
Vor 30107 Zuschauern war zwischen dem MSV Duisburg und Energie Cottbus ein Duell in der 3. Liga auf Augenhöhe zu erleben. Allerdinmgs waren auch unglückliche Szenen zu beklagen.
Energie zielstrebig, MSV abgezockt
Energie kam zielstrebig aus der Kabine, und lief die Defensive des MSV vehement an. Große Torchancen entstanden dabei nicht. Dann markierte der MSV das 2:0. Im rechten Mittelfeld setzte Thilo Töpken mit einem Kurzpass Florian Krüger in Szene, der dann Dominik Kother in den Lauf schickte, sodass der im Strafraum Marius Funk überwinden konnte (56.).
Die Wollitz-Elf zeigte sich auch nach dem zweiten Gegentor nicht verunsichert. So wurde der gegnerische Strafraum noch energischer angelaufen. Tatsächlich waren es die zweiten Bälle des FCE, die den MSV vor Aufgaben stellten. Mit Mühe schafften sie es, die Null zu halten.
Zum Leidwesen von Energie wurde der hohe Aufwand nicht belohnt, da das vermeintliche 1:2 nicht gegeben wurde. Axel Borgmann flankte in den Strafraum, wo Erik Engelhardt per Seitfallzieher nur die Latte traf. Dann klärte Schlussmann Braune, aber Can Moustfa brachte den Ball wieder in die direkte Gefahrenzone. Mladen Cvetinovic köpfte im Zweikampf mit dem Keeper dann ins Tor. Das Hoheitsgebiet des Torwartes war aber nicht gegeben, sodass das Tor hätte zählen müssen (77.).
In der Nachspielzeit machte es der FCE dann doch noch spannend. Tolcay Cigerci flankte mustergültig in den Strafraum. Dann drückte Erik Engelhardt seinen Kopfball wuchtig ins linke Toreck (90.+1). Auch der Ausgleich war noch möglich. Aber Moritz Hannemann setzte seinen Schuss aus rund 16 Metern knapp neben dem rechten Pfosten.
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Stimmen der Beteiligten:
Dietmar Hiersch (MSV): „Es trafen sich zwei Topmannschaften. Energie hatte die ersten fünfzehn Spielminuten mehr den Ball. Wir waren abwartend, aber immer da. Dann haben wir es übernommen und es lief sehr gut für uns.“
Pele Wollitz (FCE): „Ein Schiedsrichter, der seine Karriere beendet, traf leider für den Fußball und nicht nur auf uns bezogen mit solche Entscheidungen. Wenn man nur die letzte Aktion nimmt, haben wir klar einen Eckball. Wir haben jetzt damit umzugehen. Ich glaube, dass wir nicht gut aus der Halbzeit kamen. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert, waren aber im letzten Drittel zu unsauber. Wir hatten zu viele Ballverluste und sind nicht entschlossen genug nachgerückt. Wir haben zum Ende hin alles versucht.“
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Positiv: Energie kam gut in die Begegnung rein und nahm sofort die Zweikämpfe an. Auch nach den Gegentoren blieb man standhaft bei seiner Linie, und setzte den Gegner stetig unter Druck.
Negativ: Besonders das Gegentor zum 1:0 fiel viel zu einfach. Wobei die Wollitz-Elf gar nicht so viele Fehler gemacht hat. Allerdings traf Schiedsrichter Robert Kampka auf beiden Seiten merkwürdige Entscheidungen. Besonders bei den Gelben Karten für Energie ließ er wenig Fingerspitzengefühl walten.
Fazit: Die Niederlage ist für Energie sehr ärgerlich. Es wäre definitiv mehr drin gewesen. Doch man hat es noch immer in der eigenen Hand.