2025-12-03T05:51:34.672Z

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Die Anzahl der Kreise am Niederrhein schrumpft in der kommenden Saison auf zwölf.
Die Anzahl der Kreise am Niederrhein schrumpft in der kommenden Saison auf zwölf. – Foto: Rocco Bartsch

Entscheidung steht: FVN zur kommenden Saison mit einem Kreis weniger

Die zwei kleinsten Kreise am Niederrhein schließen sich zur Saison 2025/26 zusammen.

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern (>>> wir berichteten hier): Zur kommenden Saison fusionieren die Fußballkreise Solingen und Remscheid. Noch schwirren jedoch zarte Fragezeichen um die konkrete Umsetzung dessen. Von der Wahl des neuen Vorstands bis hin zu Teams, die überlegen den Verband zu wechseln.

FVN segnet die Entscheidung ab

Die grundsätzliche Entscheidung des Zusammenschlusses kam nicht impulsiv, sondern über einen langwierigen Prozess zum Tragen. So suchten die beiden Kreise zunächst auch den Dialog mit den betroffenen Vereinen und Vereinsverantwortlichen, sowie dem Fußballverband Niederrhein (FVN). Dieser positionierte sich auch klar auf die Seite der Fusionierung: "Die Initiative diesen Schritt zu gehen, haben wir gemeinsam ergriffen. Es gab aber seitens des Verbandes klare Signale, dass wir diesen Weg gehen sollten", wird Frank Tammschick, der Vorsitzende des Fußballkreises Remscheid, in der Bergischen Morgenpost zitiert. Zusammen mit seinem Amtskollegen aus Solingen, Valentino Usein, holte man sich am vergangenen Mittwoch schon das grüne Licht seitens des Verbandes für den gemeinsamen Zusammenschluss.

Ab sofort geht es dann ums Eingemachte: Der offizielle Beschluss soll im Dezember gefällt werden. Im neuen Jahr soll dann auch die gemeinsame Satzung bestimmt sowie der neue Vorstand gewählt werden. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird sich dann auch von jeweils drei auf sechs im neuen Kreis verdoppeln.

Kurzfristige und wesentliche sportliche Konsequenzen, bezüglich der Zusammensetzung der daraus resultierenden Ligen, seien nicht zu erwarten. So sollen laut Ertürk die jeweiligen A-Ligen weiterhin in der aktuellen Besetzung fortgeführt werden, wobei man mit Blick auf geographischen Präferenzen die Vereine womöglich etwas herumschieben könnte.

Nicht alle Vereine sind begeistert

Von Vereinsseite stellt sich nun die Frage, wie auf den bevorstehenden Beschluss reagiert wird. Die große Mehrheit der Klubs in Remscheid und Solingen befürwortete die Fusion, einen wesentlichen Einfluss in die Entscheidungsfindung der Kreise hatte man jedoch nicht: "Es wäre schön gewesen, wenn wir nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden wären", sagte Kevin Zrock, der Vorsitzende des SC Heide.

Für manche Vereine ergeben sich aus dem Zusammenschluss womöglich sogar geographische Nachteile: "Wir sind eh schon in der absoluten Randlage. Da wird nicht besseres für uns kommen. Eher im Gegenteil", berichtete der Abteilungsleiter des Dabringhauser TV. Zusammen mit dem SV Wermelskirchen und dem SSV Dhünn wird sich in den kommenden Wochen beraten, ob ein Verbandswechsel in den Mittelrhein Sinn ergeben würde, wobei man dann in der jeweils niedrigsten Liga starten müsste.

Bis es dazu kommen sollte, werden wohl die Fusionierungsgespräche und konkrete Umsetzungspläne der Kreise Solingen und Remscheid einen wesentlichen Schritt nach vorne gemacht haben.

Aufrufe: 02.11.2024, 11:28 Uhr
Markus BeckerAutor