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Spielbericht

Energie Cottbus: „Dort zu stehen, ist eine Superlative.“

Die Wollitz-Elf macht das Jubiläum runder als gedacht.

von René Kubasch · 31.01.2026, 18:53 Uhr · 0 Leser
– Foto: Schneider Torsten

Vor 15.645 Zuschauern gab es eine Begegnung zu sehen, die sich als sehr abwechslungsreich und spannend herausstellte. Des Weiteren war es für alle Beteiligten des FC Energie ein ganz besonderes Spiel.

Duell mit hohem Unterhaltungswert

Diese Partie benötigte keine Abtastphase, da es von Beginn an ein mutiges Auftreten beider Kontrahenten gegeben hat. Dabei gingen die Gäste nach einem Ballverlust von Energie im Mittelfeld in Führung. Deniz Zeitler dribbelte bis in den Strafraum, und vollendete lang ins rechte untere Eck (4.). Aber Energie ließ sich durch diesen frühen Rückstand nicht entmutigen, sodass rasch der Vorwärtsgang eingelegt wurde. Bei einem Angriff über die linke Außenbahn flankte Axel Borgmann in den Strafraum, wo Erik Engelhardt an den Ball kam, aber knapp am rechten Pfosten vorbeisetzte (6.). Auch King Manu konnte den Ausgleich nicht herstellen, da Lukas Petersson das Spielgerät noch über die Querlatte lenken konnte (14.).

Jedoch deutete sich der Ausgleich mit diesen Torchancen an, welcher dann ein paar Minuten später folgte. Ein Eckball wurde per Doppelpass zwischen Tolcay Cigerci und Dominik Pelivan ausgeführt. Dann nahm A. Borgmann im Strafraum den Ball an, um ihn anschließend zu Moritz Hannemann weiterzuleiten. Der Offensivallrounder hämmerte das runde Leder aus gut acht Metern in die Maschen (15.). Beinahe hätte die TSG die Führung wiederhergestellt, als Lars Strobl sich gegen seine Gegenspieler durchsetzte, und knapp über das FCE-Gehäuse schoss (23.).

Aber auch Energie hatte die Führung auf dem Fuß, als Lukas Michelbrink aus einer guten Position auf das TSG-Tor schoss. Jedoch fälschte Arian Llugiqi knapp über den Querbalken ab (35.). Anschließend verfehlte M. Hannemann das Ziel knapp, als sein Schuss links am Pfosten vorbeigestrichen ist (37.). Doch dann gab es doch die Führung für die Hausherren. Nyamekye Awortwie-Grant leitete den Ball zur Grundlinie des Strafraums weiter, wo T. Cigerci eine saubere Ballverarbeitung vollzog, um anschließend zu Erik Engelhardt in den Fünfmeterraum zu flanken. Der Stürmer schraubte sich am zweiten Pfosten in die Höhe, und vollendete per Kopf zum 2:1.

Mutige TSG trotz Rückstand

Aufgrund ihrer Qualität und Unbekümmertheit war der Ausgleich für die TSG zu jeder Zeit des Spiels möglich. So suchte Valentin Lässig aus dem Hinterhalt den Abschluss, welchen Marius Funk zur Seite abwehrte (51.). In den darauffolgenden Spielminuten schenkten beide Kontrahenten keinen Zentimeter des Rasens her, und boten sich leidenschaftliche Zweikämpfe. So hätte Energie für die Vorentscheidung sorgen können. Allerdings wurde der eingewechselte Justin Butler von Schlussmann L. Petersson kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht (67.).

Dann hatte die Kleineheismann-Elf den Ausgleich auf dem Fuß. Über Natnael Abraha lief eine sehenswerte Kombination, welche im FCE-Strafraum mündete. Luca Erlein kam über Umwege zum Abschluss, schoss den Ball aber über den Querbalken hinweg (80.). Dann sorgte die Wollitz-Elf für die Entscheidung. Merveille Biankadi flankte links im Strafraum zum Fünfmeterraum, wo Justin Butler sein Kopfball von Schlussmann Petersson abgewehrt wurde. Jedoch stand Erik Engelhardt goldrichtig, und staubte per Kopfball zum 3:1 ab. Auch in der langen Nachspielzeit ließen die Hausherren keine Spannung mehr aufkommen, sodass der Sieg souverän ins Ziel gebracht wurde.

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Stimmen zum Spiel:

Moritz Hannemann: „Mir fehlen ein wenig die Worte. Bei der Choreo zum Spielbeginn hatte ich Tränen in den Augen. Was die Fans da gemacht haben, ist gigantisch und einzigartig. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, was wir auch gezeigt haben. Mit dem 3:1-Sieg den 60. Geburtstag zu feiern und auf Platz 1 der Tabelle zu stehen, ist eine Superlative für Energie Cottbus.“

Axel Borgmann: „Es ist eine unglaubliche Zahl mit den 250 Siegen für den Trainer. Offen gesagt war für mich das Wichtigste der Sieg. Ich bin so unheimlich glücklich und stolz, dass wir es hinbekommen haben. Der ganze Verein und die Region haben diesen Sieg verdient. Dementsprechend standen wir ein wenig unter Druck, was aber positiv zu bewerten ist, wie ich finde. Wir haben abgeliefert. Und können so den Tag genießen.“

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Fazit: Energie ließ sich trotz Rückstand und durch einen offensiv eingestellten Gegner nicht aus der Ruhe bringen. Die Angriffe und die gut durchdachten Eckballvarianten brachten stets Gefahr, und hätten für noch mehr Tore sorgen können. Derzeit belohnt sich der FCE nicht nur für den großen Aufwand, sondern auch für den Mut, was sich in großer Begeisterung der Fans zeigt. Machen die Lausitzer so couragiert weiter, stehen goldene Zeiten bevor.