2026-04-29T13:32:52.058Z

Spielbericht

Energie Cottbus: „Wir haben jetzt damit umzugehen“

Die Lausitzer belohnten sich nicht für ihren hohen Aufwand im Spiel der 3. Liga beim MSV Duisburg

von René Kubasch · Heute, 17:41 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Vor 30107 Zuschauern war zwischen dem MSV Duisburg und Energie Cottbus ein Duell in der 3. Liga auf Augenhöhe zu erleben. Allerdinmgs waren auch unglückliche Szenen zu beklagen.



Ausgeglichene als auch enge Begegnung

Gegenüber dem Auswärtserfolg in Köln nahm Pele Wollitz zwei Änderungen vor. Für den gesperrten King Manu kam Mladen Cvjetinovic in die Innenverteidigung. Im Mittelfeld musste Lukas Michelbrink auf die Bank, da Dominik Pelivan zurückkehrte.

So startete Energie forsch in die Partie und belebte gezielt die Außenbahnen. Auf der linken Flanke sorgte Merveille Biankadi immer wieder für Wirbel und gute Ballstafetten im Mittelfeld. So hatte der MSV Mühe, in die Begegnung, und darüber hinaus eine Struktur im eigenen Spiel zu finden. Demnach waren es zunächst die Standardsituationen, die für Gefahr sorgen sollten.

So war es tatsächlich ein Eckball, der zur ersten guten Torchance für den MSV führte. Eine kurze Variante landete bei Christian Viet, der auf Thilo Töpken ablegte. Sein Drehschuss war aber nicht die ganz große Gefahr für Schlussmann Marius Funk.

Im weiteren Verlauf kämpften beide Teams um jeden Zentimeter auf dem Rasen, und ließen keinen Zweifel daran, dass man etwas ganz Großes erreichen möchte. Energie stand in der eigenen Defensive sicher, sodass aus dem Spiel heraus nichts zugelassen wurde. Dennoch musste man das 0:1 hinnehmen, was nach einem Eckball gefallen war. Der FCE stand mit allen Spielern im eigenen Strafraum. Dann flog die Ecke in den Strafraum, wo Thilo Töpken in Richtung des Tores köpfte, und das Spielgerät ins Netz trudeln ließ (38.).

Energie zielstrebig, MSV abgezockt

Energie kam zielstrebig aus der Kabine, und lief die Defensive des MSV vehement an. Große Torchancen entstanden dabei nicht. Dann markierte der MSV das 2:0. Im rechten Mittelfeld setzte Thilo Töpken mit einem Kurzpass Florian Krüger in Szene, der dann Dominik Kother in den Lauf schickte, sodass der im Strafraum Marius Funk überwinden konnte (56.).

Die Wollitz-Elf zeigte sich auch nach dem zweiten Gegentor nicht verunsichert. So wurde der gegnerische Strafraum noch energischer angelaufen. Tatsächlich waren es die zweiten Bälle des FCE, die den MSV vor Aufgaben stellten. Mit Mühe schafften sie es, die Null zu halten.

Zum Leidwesen von Energie wurde der hohe Aufwand nicht belohnt, da das vermeintliche 1:2 nicht gegeben wurde. Axel Borgmann flankte in den Strafraum, wo Erik Engelhardt per Seitfallzieher nur die Latte traf. Dann klärte Schlussmann Braune, aber Can Moustfa brachte den Ball wieder in die direkte Gefahrenzone. Mladen Cvetinovic köpfte im Zweikampf mit dem Keeper dann ins Tor. Das Hoheitsgebiet des Torwartes war aber nicht gegeben, sodass das Tor hätte zählen müssen (77.).

In der Nachspielzeit machte es der FCE dann doch noch spannend. Tolcay Cigerci flankte mustergültig in den Strafraum. Dann drückte Erik Engelhardt seinen Kopfball wuchtig ins linke Toreck (90.+1). Auch der Ausgleich war noch möglich. Aber Moritz Hannemann setzte seinen Schuss aus rund 16 Metern knapp neben dem rechten Pfosten.

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Stimmen der Beteiligten:

Dietmar Hiersch (MSV): „Es trafen sich zwei Topmannschaften. Energie hatte die ersten fünfzehn Spielminuten mehr den Ball. Wir waren abwartend, aber immer da. Dann haben wir es übernommen und es lief sehr gut für uns.“

Pele Wollitz (FCE): „Ein Schiedsrichter, der seine Karriere beendet, traf leider für den Fußball und nicht nur auf uns bezogen mit solche Entscheidungen. Wenn man nur die letzte Aktion nimmt, haben wir klar einen Eckball. Wir haben jetzt damit umzugehen. Ich glaube, dass wir nicht gut aus der Halbzeit kamen. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert, waren aber im letzten Drittel zu unsauber. Wir hatten zu viele Ballverluste und sind nicht entschlossen genug nachgerückt. Wir haben zum Ende hin alles versucht.“

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Positiv: Energie kam gut in die Begegnung rein und nahm sofort die Zweikämpfe an. Auch nach den Gegentoren blieb man standhaft bei seiner Linie, und setzte den Gegner stetig unter Druck.

Negativ: Besonders das Gegentor zum 1:0 fiel viel zu einfach. Wobei die Wollitz-Elf gar nicht so viele Fehler gemacht hat. Allerdings traf Schiedsrichter Robert Kampka auf beiden Seiten merkwürdige Entscheidungen. Besonders bei den Gelben Karten für Energie ließ er wenig Fingerspitzengefühl walten.

Fazit: Die Niederlage ist für Energie sehr ärgerlich. Es wäre definitiv mehr drin gewesen. Doch man hat es noch immer in der eigenen Hand.