
Geiselbullach – Stefan Held, Spielertrainer des Bezirksligisten TSV Geiselbullach, wird den Verein zum Ende der Saison verlassen. Nach dann fünf erfolgreichen Jahren trennen sich die Wege. „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Nach fünf Jahren ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen“, sagte der 31-jährige Keeper. „Ich bin sehr stolz, dass ich hier fünf Jahre arbeiten durfte“, betont Held.
Rückblickend war es eine Zeit voller sportlicher Höhepunkte. Viermal erreichte der TSV den Finaltag des Sparkassen-Cups, auch wenn der große Titelgewinn verwehrt blieb. Hinzu kamen zwei Aufstiege, die Teilnahme an der zweiten Runde des BFV-Toto-Pokals samt Duell gegen den TSV 1860 München sowie ein persönliches Ausrufezeichen von Held: Beim Erdinger Meister-Cup erzielte er im Sommer 2022 mit einem spektakulären Weitschuss den „Bayern-Treffer des Monats“.
Ganz abgeschlossen ist das Kapitel aber noch nicht: Ab dem 28. Februar startet die Frühjahrsrunde der Bezirksliga, in der der Klassenerhalt das klare Ziel ist. „Dafür geben wir alles. Darauf haben wir uns eingeschworen.“ Nach 18 von 30 Spieltagen belegt der TSV derzeit einen Abstiegsrelegationsplatz, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt drei Punkte.
Die Mannschaft wurde bei der Jahresauftaktveranstaltung über Helds Entscheidung informiert. Für viele Spieler kam die Ankündigung überraschend, doch sowohl Trainer als auch Verein sehen den gewählten Zeitpunkt als fair an, um frühzeitig Planungssicherheit zu schaffen. Einen neuen Verein hat Held noch nicht gefunden. Eine Pause schließt er jedoch aus. „Dafür brenne ich zu sehr für den Fußball.“ Der 31-Jährige zeigt sich offen für verschiedene Rollen, sei es als Spielertrainer, Cheftrainer oder auch als Co-Trainer. Ziel bleibe ein möglichst hochklassiges Engagement, idealerweise verbunden mit einem „coolen Projekt“. Rückhalt erhält Held dabei von seiner Familie. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont der junge Familienvater.
Auch TSV-Abteilungsleiter Florian Müller zeigt Verständnis für die Entscheidung. „Stefan und ich haben ein sehr gutes Verhältnis, auf und neben dem Platz. Das wird sich nicht ändern. Ich akzeptiere seine Entscheidung voll und ganz und halte es für fair, den Schritt jetzt zu gehen, damit beide Seiten planen können.“ Gespräche über eine Nachfolge laufen bereits. „Wir möchten so schnell wie möglich einen neuen Trainer finden, um den Kader für die kommende Saison aufzustellen.“
Held war im Sommer 2021 vom Ortsrivalen SC Olching nach Geiselbullach gewechselt. Gleich im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die Kreisliga. Der direkte Durchmarsch in die Bezirksliga wurde in der Saison 2022/2023 erst in der Aufstiegsrelegation verpasst. In den folgenden Spielzeiten spielte der TSV stets um den Aufstieg mit, ehe 2024/2025 der Sprung in die Bezirksliga gelang.
Held ist überzeugt, dass die Mannschaft in den verbleibenden zwölf Spielen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen wird. Das wäre aus seiner Sicht der passende Schlusspunkt unter eine fünfjährige Erfolgsphase. Auch Müller richtet einen klaren Appell an das Team: Man müsse nun alles daransetzen, den Ligaverbleib zu sichern und Held den Abschied zu ermöglichen, „den er sich nach fünf sehr erfolgreichen Jahren verdient hat“. (Dirk Schiffner)