2026-04-03T19:57:16.526Z

Spielbericht

Enttäuschung und Erleichterung: ESV Penzberg verliert gegen SG Hungerbach

Kreisklasse 3 Landkreisderby

von Oliver Rabuser · Heute, 13:30 Uhr · 0 Leser
Michael Fülla bezwingt Tom Viertlböck zum 0-2
Michael Fülla bezwingt Tom Viertlböck zum 0-2 – Foto: Tamara Rabuser (or)

Die SG Hungerbach sichert sich wichtige Punkte im Abstiegskampf. Trainer Kalus bemängelt beim ESV Penzberg Wille und Einsatz seiner Mannschaft.

Beim ersten Hinsehen führen bestimmte Resultate bisweilen zu Kopfschütteln. So auch das 0:2 des ESV Penzberg gegen die SG Hungerbach. Bei genauerer Betrachtung überrascht dabei aber nur die Performance des personell zuletz arg gebeutelten Gastes. Der Absteiger aus der Kreisliga sichert sich eminent wichtige Zähler gegen eine weitere Rückstufung. Beim Eisenbahnersportverein hingegen reift die Einsicht, dass nach der dritten Heimniederlage 2026 ein möglicher Aufstieg grundlegender Essenzen entbehrt.

„Das ist der Boden der Tatsachen“, stellt Maximilian Kalus klar. Sauer stößt dem ESV-Coach auf, dass es im Landkreisderby der Kreisklasse 3 an „Einstellung, Wille und Einsatz“ gemangelt habe. So brauche man nicht über die Kreisliga sprechen. Am Ball treffe man „viele falsche Entscheidungen“, die das negative Ergebnis freilich befeuern. Ähnlich wie bei der Niederlage gegen Starnberg führte ein Freistoß zum Rückstand. SG-Spieler Jonas Listle traf von der Seite durch Freund und Feind hindurch. Später machte Michael Fülla mit einem Heber über Tormann Tom Viertelböck alles klar, als der ESV zu weit aufgerückt war. „War nicht unverdient“, räumte Kalus ein, zumal an Chancen nicht viel mehr zu sehen war, als der Kopfball von Ludwig Brock.

Nicht euphorisch, gleichwohl in der Stimmung ungleich gelöster, wird das Resultat am Hungerbach bewertet. „Ein ganz wichtiger Sieg, wenn man auf die Tabelle schaut“, gab Trainer Gerhard Bertl zu bedenken, dass die SG bereits eine Partie mehr ausgetragen hat als die meisten Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte. Mitentscheidend für den achten Saisonerfolg war für Bertl die Rückkehr von Kapitän Michael Listle und von Max Habermann. „Hat zur Stabilität beigetragen.“ Zudem wirkte auch der Führungstreffer belebend für das Team. „Wichtig, dass wir das 1:0 machen“, betonte der Nachfolger von Peter Müller. Bertl betonte, dass man im Schlussakkord des ersten Abschnitts einige Probleme hatte, insgesamt aber Herr des Verfahrens gewesenwar. Erst recht, als Fülla den „super herausgespielten Konter“ mit der Vorentscheidung krönte.

Im Anschluss hätte es aufgrund der Gestaltungsräume sogar noch höher ausgehen können. Interessierte die Hungerbacher beim Siegesbier allerdings schon nicht mehr. Bertl warnte lediglich noch vor Trugschlüssen. „Der Sieg hilft uns nur, wenn wir nächste Woche gegen Erling nachlegen.“