
Mainz. Als Trainer eines historischen Aufstiegs verlässt Stephan Lampert die künftigen Landesliga-Fußballer der TuS Marienborn II und wechselt – gemeinsam mit einem Drittel des Kaders – zu Kreisoberligist Kastel 06. Ein Gespräch über Erfolge, Enttäuschungen und neue Ziele.
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Sie kamen 2021 zu einer abstiegsgefährdeten Landesliga-U19, wurden zweimal Meister und Pokalsieger. Dann ging es sogar in die U19-Regionalliga hoch. Jetzt ist die A-Jugend quasi wieder auf dem Rückweg. Können Sie beide Entwicklungen erklären?
Als ich kam, habe ich mein Netzwerk spielen lassen und den ein oder anderen überzeugt, nach Marienborn zu kommen, mit der Perspektive auf die Zukunft. Ich habe den Verbandsliga-Kader zusammengestellt und Trainer Massimo Vallone installiert, die dann eine Top-Saison gespielt haben. Danach war ich gar nicht mehr involviert. In der 1b habe ich einen neuen Kader aufgebaut und so viele A-Jugendliche wie möglich hochgezogen. Leider wurde das Interesse an uns immer geringer. Aber wir konnten frei arbeiten. Wir haben immer wieder Spieler nach oben abgegeben, wobei leider oft die Kommunikation gefehlt hat. Als Armin Paulus hochgezogen wurde, wurde mit mir nicht mal mehr geredet.
Nun stellt die TuS die allererste zweite Mannschaft eines Amateurclubs aus Mainz in der Landesliga Südwest. Wie konnte das gelingen?
In der Hinrunde kristallisierte sich heraus, dass es mit Chefcoach Ali Cakici nicht weitergehen würde. Wären Sie gern sein Nachfolger geworden?
Ich hätte mir zumindest gewünscht, dass der Verein mit mir spricht. Das hätte ich logisch gefunden. Die Entscheidung ist dann Sache des Vereins. Leider habe ich sie aus der Zeitung erfahren.
Ist der Abgang eine Reaktion darauf, dass Sie nicht gefragt wurden?
Das Thema Wertschätzung hat schon eine Rolle gespielt. Ich hatte das Gefühl, dass man mich nicht mehr wollte. Dann hört man sich auch mal eine Anfrage an. Deswegen habe ich schnell festgelegt und kommuniziert, dass es in Marienborn nicht weitergeht.