2026-04-16T10:11:10.190Z

Spielvorbericht

„Entscheidende Wochen“ – Garmisch zu Gast in Traunstein

Landesliga Südost

von Oliver Rabuser · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
Muss er auf die Bank? Weil Philipp Solleder als Stoßstürmer zurückkehrt, droht Robin Reiter beim 1. FC die vorläufige Zuschauerrolle.
Muss er auf die Bank? Weil Philipp Solleder als Stoßstürmer zurückkehrt, droht Robin Reiter beim 1. FC die vorläufige Zuschauerrolle. – Foto: Tamara Rabuser (or)

Nach der 0:4-Auftaktpleite holte der 1. FC elf Punkte aus fünf Spielen. Heute wartet mit Chiemgau-Traunstein ein wichtiger Gegner im Abstiegskampf.

Spätestens als der 1. FC Garmisch-Partenkirchen den Start ins neue Jahr krachend mit 0:4 beim VfL Hallbergmoos in den Sand gesetzt hatte, war klar: Das Abstiegsgespenst der Landesliga Südost würde es sich im Stadion am Gröben für den Rest der Saison gemütlich machen. Seither aber legt sich die Mannschaft zusammen mit Trainer-Rückkehrer Stefan Schwinghammer mächtig ins Zeug, um es wieder zu vertreiben. Zwar hätten die Garmisch-Partenkirchner vergangenen Dienstag lieber drei anstatt nur einen Zähler eingesackt, dennoch kann sich die Ausbeute nach der Auftaktpleite sehen lassen: fünf Spiele, elf Punkte. Sie sind wieder Teil der Warteschleife für die finale Besetzung der Nichtabstiegsplätze.

Zudem ordnet Schwinghammer das 1:1 gegen Schwabing keinesfalls als Rückschlag ein. Man habe lediglich auf eine Situation „nicht den vollen Zugriff“ gehabt. Überdies wurde der letzte Ball in die Spitze nicht konsequent genug gesucht und gespielt. Somit war in puncto Effizienz eine Analogie zum Spiel gegen Wasserburg (3:1) nicht möglich. Einen nächsten bedeutsamen Schritt kann der 1. FC heute gehen. Gastgeber SB Chiemgau-Traunstein rangiert in Sichtweite, ist bei einem mehr ausgetragenen Match lediglich sechs Punkte voran. „Von den wichtigen Spielen nicht das Allerwichtigste“, spielt Schwinghammer die Relevanz herunter. Zugleich betont er: „Für die Moral wäre ein Sieg gut, und in Reichweite könnten wir Traunstein auch halten.“ Sämtliche Botschaften an seine Schützlinge hält der Coach kurz und bündig, beschränkt sie bewusst auf das Nötigste. Müssen seine Fußballer doch im Akkord durch die Rückserie pflügen. „Wir haben gewusst, dass diese drei Wochen anstrengend sind“, bekennt Schwinghammer angesichts dessen, dass bereits kommenden Mittwoch der Derby-Kracher in Murnau ansteht. „Aber es sind entscheidende Wochen für uns.“

Jeder sei bereit, sie mitzugehen. Absagen für den Trip nach Traunstein gab es keine. Philipp Solleder wird heute wieder seine etatmäßige Planstelle als Stoßstürmer besetzen. Ob dafür Lukas Pfefferle oder Robin Reiter auf die Bank müssen – „beide haben ihre Sache gegen Schwabing gut gemacht“ –, wollte der Coach noch final mit Co-Trainer Maximilian Heringer auskarteln.