
Der 21. Spieltag der Gruppenliga Kassel 2 hat an mehreren Fronten Spuren hinterlassen. TuSpo 1912 Rengershausen behauptete die Spitze, TSG Sandershausen blieb dran, FSC Lohfelden schob sich an FC Bosporus Kassel vorbei auf Rang vier – und im Keller setzte ausgerechnet TSG Wilhelmshöhe mit einem Überraschungssieg ein Lebenszeichen.
Big Points im Abstiegskampf
Im Abstiegskampf gelang der TSG Wilhelmshöhe ein dringend benötigtes Ausrufezeichen: Das 1:0 gegen den FC Bosporus Kassel war nicht nur überraschend, sondern angesichts der Tabellenlage vielleicht fast schon überlebenswichtig. Nach der Roten Karte gegen Bosporus-Verteidiger Muhammet Sakir (21.) kippte die Partie, Leon Weist nutzte das kurz vor der Pause zum einzigen Tor des Tages (43.). Dass Wilhelmshöhe nach Gelb-Rot gegen Carl Wudonig selbst sich nochmal schwächte, änderte nichts mehr daran, dass der Tabellen-15. plötzlich wieder sichtbar im Rennen ist.
Nachgelegt und davongezogen
Der SV Kaufungen 07 bestätigte seinen Aufwärtstrend nach dem 4:0 in Hertingshausen und holte mit dem 2:1 gegen den TSV Rothwesten den nächsten wichtigen Dreier. Rothwesten erwischte durch Gianluca Urbano zwar den besseren Start (10.), doch Ben Buhse kurz vor der Pause (40.) und Tobias Boll nach dem Seitenwechsel (54.) drehten die Partie. Für Kaufungen ist das ein Sieg mit Gewicht: Der Abstand nach unten wächst, während Rothwesten im engen unteren Mittelfeld weiter keinen echten Puffer hat.
Knapp gereicht
Der Spitzenreiter erledigte seine Pflichtaufgabe, aber leicht gemacht bekam es TuSpo 1912 Rengershausen in Breuna nicht. Pascal Itter brachte die Gäste früh in Führung (11.), Emin Dag legte nach dem Seitenwechsel nach (72.), ehe Rinat Kabykenov per Foulelfmeter noch einmal Spannung hineinbrachte (80.). Die Rote Karte gegen Jacob Dittmer (65.) schwächte die Gastgeber zusätzlich – und Rengershausen zeigte einmal mehr, warum es mit Abstand die treffsicherste Offensive der Liga stellt.
Nullnummer in Wanfried
Im Keller half das 0:0 dem VfL Wanfried zumindest dabei, nicht erneut leer auszugehen. Gegen die SG Reinhardshagen, die sich mit einem Sieg in der erweiterten Spitzengruppe hätte festsetzen können, verdiente sich der Aufsteiger den Punkt mit einer konzentrierten Defensivleistung. Für Wanfried bleibt die Lage trotzdem schwierig, doch nach zuvor vielen Rückschlägen war dieses torlose Remis zumindest ein kleines Signal.
Nicht verunsichern lassen
Die TSG Sandershausen ließ sich von Hombressens Überraschung gegen Bosporus aus der Vorwoche nicht beeindrucken und erledigte ihre Pflicht beim 3:1 gegen die SG Hombressen/Udenhausen. Thomas Müller (43.) und Maximilian Igel (55.) brachten den Favoriten auf Kurs, ehe Dominik Lohne mit seinem nächsten Treffer noch einmal verkürzte (65.). Die Antwort folgte prompt durch Yannick Billing (71.) – und damit auch die Bestätigung, dass Sandershausen Rengershausen weiter dicht auf den Fersen bleibt.
Wölfe in Form
Der TSV Wolfsanger untermauerte seine starke Position im oberen Mittelfeld mit einem 2:1 beim TSV Holzhausen/Reinhardswald. Mann des Tages war Mika Holzhauer, der beide Gästetreffer erzielte (13./72.), ehe Fynn Diederich spät noch den Anschluss markierte (82.). Weil Holzhausen nach Gelb-Rot gegen Erik Schindewolf (72.) geschwächt war, reichte es trotz einer ordentlichen Schlussphase nicht mehr zu etwas Zählbarem – und der Druck im Tabellenkeller bleibt hoch.
Pflichtsieg eingetütet
Der FSC 1924 Lohfelden ließ dem Schlusslicht keine Chance und gewann gegen den SV Espenau klar mit 4:0. Lenart Mehmeti (7.), Hossein Haydari (13.) und Can Karademir (20.) entschieden die Partie praktisch schon in der Anfangsphase, Taha Gül setzte nach der Pause den Schlusspunkt (68.). Für Lohfelden ist das ein wichtiger Sieg, weil er den FSC in der Tabelle an Bosporus vorbeischiebt und auf Tuchfühlung zu Grebenstein hält; Espenau dagegen bleibt mit vier Punkten abgeschlagen Letzter.