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„Entscheidend, wie die Mannschaft damit umgeht“: Haching beendet Horrorserie gegen Saarbrücken

Nach über fünf Monaten

von Robert M. Frank · 17.02.2025, 09:19 Uhr · 0 Leser
Na also, es geht doch: Die SpVgg Unterhaching zelebriert mal wieder Torjubel, 1:0-Torschütze Fabio Torsiello (r.) freut sich mit Dennis Waidner.
Na also, es geht doch: Die SpVgg Unterhaching zelebriert mal wieder Torjubel, 1:0-Torschütze Fabio Torsiello (r.) freut sich mit Dennis Waidner. – Foto: brouczek

Unterhaching gelingt erstmals seit über fünf Monaten wieder ein Sieg. Ein Fünkchen Hoffnung für die SpVgg in der 3. Liga.

Als nach dem 2:0 (2:0) der SpVgg Unterhaching gegen den 1. FC Saarbrücken das Lied mit der Strophe „So sehen Sieger aus“ aus den Lautsprecherboxen des Unterhachinger Uhlsport Parks tönte, war die Freude bei den Hachinger Spielern über den ersten Sieg seit über fünf Monaten dementsprechend groß. „Ein schönes Gefühlt“, so SpVgg-Mittelfeldmann Simon Skarlatidis. „Wir haben uns einfach mal belohnt.“

Das mit einer Sieglos-Serie von 19 Ligaspielen in die Partie gestartete Schlusslicht der 3. Liga profitierte beim Heimsieg vor 4925 Zuschauern neben einer soliden Abwehrleistung auch davon, dass die noch um den Aufstieg in die 2. Liga mitspielenden Saarländer phasenweise ganz schwach agierten. In der Anfangsphase patzte FCS-Schlussmann Phillip Menzel bei einer Flanke und ließ den Ball vor die Füße von Hachings Angreifer Luc Ihorst fallen, der auf das leere Tor nur noch zum 1:0 einschieben musste (10.).

Ihorst und Torsiello treffen bei 2:0-Sieg

In Folge standen bei Haching Torwart Kai Eisele sowie Stürmer Fabio Torsiello im Mittelpunkt. Zunächst lenkte Eisele einen Schuss von Sebastian Vasiliadis noch an die Querlatte (12.) und wenig später wehrte der 29-Jährige einen Kopfball von Stefan Feiertag noch zur Ecke (28.). Im Anschluss zeigte dann der schnelle und dribbelstarke Hachinger Angreifer im gegnerischen Strafraum seine Qualitäten. Der 20-Jährige vergab zunächst zwei gute Gelegenheiten zum zweiten Treffer für die Heimelf (35., 42.), bevor die Rückrunden-Leihgabe vom SV Darmstadt 98 dann nach einem sehenswerten Solo zum 2:0 traf (42.).

spvgg unterhaching, rot, gegen 1.fc saarbrücken tim knipping
spvgg unterhaching, rot, gegen 1.fc saarbrücken tim knipping – Foto: brouczek

Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Hausherren auf das Verteidigen und auf schnelle Gegenstöße. Während die Saarländer mit Ausnahme einer vertanen Chance von Feiertag (79.) kaum gefährlich wurden, konnten die Hachinger gegen nun aufgerückte Gäste mehrmals kontern. Doch Maximilian Hennig mit einem Schuss aus dem Rückraum (79.), Simon Skarlatidis aus 15 Metern (86.) sowie Julian Kügel aus dem Gewühl (90.) trafen nicht mehr. „Wir sind gut gestanden, ansonsten war nicht viel anders gegenüber den letzten Spielen. Aber wir nehmen den Sieg mit und sind froh“, resümierte Chefcoach Heiko Herrlich.

Die Gefühlslage beim Liga-Schlusslicht war dennoch leicht gedämpft. Der Heimsieg änderte nämlich nichts an der prekären Situation des Tabellenletzten. Nachdem die Konkurrenz im Abstiegskampf ebenfalls punktete, blieb der Abstand auf das rettende Ufer gleich und beträgt weiterhin neun Zähler. „Wir sind zufrieden mit drei Punkten“, sagte Eisele. „Aber nächste Woche geht es wieder bei null los.“

Für Herrlich, der weiterhin auf den noch angeschlagenen Mittelfeld-Routinier Johannes Geis verzichten musste, reichte der Blick bereits in diese Woche mit einem schwierigen Auswärtsspiel in Aue. „Ich bin gespannt, wie die Mannschaft mit dem Sieg umgeht und ob sie gierig auf den nächsten Dreier bleibt. Das wird entscheidend sein.“ Skarlatidis kündigte indes ungeachtet von der gleich gebliebenen Tabellensituation kämpferisch an: „Wir müssen punkten und auf uns schauen.“