2026-04-29T13:32:52.058Z

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🗣: "Enttäuschendes Ergebnis" – Bayernliga-Meisterrennen wieder offen

Junglöwen patzen in Gundelfingen

von Michel Guddat · Heute, 12:32 Uhr · 0 Leser
Alper Kayabunar und der TSV 1860 II verloren gegen Gundelfingen mit 2:4.
Alper Kayabunar und der TSV 1860 II verloren gegen Gundelfingen mit 2:4. – Foto: Walter Brugger/FuPa

Der TSV 1860 MĂĽnchen II verliert das zweite Spiel in Folge. Die Meisterschaft in der Bayernliga SĂĽd ist damit wieder komplett offen. Das Fazit von Trainer Alper Kayabunar.

5:0 gegen Deisenhofen, 4:0 gegen Türk Augsburg, 4:0 gegen Erlbach, 5:0 gegen Kirchanschöring – der TSV 1860 München II surfte auf einer Erfolgswelle, die nicht enden wollte. Ein Team nach dem anderen wurde von den spielstarken Junglöwen regelrecht auseinandergenommen. Die Meisterschaft der Bayernliga Süd? Sie war nahezu vergeben. Drei Spieltage später herrscht eine andere Gemütslage bei den Löwen.

Meisterrennen wieder offen: Junglöwen kassieren zweite Niederlage in Folge

Das 1:1-Unentschieden im Topspiel gegen Verfolger TSV Landsberg konnte noch als Erfolg gesehen werden. Nach Rückstand zurückgekommen, Abstand gewahrt. Doch es folgte eine überraschende 0:1-Niederlage gegen Kellerkind Hauzenberg. Die erste Niederlage seit dem 15. November 2025 (1:2 in Geretsried). Und nun? 2:4-Pleite im Nachholspiel gegen Gundelfingen. Trotz 2:1‑Halbzeitführung. Trotz prominenter Verstärkung durch Spieler wie Samu Althaus und Loris Husic, die zuletzt im Drittliga-Kader der Löwen aufspielten.

Der Vorsprung auf Landsberg ist weg, einzig das bessere Torverhältnis (+9 zu Landsberg) hält die Junglöwen, die nicht aufstiegsberechtigt sind, auf Meisterkurs. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Alper Kayabunar gegenüber Fussball Vorort/FuPa Oberbayern nach dem Spiel. Das Fazit des Trainers:

»Für uns war es ein enttäuschendes Ergebnis. Wir sind sehr schlecht in die Partie gestartet und haben bereits in der dritten Minute aus der ersten Torchance von Gundelfingen das 0:1 kassiert – weil wir den Ball einfach nicht gut wegverteidigt haben und nicht in den Zweikampf kamen. Danach haben wir etwa 15 Minuten gebraucht, um in die Partie zu finden, was man angesichts der Konstellation auch verstehen muss: Wir hatten einige junge Spieler der Profis sowie den ein oder anderen Akteur aus der U19 dabei, denn aus den letzten Wochen fehlen uns sechs Spieler, die normalerweise immer von Beginn an auf dem Platz stehen. Das hat man in dieser Phase deutlich gespürt.

Danach aber waren wir gut im Spiel, erzielten verdient den Ausgleich und gingen meiner Meinung nach auch verdient in Führung. Wir verpassten allerdings mehrere Umschaltmomente, hätten das 3:1 schießen können und hatten zudem einen Pfostentreffer durch Loris Husic. Ein drittes Tor hätte uns in diesem Moment sehr gutgetan. So gingen wir verdient mit 2:1 in die Pause, nahmen uns viel vor für die zweite Halbzeit. Gestartet sind wir aber genauso wie in der ersten, kassierten schnell den Ausgleich und kurz darauf die erneute Führung für Gundelfingen.

„Für uns gilt es jetzt, das zu verarbeiten und den Blick auf Samstag zu richten“

Man hat gemerkt, dass Gundelfingen alles reingehauen hat. Wir haben ebenfalls viel probiert und hatten noch Möglichkeiten zum Ausgleich, doch nachdem Gundelfingen durch eine Standardsituation das 4:2 erzielt hatte, war klar, dass es sehr schwer werden würde. Sie haben alles gut wegverteidigt. Obwohl wir nochmal alles versucht haben, hat es leider nicht gereicht. Aufgrund der zweiten Halbzeit muss man anerkennen, dass Gundelfingen dieses Spiel auch verdient gewonnen hat. Für uns gilt es jetzt, das zu verarbeiten und den Blick auf Samstag zu richten.«

Dann wartet der TSV Nördlingen, um Bayernliga-Toptorjäger Simon Gruber. Am letzten Spieltag geht es gegen den FC Ismaning. Vielleicht endet die starke Debüt-Saison von Trainer Kayabunar doch noch mit der verdienten Meisterschaft. Das Gute: Die Junglöwen haben es selbst in der Hand. (mg)