
Der Präsident des FC 08 Villingen und ehemalige Spitzendiplomat starb völlig überraschend am Montag auf einer Auslandsreise in Saudi-Arabien. Er wurde 70 Jahre alt.
Diese Nachricht entsetzt nicht nur die Fans und Verantwortlichen des FC 08 Villingen, aber natürlich herrscht gerade im Verein Fassungslosigkeit. "Ich bin total schockiert und fühle eine Leere. Ich habe Dieter als Präsident wie als Freund sehr geschätzt", wird FC 08-Vorstand Armin Distel in einer Pressemitteilung des Clubs zitiert. Und sein Vorstandskollege Reinhard Warrle ergänzt darin: "Unsere Gedanken sind jetzt bei Dieters Ehefrau und den drei Söhnen."
Dieter W. Haller wurde in Trossingen geboren und wuchs dort auch auf. Nach dem Abitur studierte er Politik, Anglistik und Sportwissenschaft an den Universitäten in Tübingen und Cambridge. Danach machte er Karriere als Spitzendiplomat, zunächst als Leiter des Rechts- und Konsularreferats in Chile. Von 2007 bis 2011 war Haller deutscher Botschafter in Südafrika, anschließend von 2011 bis 2014 in Saudi-Arabien. Danach machte der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier ihn zum Leiter der Wirtschaftsabteilung im Auswärtigen Amt als Ministerialdirektor. 2018 wurde Haller in den Ruhestand verabschiedet.
Auch nach seiner Pensionierung war er immer noch im wirtschaftlichen, politischen und sportlichen Bereich aktiv. "Dennoch fand Dieter W. Haller immer Zeit und ein offenes Ohr für seinen FC 08 Villingen, dessen überaus engagierter Präsident er seit Juli 2024 war", heißt es in der Mitteilung weiter. Zuvor habe Haller sich bereits als Vorsitzender des Beirats des FC 08 Villingen engagiert und verdient gemacht.