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Spielbericht

Energie Cottbus: „Es gilt, in allen Bereichen zuzulegen.“

Es war eín Freundschaftsspiel mit bemerkenswerten Handlungen.

von René Kubasch · 07.01.2026, 23:31 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Bei knackigen Minusgraden zeigten beide Mannschaften eine kämpferische Leistung. So hätten durchhaus noch mehr Tore fallen können.



Ausgeglichenes Spiel im ersten Durchgang

In der Startelf von Energie brachte Pele Wollitz mit Cigerci und Engelhardt zwei Akteure auf das Spielfeld, die in der Hinrunde in allen neunzehn Partien der 3. Liga gespielt haben. Mit Tim Campulka, Nyamekye Awortwie-Grant und Marius Funk waren drei Spieler dabei, die auf bisher fünfzehn absolvierte Partien gekommen sind. Pelivan brachte es bisher auf achtzehn Spiele. Mit Simon Straudi (6) war ein Profi in der Startelf dabei, der in weniger als zehn Spielen zum Einsatz gekommen ist. So waren zunächst keine großen Überraschungen in der Anfangself des FCE zu finden. Jedoch kam Dennis Slamar in der Startelf von Altglienicke zum Einsatz, um mehr Spielpraxis zu erhalten. Dennis Duah kam in den zweiten sechzig Minuten bei den Berlinern zum Einsatz. Ein weiterer Grund ist gewesen, dass bei der VSG angeschlagene Spieler nicht dabei sein konnten. Um die gewünschten 120 Spielminuten von Pele Wollitz zu gewährleisten, spielten D. Slamar und D. Duah in enger Absprache bei den Blauweißen.

In den Anfangsminuten gingen die Hausherren die Partie sehr konzentriert an. Dabei ließen sie den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. Dies hatte zur Folge, dass die Begegnung gut kontrolliert werden konnte. Aber in diese Phase hinein erzielte die VSG das 0:1. Zwar kam dieses Tor etwas glücklich zustande, aber es wurde mit schönen Ballstaffetten bis in die Spitze vorgetragen. Jonas Nietfeld scheiterte dabei an Schlussmann Marius Funk. Der Abpraller sprang gefährlich vor die Füße von Dominik Schickersinsky, der sich den Führungstreffer nicht mehr nehmen ließ (12.). Ein paar Minuten später wäre sogar das 0:2 möglich gewesen. Aber Marius Funk wehrte J. Nietfelds Freistoß mit den Fäusten ab (18.).

Im weiteren Verlauf kämpften beide Teams vehement um den Ball. Die Berliner kamen dabei nur mäßig zu größeren Torchancen, da die Lausitzer es verstanden, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Altglienicke stand alles andere als nur in der eigenen Defensive. Sie boten dem Gegner so Paroli, dass die Begegnung ausgeglichen gestaltet wurde. Der FCE spielte nur zwei nennenswerte Großchancen heraus. Jannis Boziaris schoss aus halblinker Position rechts am Kasten vorbei (25.). Nach einem Ballverlust des Gegners traf Erik Engelhardt nur den Pfosten (45.+6). Besser machte es dann Moritz Hannemann, der nach einer Flanke von Lukas Michelbrink per Flugkopfball das 1:1 erzielte (45.+10). Kurz darauf glänzte Tolcay Cigerci mit einem Steckpass, welcher zu Jannis Boziaris gelangte, der ganz lässig zum 2:1 einschob (45.+11).

Zahlreiche Wechsel und Torchancen auf beiden Seiten

Für die zweiten sechzig Spielminuten brachte Pele Wollitz sechs frische Kräfte in die Partie. Die Gäste wechselten komplett durch. Der eingewechselte VSG-Schlussmann Luis Maria Zwick lenkte Erik Engelhardts Schuss über den Querbalken (62.). Wenige Minuten später stand Marius Funk zu weit vor seinem Kasten. Elidon Qenaj fasste sich aus gut 35 Metern ein Herz, und traf sehenswert per Rechtsschuss zum 2:2 (65.). Der Torschütze zum Ausgleich hatte dann die Führung auf dem Fuß. Jedoch flog der Ball am rechten Pfosten knapp vorbei (73.). Danach scheiterte Noah Kardam an Marius Funk (77.). Auf der Gegenseite kam Axel Borgmanns Schuss zu zentral auf den VSG-Kasten (71.). Anderson Lucoqui fand seinen Meister in VSG-Schlussmann Zwick (90.). Der Neuzugang Gianluca Pelzer visierte das linke Toreck an, aber der Ball verfehlte um Zentimeter den Einschlag.

Fazit: Beide Teams boten sich über weite Strecken der Begegnung intensive, aber niemals unfaire Zweikämpfe. Der spielerische Akzent blitzte auf beiden Seiten gut auf. Allerdings ließen beide Kontrahenten gute Torchancen liegen, sodass das 2:2 am Ende leistungsgerecht ist. Der Neuzugang Gianluca Pelzer wusste mit guter Ballsicherheit und Pässen zu gefallen.

Folgendes sagte Pele Wollitz am Mikrofon von Niederlausitz Aktuell zu dieser Partie:

„Beim ersten Gegentor hatten wir eine große Fehlerkette. Beim zweiten Gegentor zu viele individuelle Fehler. Ansonsten hatten wir viele Torraumszenen zu verzeichnen. Wichtig ist gewesen, dass wir spielen konnten. Wenn man den ersten Tabellenplatz behalten möchte, dann gilt es in allen Bereichen zuzulegen. Mannschaften, die speziell im Tabellenkeller stehen, oder andere, die den Anspruch vom Kader her haben, besser zu sein, werden alles versuchen, erfolgreich zu sein.“