
Die DJK Donaueschingen steht auf dem letzten Platz in der Fußball-Landesliga. Trainer Benjamin Gallmann erklärt im Interview, dass er nach dem personellen Umbruch mit einer schweren Saison gerechnet hatte. Aber gleich so schwer?
Manchmal kommt es genau so, wie man es erwartet hat. Im positiven Sinne ist das wunderbar. Läuft es dagegen nicht, dann macht sich Ärger breit: Warum muss ich denn immer mit meinen Vorahnungen recht behalten? In dieser Gemütslage dürfte sich gerade Benjamin Gallmann befinden. Wenn es um Fußball geht, macht ihm so schnell keiner was vor. Schon gar nicht im Zusammenhang mit seiner Mannschaft. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga ereilte die DJK Donaueschingen ein personeller Aderlass der besonderen Art. Verdiente Spieler hingen ihre Kickschuhe an den Nagel, manche suchten sich einen anderen Verein. Dafür wurden neue Fußballer verpflichtet, vornehmlich junge und aus unteren Ligen stammend. Daraus ein funktionierendes Team zu formen – auf Landesliga-Niveau – erweist sich als Herkulesaufgabe. Dieser hat sich Gallmann gestellt. Im vollen Wissen um die Probleme.
BZ: Herr Gallmann, nach acht Spielen steht ihre Mannschaft mit sechs Punkten auf dem letzten Platz. Hand aufs Herz: Haben Sie erwartet, dass Sie nach dem Abstieg aus der Verbandsliga gleich wieder so weit hinten stehen?
Es kommt für mich nicht komplett überraschend. Wir stecken mitten in einem riesigen Umbruch, das merkt man einfach. Für viele Spieler bedeutet die Landesliga Neuland.
BZ: Fünf Niederlagen in Folge sind aber schon ernüchternd.
Natürlich. Die Mannschaft befindet sich in einem Entwicklungsprozess, für den es Geduld und Weitsicht braucht. Das war mir von Beginn an klar.
BZ: Wie weit ist sie schon in ihrer Entwicklung?
Wir sind bereits gute Schritte nach vorn gegangen, jeder für sich, aber auch als Team. Leider spiegelt sich das noch nicht in den Ergebnissen wider.
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Benjamin Gallmann (40) trainiert seit dem Jahr 2022 die DJK Donaueschingen. Nach seiner Aktivenzeit startete er in der Saison 2009/10 als Spielertrainer bei der SG Schlüchttal seine zweite Sportkarriere. Später stand er beim TuS Bonndorf und dem FC Neustadt an der Seitenlinie.