2026-05-15T09:36:57.455Z

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Energie Cottbus: „Ich bin einfach unglaublich stolz“

Die Lausitzer kehren mit einem 1:0-Erfolg bei Jahn Regensburg am letzten Spieltag der 3. Liga in die 2. Bundesliga zurück.

von René Kubasch · Heute, 18:04 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

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Vor 15210 Zuschauern (ausverkauft) gab es eine spannende wie auch leidenschaftliche Partie in der 3. Liga zwischen Jahn Regensburg und Energie Cottbus zu sehen.

Wenig Torchancen, aber hoch konzentriert

Von Beginn an war sich die Wollitz-Elf ihrer Aufgabe bewusst, und spielte kontrolliert nach vorn, ohne dabei die Defensive zu entblößen. Große Unterstützung gab es dabei von den Rängen, da die FCE-Fans mit rund 6000 Fans anreisten.

Die Offensive verlegte der FCE zunächst auf der linken Außenbahn, um den Regensburger Abwehrriegel zu brechen. Diese steckten nicht auf, und hielten zumindest mit ihrer Leidenschaft das eigene Tor sauber. Dennoch war es nur eine Frage der Zeit, bis Energie den Riegel brechen würde. Nach einem Eckball von Tolcay Cigerci kam Axel Borgmann an das Spielgerät. Mit seinem Schuss landete der Ball am rechten Pfosten (20.).

– Foto: Rene Kubasch

Viele, und vor allem zwingende Torchancen, hatte der FCE nicht. Doch es spricht für den Verein, dass man mit wenigen Mitteln viel erreichen kann. So schaffte es Energie, sich im Mittelfeld durchzusetzen. Nachdem Regensburg immer wieder an den Ball gelangte, machte Erik Engelhardt den Ball scharf, und leitete ihn zu Jannis Boziaris weiter. Der befand sich am Strafraum auf halbrechter Position, was er für einen Torabschluss nutzte. Dann schlug der Ball im kurzen Eck ein.

Dennoch nahm sich der Jahn nicht aus dem Spiel, was gleichbedeutend damit war, dass er zielstrebig an selbigem teilnahm. So entstand dann eine Großchance durch Oscar Schönfelder, der nach einer präzisen Flanke von Nicolas Oliveira den Abschluss suchte. Den wusste aber Marius Funk zu parieren (33.).

Bis zum Halbzeitpause boten sich beide Teams leidenschaftliche, aber faire Duelle. So kam der FCE bis dahin noch einmal gefährlich vor den Regensburger Kasten. Mit seinem Diagonalpass brachte Erik Engelhardt seinen Mitspieler Jannis Boziaris in Position, der aus gut sechs Metern Torentfernung den Torabschluss suchte. Jedoch war Jahns Felix Strauß aufmerksam gewesen, der mit einer beherzten Grätsche das Tor verhinderte (41.).

Leidenschaft und grenzenloser Jubel

Zu Beginn hatte Energie nur ein Ziel. Nämlich rasch das 2:0 nachzulegen. Diese Gelegenheit ergab sich dann relativ früh im zweiten Durchgang. Tolcay Cigerci brachte einen gut durchdachten Querpass zu Axel Borgmann, der aus einer akrobatischen Drehung das Spielgerät auf den SSV-Kasten ballerte. Aber SSV-Schlussmann Felix Gebhardt bot sein komplettes Können auf, und lenkte das runde Leder über den Querbalken (52.).

Der Hildmann-Elf gelang es dennoch, Torraumszenen zu kreieren. So zeigte der eingewechselte Arian Dizdarevic seine Qualitäten, als er einen beherzten Schuss auf den Kasten von Marius Funk brachte. Doch Nyamekye Awortwie-Grant verhinderte diesen Schuss aus der Distanz (82.).

Auch in einer anderen Aktion stand der Verteidiger seinen Mann. Der eingewechselte Noel Eichinger kam aus rund sieben Metern völlig unbedrängt zum Schuss. Doch Awortwie-Grant rettete mit seinem Oberkörper auf der Torlinie (90.+1). Doch dann gab es noch einmal einen großen Aufreger, als Dominik Pelivan den ebenfalls eingewechselten John Xaver Posselt im Strafraum zu Fall brachte (90.+4).

So schritt Florian Dietz beim vertretbaren Strafstoß zur Tat. Jedoch war sein Schuss zum möglichen Ausgleich zu unplatziert, sodass Marius Funk parierte. Anschließend wurde er von seinen Mitspielern mit vielen Emotionen gefeiert, weil er diesen Schuss entschärfte (90.+5).

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Stimmen der Beteiligten:

Sascha Hildmann (SSV): „Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum verdienten Aufstieg, Pele Wollitz. Ich kenne das aus eigener Erfahrung von vor zwei Jahren. Die Dramaturgie war fast ähnlich, da noch ein Elfmeter verschossen wurde. Es war heute eine fantastische Stimmung.“

Pele Wollitz (FCE): „Ich bin einfach unglaublich stolz und dankbar. Es war für uns die gesamten fünf Jahre eine unglaubliche Reise. Wenn man das Gefühl hat, auch Fehler machen zu dürfen, dann ist man freier bei seiner eigenen Mannschaft. Wir haben eine Identität geschaffen, die es für die Region als Spektakel feststellt.“
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Positiv: Einfach alles, weil Energie sich zu keiner Phase der Saison aus der Ruhe bringen ließ. Man bestritt unbekümmert seinen Weg, und ließ sich nicht von außen beeinflussen. Zudem nahm Pele Wollitz viel Last von den Schultern seiner Spieler, damit sie sich unter weniger Druck entsprechend entwickeln konnten.

Negativ: Einfach nichts, weil der eingeschlagene Weg trotz Umbruchs im vergangenen Sommer viele Früchte tragen konnte.

Fazit: Unglaublich! Unfassbar! ENERGIE ist nach zwölf Jahren zurück in der 2. Bundesliga. Weil der Verein als Gesamtkollektiv stets funktionierte, war dieser zumindest zu Beginn der Saison der für nicht möglich gehaltene Aufstieg in die 2. Liga im weiteren Saisonverlauf immer konkreter geformt worden.