2026-01-15T09:41:53.693Z

Spielbericht
– Foto: Imago Images

Energie Cottbus: „Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.“

Die Lausitzer starten mit einem Remis in die Rückrunde.

Vor 12468 Zuschauern ereignete sich ein interessantes Fußballspiel, bei welchem aber mehr die Gäste aus Cottbus vor Aufgaben gestellt wurden.



Selbstbewusste Heimelf am Drücker

In der Anfangsviertelstunde übernahm die Elf von Jürgen Luginger das Kommando, und drückte die Lausitzer in deren eigene Hälfte, um sie zu Fehlern zu zwingen. So tauchte Tim Civeja frei vor Marius Funk auf, traf dabei aber den Ball nicht richtig (4.). Dann lenkte Manuel Zeitz mit seiner Hüfte nach einem Eckstoß den Ball an den Außenpfosten (5.). Später zog Florian Pick aus rund dreizehn Metern ab, wobei M. Funk bravorös mit einer Parade reagierte (12.).

Doch Energie überstand diese hohe Drangphase der Gastgeber, und war fortan bemüht, mehr für die eigene Offensive zu tun, und damit die Defensive zu entlasten. So war es Timmy Thiele, der nach einer Flanke von Axel Borgmann einen Abschluss per Kopf auf das Tor von Phillip Menzel brachte. Allerdings verzog der Stürmer dabei deutlich (16.). Anschließend flankte Borgmann erneut. Dieses Mal ließ Henry Rorig per Kopf eine vielversprechende Möglichkeit aus, um das Tor zu treffen (18.). Fast im Gegenzug ließ der FCS das 1:0 liegen. Florian Pick brachte einen gescheiten Pass zum genesenen Patrick Sontheimer, der das FCE-Tor nur um wenige Zentimeter verfehlte (19.).

Spätestens nach rund fünfundzwanzig Spielminuten begegneten sich beide Kontrahenten auf Augenhöhe, und boten den Zuschauern ein ausgeglichenes Spiel. Und es waren die Lausitzer, die noch vor der Halbzeitpause mit 1:0 in Führung gingen. In schöner Kontermanier brachte Energie den Ball in die Spitze. Timmy Thiele war die Initialzündung für diesen Angriff, der mit seinem Pass Erik Engelhardt ins Spiel brachte, der mit dieser Situation die linke offensive Außenbahn beackerte. Anschließend landete sein Pass bei Tolcay Cigerci, der auf der linken Strafraumlinie zum Fünfmeterraum flankte. Moritz Hannemann hielt seinen Fuß im richtigen Moment raus und vollstreckte ins rechte untere Eck (43.).

Energie setzt mehr auf die Defensive

Doch eine entsprechende Sicherheit brachte diese knappe Führung zu Beginn der zweiten Hälfte nicht, da es die Gäste nicht schafften, mit Toren nachzulegen. Stattdessen kam Saarbrücken zum Ausgleich. Tim Civeja leitete den Angriff über die rechte Außenbahn ein, was dann den Pass zu Florian Pick zur Folge hatte. Der Stürmer zog in den Strafraum und vollendete ins linke untere Eck (55.). Kurz danach ließ Kai Brünker das 2:1 liegen, als er seinen Kopfball an die Unterkante der Querlatte donnerte (57.).

Wollitz sah, dass seine Elf zusehends Probleme in der Defensive bekam. Anschließend setzte er auf eine stabilere Defensive, was mit den Einwechslungen von Leon Guwara und Dominik Pelivan auch gelang. Es entstand auch eine Doppelchance für Energie, wieder in Führung zu gehen. Zuerst scheiterte Lukas Michelbrink mit seinem Kopfball, da diese Tormöglichkeit abgeblockt wurde. Dann versuchte es Erik Engelhardt aus spitzem Winkel und scheiterte an Schlussmann P. Menzel (63.). In den darauffolgenden Spielminuten ereignete sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Torchancen wurden auf beiden Seiten seltener. So deutete sich bereits in der Schlussviertelstunde diese Punkteteilung an.

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Die Stimmen zum Spiel:

Jürgen Luginer (1. FCS): „Wir haben heute ein hervorragendes Spiel gemacht und hatten viele gute Tormöglichkeiten. Wo uns etwas gefehlt hat, war, den Lucky Punch in der zweiten Halbzeit nicht gesetzt zu haben. In unserer Situation bräuchte man einen Sieg. Aber gegen den Tabellenführer so aufzutreten, macht schon Mut.“

Patrick Sontheimer (1. FCS): „Für mich ging heute eine lange Leidenszeit vorbei. Wenn es sich für einen um einen Fußballverein dreht, und der einem weggenommen wird, dann ist es ein schönes Gefühl, zurückzukehren.“

Pele Wollitz (FCE): „Mit dem Punkt können wir mehr als zufrieden sein. Mit dem Spiel hatten wir Phasen, wo wir es spielttechnisch nicht gut gemacht haben. Wir haben nie die gegenüberliegende Halbfeldseite gesehen.“

Moritz Hannemann (FCE): „Am Ende ist es ein verdienter Punkt. Trotzdem tut es weh, wenn man 1:0 führt, aber das Gegentor bekommt. In der Phase nach der Halbzeit bekamen wir es nicht geschlossen. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Unter dem Strich nimmt man einen Punkt mit, was aufgrund der Chancen des Gegners gerecht ist. Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen, und machen weiter.“

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Fazit: Die Wollitz-Elf stand einem selbstbewussten Gegner gegenüber, welcher gegen seine derzeitige Position im Abstiegskampf erfolgreich zu agieren versucht. Demzufolge gelang es nur schwer den 1. FCS unter Kontrolle zu bringen. Demnach ist das 1:1 ein Punktgewinn für Energie. Zwar ließ die Abwehr mehr zu, war aber in der Lage rigoros zu verteidigen.

Aufrufe: 018.1.2026, 09:45 Uhr
René KubaschAutor