treffern.

Absteiger schlagen sich wacker

Neben Ittlingen mussten im vergangenen Sommer der FC Eschelbronn und der TSV Waldangelloch den Gang nach unten antreten. Beide gingen im Mittelfeld, Eschelbronn als Neunter, der TSV als Zehnter, durchs Ziel. Das sind ordentliche Ergebnisse in einem Jahr, das nie einfach ist, wenn gerade erst absteigen musste.

Sulzfeld führt Verfolgerfeld an

Die Remis-Könige wurden Fünfter. Gleich 13 Mal teilte sich der FVS Sulzfeld mit seinen Konkurrenten die Punkte. Das ist der einsame Spitzenwert, danach folgen Angelbachtal und Untergimpern mit jeweils neun Unentschieden.

Zusammen mit dem SV Sinsheim, der eine bemerkenswert gute Runde nach dem Aufstieg hinlegte und Sechster wurde, sowie dem TSV Dühren auf Position sieben, bildeten die Sulzfelder das dünne Verfolgerfeld.

Angelbachtal nach Top-Rückrunde gerettet

Rang fünf in der Rückrundentabelle sticht heraus. Der TSV Angelbachtal hat sich in der zweiten Saisonhälfte unter seinem neuen Trainer Tobias Littig zügig nach oben gearbeitet und musste nicht bis zum Schluss zittern. Enger wurde es für den TSV Zaisenhausen und erst recht für den VfB Bad Rappenau.

Die Kurstädter benötigten am letzten Spieltag beim abgeschlagenen TSV Reichartshausen ein Remis und holten selbiges mit 1:1 gerade so. Ein Zähler Vorsprung auf den SG Untergimpern sicherte dem VfB die Kreisklasse A.

Die Nerven bewahrt

Die SG Untergimpern musste am letzten Spieltag tatenlos, weil spielfrei, mitansehen, wie Bad Rappenau an ihr vorbeigezogen ist. Es ging folglich in die Relegation, wo die Puente-Schützlinge dem großen Druck standhielten, gegen den SV Neidenstein einen Rückstand drehten und in der Verlängerung den umjubelten 2:1-Sieg eintüteten.

Untergimperner Ekstase nach dem Sieg gegen Neidenstein im Relegationsspiel gegen den Abstieg.
Untergimperner Ekstase nach dem Sieg gegen Neidenstein im Relegationsspiel gegen den Abstieg. – Foto: Berthold Gebhard

Chancenlos

Dieser Drops war schnell gelutscht. Der TSV Helmstadt II belegte mit acht Punkten den 17. und damit letzten Platz. Drei Punkte mehr sammelte der Ortsnachbar TSV Reichartshausen. Beide mussten sich frühzeitig mit dem Abstieg in die Kreisklasse B abfinden. Dort wird kommende Runde vor allem Reichartshausen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit dem langjährigen Verbandsliga-Kicker David Bechtel hat der Klub einen Trainer-Coup gelandet, der eine hohe Erwartungshaltung mit sich bringt.